Sonntag, 10. Juli 2016

Rezension: "Maresi - das Lied der Insel" von Maria Turtschaninoff

Titel: Maresi - das Lied der Insel
Autor: Maria Turtschaninoff
Verlag und Leseprobe: Heyne Verlag
TB, 230 Seiten
Preis: 12,99 €
Reihe: Nein




 „Maresi - Das Lied der Insel“ von Maria Turtschaninoff

Inhalt:

Auf einer einsamen, schwer zu findenden Insel steht ein Frauenkloster,  in dem auch die junge Maresi Enresdotter als Novizin lebt und zur Schwester ausgebildet wird.
Die Frauen leben ein sehr einsames, aber zufriedenes, arbeitsames und idyllisches Leben.
Maresi ist nun schon zwei Jahre im Kloster und hat sich langsam eingelebt. Abgesehen von der Arbeit bleibt ihr nicht viel freie Zeit, und diese verbringt sie in der Schatzkammer – der Bibliothek des Klosters.
Eines Tages kommt eine neue Novizin, ihr Name ist Jai. Sie ist sehr verschlossen und erzählt nichts von sich selbst, doch Maresi nimmt sich ihrer an, so dass Jai schon nach kurzer Zeit nicht mehr von ihrer Seite weicht.
Als Jai Maresi nach einiger Zeit soweit vertraut, dass sie ihr stückchenweise ihre Vergangenheit offenbart, erfährt Maresi unglaublich grauenhafte Details aus Jais Vergangenheit.
Und Jai hat furchtbare Angst, dass diese Vergangenheit sie auch auf der abgelegenen Insel bald wieder einholen wird und ihr Schicksal auch das Leben aller Schwestern und des Klosters selbst bedrohen wird.
Ob diese Angst zur Realität wird? Lest selbst, lernt die tapferen Schwestern und ihre göttlichen Fähigkeiten kennen.

Beurteilung

Eine kleine Geschichte, wunderbar erzählt. Ich kann verstehen, warum dieses Buch in mehreren Ländern mit Preisen ausgezeichnet wurde.
Maresi, Jai und auch die Nebenfiguren in Form der anderen Schwestern sind sehr detailliert dargestellt, so dass man sich mit ihnen sehr schnell verbunden fühlen kann.
Ohne zu langweilen, wird die Insel und das Klostergelände sowie die Gegebenheiten der täglichen Abläufe anschaulich und gut verdaulich erklärt. Alles ist so wundervoll beschrieben, dass einen beim Lesen direkt der Wunsch packt, selbst in dieses Kloster und auf diese Insel auszuwandern und der restlichen Welt den Rücken zu kehren.
Ich kann es nicht anders sagen, dieses Buch verzaubert. Mir wurde mal wieder vor Augen geführt, wie wenig man eigentlich für ein gutes Leben braucht. Auch wenn das Buch sicherlich eher in einer mittelalterlichen Welt spielt, schaut man sich in seiner Realität doch wieder mit anderen Augen um, finde ich.
Wie sich die Kinder, Mädchen und Frauen in diesem Buch verhalten und füreinander einstehen, ist einfach rührend und mitreißend.
Das ganze Buch ist einfach zu verdauen – sehr „leichtläufig“ geschrieben, und obwohl eigentlich nicht sooo viel passiert, ist das Buch an keiner Stelle langatmig – die Autorin schafft es hier, trotz der eher dahinplätschernden Handlung durch die Dialoge und Gedankengänge permanent eine Spannung aufzubauen, die sich dann zum Schluss entladen darf.
Der Fantasyaspekt in diesem Buch ist aber sehr hintergründig, bildgewaltige magische Schlachten und Fabelwesen sucht man hier daher weitestgehend vergeblich.
Die Geschichte ist sehr ruhig, und dennoch eingängig und mitreißend (sorry für die Wiederholung).
Ich kann auch dieses Buch nur wärmstens empfehlen – damit macht man garantiert nichts falsch.
 

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