Samstag, 23. April 2016

Rezension : "Der geheimnisvolle Bannfluch" - Edgar E. Nimrod

Titel : Der geheimnisvolle Bannfluch
Autor : Egar E.Nimrod
Verlag und Leseprobe : Der Kleine Buchverlag
TB, 253 Seiten
Preis : 13,90 €
Reihe : Band 1 der Eichenwaldsaga
VÖ : März 2016



  „Der geheimnisvolle Bannfluch“ – Egar E.Nimrod


Es handelt sich hierbei um den ersten Band der „Eichenwaldsaga“ – eine wunderbare All-Age-Reihe ( Anzahl der Bände noch unbekannt ), erschienen in „Der kleine Buchverlag“. 

Wo befinden wir uns ?

In Deutschland, und zwar mitten im Hartwald – aber in einer geheimen Welt, dem Eichenwald, der nur durch einen geheimen, sehr versteckten Zugang zu erreichen ist. Hier lebt das Volk der Eichnoks in seinem Dorf.
Allerdings gibt es im Eichenwald einen verbotenen Ort, die „dunkle Ruine“ – ein uralter Bannfluch verbietet den Eichnoks, die Grenze zu diesem Waldgebiet zu überschreiten.

Der Inhalt 

Die Eichnoks sind etwa 10-15 cm große menschenähnliche Wesen, die in einer alteingesessenen Dorfgemeinschaft im Eichenwald leben.
Unter anderem auch die Jugendlichen Gnork und Arun, wobei Arun ein Außenseiter ist – weil er ein Findelkind ist und anders aussieht als die anderen Eichnoks.
Die meisten Menschen der Dorfgemeinschaft sind gutmütige Wesen – bis auf den selbstsüchtigen Großbürger Rogat, der nichts lieber möchte, als sich endlich für die ganzen erduldeten Demütigungen durch die beiden Jugendlichen zu rächen.
Mit seinem besten Freund Gnork lebt Arun bei dessen Oma und die beiden beglücken die Dorfgemeinschaft mit allerlei Streichen. Als sie es eines Tages etwas übertreiben und unwissentlich die Versorgung der ganzen Gemeinschaft gefährden.
Als sie zur Strafe bei der alten Kräuterweisen Grima Strafarbeit leisten müssen, überschlagen sich auf einmal die Ereignisse. 

Beide werden durch eine Wiederholung des Streichs, der zur Strafarbeit geführt hat, auf Zeit aus dem Dorf verbannt. Das kommt der weisen Grima sogar gelegen – denn sie will das Geheimnis des Bannfluchs, dessen Ursache niemand mehr kennt, endlich ergünden.
Und so begeben sich die drei auf die abenteuerliche Reise. Dabei werden sie von merkwürdigen Träumen begleitet. Arun entdeckt an sich immer neue erstaunliche Fähigkeiten und die drei Reisenden müssen so manche Gefahr auf ihrem Weg meistern – wilde Tiere, unüberwindbare Hindernisse, heimliche Verfolger und natürlich die Erforschung der Ursprünge des Bannfluchs.

Meine Meinung zu diesem Buch 

Als ich das Buch zur Hand genommen habe, fand ich schon den Titel und die ganze Aufmachung sehr ansprechend und hatte sofort Lust, mit Lesen zu beginnen.  Endlich mal wieder ein schöner Fantasyroman für jedes Alter, nachdem ich in letzter Zeit eher düstere Romane „konsumiert“ habe.
Am Anfang fühlte ich mich doch ein wenig an die Schlümpfe oder an Hobbits erinnert, vor allem dadurch, dass der Autor die Leser im Prolog direkt anspricht. Ihr werdet sehen, nach der Lektüre ertappt ihr Euch auch dabei, zwischen den Wurzeln des nächsten Baumes nach geheimen Durchgängen in den Eichenwald zu spähen ! Die Parallelen geben sich aber sehr schnell wieder. Die Faszination eines im Geheimen lebenden Minivolks stirbt eben nie aus und kann jede neue Generation wieder mit einer neuen Idee begeistern.
Die Verbindung mit unserer „echten“ Menschenwelt stellt zu Beginn der Lektüre gleich eine ganz besondere Beziehung zum Buch her, ganz anders, als wenn man von Anfang an keinen realen Bezug zur Geschichte hätte.

Die Geschichte ist sehr einfach zu verdauen und daher etwas für jedes Alter – hat jedoch auch genügend Komplexität, um auch ältere Leser wie mich ( 37 ) noch in ihren Bann zu ziehen. Die Beschreibungen der Hauptpersonen konzentrieren sich auf die charakterliche Darstellung und Entwicklung und nicht so sehr auf das Äußere. Das bewirkt, dass man sehr schnell die Guten und die Bösen sortieren kann und seine Sympathien und Antipathien entwickelt – das wirkt am Anfang sehr „schwarz/weiß“ , was sich jedoch mit der weiteren Entwicklung wieder etwas verändert, ich will hier nicht zu viel verraten.

Das Buch lässt sich in einem Rutsch lesen, macht Lust auf mehr und endet auch sehr offen, so dass man einfach nur gespannt sein kann darauf, wie es weitergeht.
Da bleibt mir nur zu sagen, eine sehr schöne Lektüre für ein verregnetes ( oder auch sonniges ) Wochenende wie dieses, gut verdaulich, aber nicht oberflächlich, ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen !


 


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