Samstag, 4. Februar 2017

Rezension: "Angstmädchen" - Jenny Milewski

Titel: Angstmädchen
Autor: Jenny Milewski
Verlag und Infos: Heyne Verlag
TB, 333 Seiten
Genre: Mysterythriller
Preis: 13,99 €
Reihe: nein

Angstmädchen - Jenny Milewski


Inhalt

Malin ist eine Exotin - als koreanisches Baby nach Schweden adoptiert. Deshalb fühlt sie sich auch als junge Frau immer noch wie eine Fremde im eigenen Land, da sie jeder für eine Außenseiterin hält statt für eine in Schweden aufgewachsene Studentin.

Zum Glück hat sie an der Uni wenigstens ihre beste Freundin Johanna, von der sie sich aber entfremdet, nachdem sie endlich ein Zimmer in einer der begehrten Studenten - WGs bekommen hat. 

Doch Ihre Mitbewohner verhalten sich ihr gegenüber irgendwie merkwürdig. Sie scheinen etwas zu verschweigen, und in der WG und vor allem in Malins Zimmer geschehen immer öfter merkwürdige Dinge und sie sieht Dinge, die nicht real sind.

Nur langsam findet Malin heraus, was die Ursache des Ganzen sein könnte - und als sie Hilfe sucht, stößt sie zuerst auf wenig Verständnis. Doch schon bald häufen sich die Ereignisse derart, dass auch die Personen in Malins Umgebung nicht mehr vorgeben können, nichts davon mitzubekommen.

Malin beginnt tiefer zu graben und stößt auf ein uraltes Mysterium, dass ihr klar macht, dass manche Dinge einfach Böse sind.


Beurteilung

Dieses Buch ließ mir - im positiven Sinn- wirklich beim Lesen die Haare zu Berge stehen.
Ich will nicht spoilern und sage daher nur: Wenn Ihr Gruselfilme wie "the Ring", "paranormal activity" oder "the Grudge" gut gefunden habt, dann MÜSST ihr dieses Buch lesen.

Erstaunlich, wie die Autorin es geschafft hat, ohne die Möglichkeit einer visuellen Darstellung die Ereignisse so gruselig und plastisch in Worten wiederzugeben, dass man die Szenerie wie im Kino vor sich sieht beim Lesen.

Malin ist dazu die perfekte Protagonistin, die man einfach gern haben muss - auf der einen Seite tut sie einem leid, unverstanden wie sie ist, auf der anderen Seite kann man sie aber nur bewundern, da sie trotz ihrer Probleme auf andere Menschen zugeht und daran glaubt, jedes Problem lösen und den Dingen auf den Grund gehen zu können. 

Auch die verschiedenen Charaktere, die die Autorin in die Wohngemeinschaft eingebaut hat, lassen jeden Leser seinen "Seelenverwandten" finden - auch wenn die Zusammenstellung schon ziemlich klischeehaft ist. Aber das stört nicht.

Die Spannung baut sich sehr schnell auf und steigert sich kontinuierlich bis ins fast Unerträgliche. Bis kurz vor Schluss denkt man, dass der Roman wie die klassischen Horrorfilme ausgeht - doch weit gefehlt, lasst Euch von dem etwas typischen und bekannt vorkommenden Verlauf am Anfang nicht einlullen! 

Wer sich gruseln will, ist hier definitiv richtig, und man legt das Buch am Ende schon noch irgendwie mit dem unguten Gefühl zur Seite, sich einmal mehr umzuschauen und beim Blick in den Spiegel auch in die dunklen Ecken hinter einem schauen zu wollen.

Grusel: 5 Punkte
Spannung: 5 Punkte
Charaktere: 5 Punkte 
Lesefluss: 5 Punkte

Fazit: Klare Leseempfehlund mit 5 von 5 Rezisternchen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen