Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension : "The End - die neue Welt" von G. Michael Hopf


Titel : The End - die neue Welt ( Teil 1 ) 
Autor : G. Michael Hopf 
Verlag und Leseprobe : Luzifer Verlag 
Paperback, 394 Seiten
Preis : 13,95 €



Rezension zu „The End – die neue Welt“ von G.Michael Hopf

Bei „The End“ handelt es sich um eine 4-teilige Serie einer düsteren Erwachsenden – Dystopie.

Inhalt : 

Die Handlung wird eingerahmt in ein Interview mit der erwachsenen Tochter Connors, Haley, die 2066 ein Interview gibt und aus Ihren Erinnerungen berichtet. Die Haupthandlung spielt 2014/2015, entwickelt sich zu dieser Zeit alternativ zu unserer tatsächlichen Geschichte der letzten 2 Jahre.

Connor, ein ehemaliger US-Marine, lebt in einem gutsituierten, geschlossenen Wohnviertel in San Diego mit seiner Frau Samantha, seiner kleinen Tochter und seinem Sohn.
Eines Morgens bei seinem täglichen Lauf beobachtet er, wie auf einmal alle Autos stehen bleiben. Mobiltelefone scheinen nicht mehr zu funktionieren, sogar ein Flugzeug stürzt ganz in der Nähe ab.
Ampeln erlöschen. 

Schon Schlimmes ahnend, eilt Connor nach Hause. Seine Theorie : In der Atmosphäre über San Diego wurde ein Nuklearsprengkörper gezündet und dadurch ein EMP – elektromagnetischer Impuls – gezündet, der verursacht, dass die Elektrizität zum Stillstand kommt. Keine Autos, kein Telefon, kein Fernsehen, kein Radio – auf einmal sind alle vom Rest der Welt abgeschnitten.

Wie weit reicht die Katastrophe ? Betrifft es nur das Viertel ? Die Stadt ?  Die Welt ?
Parallel dazu, wie sich das Schicksal von Connor, seiner Familie und den Stadtbewohnern entwickelt, schildert der Roman auch die Situation der Machthabenden sowie der US-Marines, die sich noch im Ausland befinden, zu denen auch Connors Bruder Sebastian gehört.
Sebastian will nur noch nach Hause zu seiner Familie, doch sein Vorgesetzter hat andere Pläne für seine Einheit…. 

Das Buch

Schon nach den ersten Seiten dachte ich : Erschreckend, wie schnell das alles tatsächlich hätte passieren können. Es muss nur einer auf den roten Knopf drücken…. Ich finde es immer wieder beängstigend – und das macht das Buch einfach auch gut – wie schnell so etwas tatsächlich passieren kann – weit hergeholt ist es ja nicht. Die Grundidee zur Serie ist also schon einmal sehr fesselnd.

Nun zum Buch an sich : 
Die Protagonisten scheinen die perfekten Menschen zu sein – stets vernünftig, kreativ, intelligent, einsichtig, hilfsbereit, … kurzum – ein wenig zu gut für diese Welt. Je kleiner die Rolle im Roman wird, desto fieser und egoistischer werden auch die Personen. Der Autor bedient sich einer recht einfachen Sprache sowohl in seinen Beschreibungen als auch in seinen Dialogen. Dadurch und durch die für mich etwas sehr klischeehaft charakterisierten Personen kam es mir immer wieder mehr so vor, als würde ich ein Film- oder Seriendrehbuch lesen, und keinen Roman.
Abgesehen von diesem kleinen Manko, war die Geschichte aber sehr fesselnd, und selbst für jemanden, der mit Kriegsgeschichten eigentlich nichts anfangen kann, sind die Rück- bzw. Einblendungen der Geschehnisse in den aktuellen Kriegsherden interessant und gut zu lesen gewesen. 

Auch sehr eingängig beschrieben – und ich frage mich immer wieder bei solchen Romanen, ob wir tatsächlich in einer solchen Situation so wären, aber vermutlich leider ja – ist die Geschwindigkeit, in der die Menschen von zivilisierten Geschöpfen zu Urzeitmenschen mit mittelalterlichem Verhalten und Weltbild degenerieren – womit ich hier dem Mittelalter wahrscheinlich noch unrecht tue. 

Ich bin total gespannt wie die Geschichte noch weitergeht, insgesamt auf jeden Fall ein empfehlenswerter Roman für jeden Fan der guten Dystopie.


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