Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension: "das Amulett in der Wüste" von Fay Winterberg

Titel: Das Amulett in der Wüste
Autor: Fay Winterberg
TB, 202 Seiten
Preis: 13,80 €
Reihe: Ja, Teil 2 der New-Steampunk-Age-Reihe
Genre: Steampunk, Vampire 

Das Amulett in der Wüste - Fay Winterberg 


Inhalt: 

Lilith und ihr Vater werden vom Prinz von London, Elisabeth, zur großen Vampirzusammenkunft eingeladen. 
Die Stimmung ist sehr spannungsgeladen, denn Elisabeth und Liliths Vater Elias verbindet eine gemeinsame Vergangenheit - wie so viele der alten Vampire der Welt.

Elisabeth erzählt der jungen Archäologin von einem geheimnisvollen neuen Fund in den Ausgrabungsstätten Ägyptens und lässt sie dorthin einfliegen, da Lilith als Halbvampirin die einzige Person zu sein scheint, die den Raum, in dem ein seltsamer Gegenstand zu sein scheint, betreten und diesen bergen kann.

Doch in dem alten Pharaonengrab stößt Lilith auf Dinge, die sie auch nach dem Besuch in Ägypten nicht loslassen werden - den sie hat tatsächlich das 3. Amulett der drei Amulette des alten und mächtigen Vampirs Lazarus gefunden, an denen auch noch andere ein großes Interesse haben, und das nicht unbedingt aus freundlichen Gründen.


Beurteilung 

Wie ich schon der Verlegerin mitgeteilt habe, lasse ich auch hier gleich am Anfang mal die Bombe platzen: Der Cliffhanger am Ende ist ja wohl das übelste, miesteste...... was ich seit langer Zeit gesehen habe!!! 

Man, einen in so einem moment echt explosiver Spannung hängen lassen, da blättert man um ...und dann? Buch fertig! Gibt es das! Nein! Und dann fragt man: Ja, wann kommt denn nun Band 3, ich muss ja SOFORT weiterlesen.... dann kommt: Wenn es gut läuft 2018. 

ARGH.

Aber nun gut, ich will ja hier nicht meckern, sondern rezensieren:-) 

Wie der Reihenname schon sagt: New-Steampunk-Age ist angesagt, und da ist alles erlaubt. Die altehrwürdige Vampirwelt wird mal schwupps in die moderne Zeit versetzt - Die Existenz von Vampiren und anderen magischen Wesen ist bewiesen, anerkannt und (in weiten Teilen der Menschheit) akzeptiert. 
Menschen, Vampire, Gestaltwandler und Hexen leben mehr oder weniger friedlich nebeneinander und profitieren von den jeweiligen Fähigkeiten der anderen. 
Die Raumfahrtära der Menschen ist Vergangenheit, und man konzentriert sich lieber darauf, auf der Erde eine neue Zukunft aufzubauen.

Der klassische Steampunk tritt in dieser Reihe eher in den Hintergrund, ist aber immer wieder in einzelnen Elementen wie zum Beispiel der Art zu Reisen, erkennbar. 

Ich finde die Kombination aus Moderne, uralter Vampirmystik und Steampunk einzigartig und von Fay Winterberg absolut gelungen. Um die sympathische Lilith herum noch dreimal mehr, weil sie wirklich eine super charakterisierte und sehr liebenswerte Hauptfigur darstellt. 

Trotz der relativen Kürze des Buchs ist die Erzählung nicht oberflächlich, sondern einfach nur gut durchdacht - die Autorin hält sich nicht mit überflüssigen Beschreibungen oder Verschachtelungen auf, stellt aber dennoch alle notwendigen Fakten gut zusammen, um Tiefe in die Story zu bringen, und versteht es auch mit weniger Worten, Atmosphäre und Umgebung sehr plastisch zu beschreiben, so dass man beispielsweise in der Wüste die Hitze und den Staub beim Lesen meint, spüren zu können, und ebenso die kühle und spannungsgeladene Atmosphäre bei den Zusammenkünften der Vampire erahnen kann.

Wie schon gesagt, die Kombination der Elemente von Genres, die eigentlich nicht miteinander vermischt werden, macht die Reihe zu einem ziemlich einzigartigen und kurzweiligen Erlebnis, und somit kann ich nur empfehlen, sich die Reihe einmal anzusehen, angefangen mit dem ersten Band "Wien, Stadt der Vampire", die laut der Homepage des Verlags wohl einmal insgesamt 8 Teile umfassen soll und uns somit wohl noch einige Jahre begleiten wird.

Ich freue mich darauf und vergebe 5 von 5 Rezisternchen.


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