Sonntag, 6. November 2016

Rezension: "Funklerwald" von Stefanie Taschinski


 
Titel: Funklerwald
Autor: Stefanie Taschinski
Verlag und Info: Oetinger Verlag
HC, 253 Seiten
Preis: 14,99 €
Genre: Kinderbuch, ab 8 Jahre
Reihe: Nein

Funklerwald von Stefanie Taschinski


Inhalt

Lumi, das Fuchskind, hat keine Mutter mehr. Sie lebt mit Ihrer Tante Kette, die sich um sie kümmert, in ihrem Bau. 
Ihre Freunde sind Borste, das Wildschweinkind, und Rissa, das Fuchsmädchen.

Der Funklerwald ist ein ganz besonderer Wald. Alle Tiere stammen vom großen Wandelbaum ab, an dem von jedem Baum des Funklerwalds ein Ast wächst.

Eines Tages kommt eine Waschbärenfamilie in den Funklerwald. Sie wird von allen angefeindet und soll verjagt werden, weil der Ast Ihres Baums nicht am Wandelbaum wächst.

Doch durch einen Zufall lernt Lumi den jungen Rus, das Waschbärenkind, besser kennen und findet ihn eigentlich gar nicht so schrecklich. Sie versteht nicht, warum die Waschbären nicht im Funklerwald leben dürfen, und beschließt, die Waschbären heimlich zu unterstützen.

Gemeinsam versuchen die beiden, die restlichen Bewohner des Funklerwalds davon zu überzeugen, dass die Waschbären bleiben dürfen, und begeben sich dafür auf eine abenteuerliche Reise.


Beurteilung 

Ich liebe ja Bücher, die aus der Sicht von Tieren geschrieben sind (ich habe auch Warrior Cats verschlungen, auch wenn ich eigentlich zu alt dafür bin:-))

Ich finde, dass gerade für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene solche Bücher solche Bücher einen sehr vernachlässigten Blickwinkel auf unsere Natur und unser Zusammenleben mit Flora und Fauna darstellen. Davon kann man gar nicht genug lesen und ich hoffe, hoffe, das die Botschaft bei allen Kindern und Eltern ankommt.

Die Geschichte ist sehr gelungen geschrieben. Natürlich werden die Tiere in solchen Büchern immer vermenschlicht und man streitet sich ja darüber, ob und was Tiere wirklich denken und fühlen.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Tiere sehr wohl Gefühle haben und sich auch artuntypisch untereinander verstehen und helfen können, dafür gibt es ja auch im echten Leben immer wieder verblüffende Beispiele. 

Die Geschichte um Lumi und Rus lässt sich zum einen problemlos auf das menschliche Zusammenleben übertragen und bringt die Moral mit sich, dass wir am Ende doch alle gleich sind und gemeinsam stärker, und das Unterschiede in Aussehen, Verhalten und Art überwunden werden können.
Und zum anderen wird ein Bewusstsein dafür geweckt, dass auch Tiere und Pflanzen lebende, atmende und (zumindest im Fall von Tieren) fühlende Wesen sind, auf die wir genauso Acht geben müssen wie auf uns selbst, und mit denen wir immer im Einklang leben sollten.

Und ganz nebenbei ist es auch noch eine tolle, eingängige, wunderbare Geschichte, für das Lesealter meiner Meinung nach genau passend, mit einer einfachen Wortwahl und einer sehr angenehmen Schriftgröße sowie schönen Illustrationen versehen. 

Ich glaube ich werde künftig öfter Kinderbücher lesen - dafür ist man doch nie zu alt! 



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