Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension : "MUC" von Anna Mocikat




Titel : MUC
Autor : Anna Mocikat
Verlag und Leseprobe : Droemer-Knaur 
Taschenbuch, 360 Seiten
Preis : 12,99 €



Rezension zu „MUC“ von Anna Mocikat 


Eine Dystopie, die in Deutschland spielt – das hat ja fast schon Seltenheitswert.

Die Welt 

Etwa 100 Jahre nach dem „großen Sterben“, das durch einen tödlichen Virus ausgelöst wurde, haben aufgrund einer Genmutation nur rothaarige Menschen überlebt.

Der Inhalt 

Pia, eine begabte Kletterin,  ist anders.  Sie lebt in einem kleinen Bergdorf, wo sie als Außenseiterin aufgewachsen ist – denn Pia hat schwarze Haare, als Einzige von allen bekannten Menschen.
Ihr einziger Freund, ihr Bruder Paul, ist schon vor Jahren vor der altmodischen, konservativen Dorfgemeinschaft abgehauen – auf der Suche nach MUC, der geheimnisvollen Stadt, wo es noch viele Überbleibsel aus der „alten Welt“ und viele andere Menschen geben soll.
Paul wollte Pia nachholen, kam aber nie zurück. Mit 20 entscheidet sich Pia, sich auf die Suche nach Paul zu machen, und begibt sich allein auf die abenteuerliche Reise.
Auf ihrem Weg trifft sie andere Menschen auf dem Weg nach MUC, denen Sie sich anschließt und bei denen sie in MUC vorerst leben kann, während Sie nach ihrem Bruder sucht. Doch das Leben in MUC entspricht ganz und gar nicht dem gelobten Land – heruntergekommene, verwahrloste Menschen, Verbrechen und Verwahrlosung sind an der Tagesordnung, und offensichtlich hat ein seltsamer Gottesanhänger die Macht in MUC übernommen.
Pia verdient ihr Auskommen als Diebin bei den wohlhabenderen Einwohnern und sucht täglich weiter nach Ihrem Bruder. Und findet Menschen, die ein ganz anderes Weltbild als sie haben – und auf einmal ist die Trennung zwischen Gut und Böse gar nicht mehr so einfach…

Zum Buch 

Wie schon gesagt, ist es toll, mal eine Dystopie zu lesen, die auf bekanntem Terrain spielt. Ein sehr amüsantes Element, trotz des düsteren Hintergrunds, ist die Beschreibung von „Artefakten“ aus der alten Welt, die Pia immer wieder findet – und man als Leser anhand der Beschreibung erkennt, was Pia da gefunden hat, sie selbst aber keine Ahnung hat, worum es sich handeln könnte – sei es eine Schachtel Zigaretten, ein IPhone oder eine BMW-Reklame.
Aber es passt zur Handlung und wirkt keineswegs deplaziert oder albern. Der ganze Roman ist absolut fesselnd geschrieben und mit Pia und ihren Protagonisten haben wir auch mal wieder handelnde Personen, die etwas älter sind als die dystopietypischen Jugendlichen – die meisten Hauptakteure sind hier zwischen 20 und 30 Jahre alt.
Ich habe schon den zweiten Teil begonnen und bin absolut gespannt wie es weitergeht – auf jeden Fall lesen !  

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