Dienstag, 12. September 2017

Rezension: "Mitnal - das Reich der Toten" von Jessica van Houven

Titel: Mitnal - das Reich der Toten
Autor: Jessica van Houven
Verlag: SP, Infos z.B. bei Lovelybooks
TB, 488 Seiten
Preis: 14,99 €
Genre: Fantasy
Reihe: Nein

Mitnal - das Reich der Toten  -  Jessica van Houven


Inhalt 

Für magiebegabte Schüler gibt es eine weiterführende Akademie in Mexiko, an der die Jugendlichen lernen können, mit Hilfe von Elementmagie Zauber ausführen zu können.
Dies soll Ihnen später vor allem Erfolg im Beruf bringen. 

Doch dieses Schuljahr entwickelt sich für Karicia, Vitoria, Riccardo und ihre Freunde etwas anders: Etwas verändert sie - sie haben merkwürdige Emotionsschübe, die sie nicht kontrollieren können und die in unbeabsichtigten Magieausbrüchen gipfeln.

Karicia, die schon seit längerer Zeit Stimmen hört
und deshalb als verrückt geltende Außenseiterin abgestempelt ist, bekommt merkwürdige Hinweise auf die aktuellen Geschehnisse und beginnt Zusammenhänge zu vermuten.

Und so finden sich einige Schüler zu einer Gruppe zusammen, die den Phänomenen auf den Grund gehen wollen - und das Geheimnis, das sie finden, ist älter, ernster und gefährlicher, als sie jemals gedacht hätten.

Beurteilung 

Bei "Mitnal" handelt es sich um den Debutroman der Autorin. Die Geschichte, der Plot an sich klingt laut Klappentext erstmal sehr spannend und die Kombination aus magisch begabten Jugendlichen an einer Akademie und unerklärten magischen Phänomenen ist ja eigentlich an sich schon ein Erfolgsrezept. 

Das Buch an sich ist schön aufgemacht und durch Cover und Klappentext bekommt man wirklich Lust, die Geschichte auch zu lesen. 

Die Gruppe der Protagonisten besteht hier aus einigen Personen, die die üblichen Klischee-Charakter bedienen: Die hübsche, reiche und oberflächliche Victoria mit ihrem Schwarm, der sportliche Aufreißer Ricardo, die düstere und ernste Außenseiterin Karicia, die eigentlich unauffällige, freundliche Guliana, der nette und verständnisvolle Schulsprecher Adrian, und die ganzen Freunde und Verwandten außenrum - zu viele, um hier alle aufzuzählen. 

Die Geschichte wechselt von der Erzählsicht zwischen den Hauptprotagonisten hin und her, womit man aber sehr gut zurechtkommt. 

Leider zieht es sich ziemlich, bis überhaupt mal was passiert, bis man mal alle Charaktere halbwegs kennengelernt hat und zuordnen kann, ist schon ein ordentliches Stück Buch weg. Allein das ist ja auch alles noch in Ordnung.

Jetzt kommt mein großes Aber, oder besser gesagt mehrere: Der erste Kritikpunkt ist, dass die Dialoge nicht authentisch sind. Sobald sich die Protas unterhalten - und es spielt keine Rolle wer, es ist bei allen gleich - klingen sie wie 80jährige, die die Lebenserfahrung mit Löffeln gegessen haben. Sie erläutern und erklären alle ihre Gefühle und Beweggründe und sobald sie mal etwas für ihr Alter normales machen, läutern sie sich sogleich in Gedanken und stellen das Ganze selbstverständlich auch sofort richtig und alle haben sich wieder lieb.....ihr wisst was ich meine?

Es kommt einfach nicht echt rüber. Der für mich zweite störende Punkt war irgendwo der fehlende Hintergrund: Die ganze Geschichte mit den magischen Fähigkeiten von manchen Menschen war irgendwie nicht stimmig, der grundlegende Background hat gefehlt - warum spielt die Geschichte ausgerechnet in Mexiko, ist es ein lokales Phänomen, wie erklären sich die Menschen diese Fähigkeiten und so weiter. 

Als es um die Lösung des Rätsels geht, wird die Geschichte zwischendurch auch etwas diffus und unübersichtlich, mit ein bisschen Anstrengung kommt man aber immer wieder rein.

Trotz dieser Kritik muss ich sagen, dass ich gern zu dem Buch gegriffen und es auch sehr schnell durchgelesen hatte, da die sehr verschiedenen Protas durchaus unterhaltsam waren und ich vor allem Karicia als Charakter sehr gern mochte und neugierig war, wie das ganze sich zum Schluss auflöst - die Autorin schafft es hier nämlich wirklich, den Leser bis fast zum Schluss über den Ausgang völlig im Ungewissen zu lassen. Dadurch wird die Tatsache, dass sich die ganze Handlung etwas hinzieht, wieder wettgemacht, da es spannend bleibt. 

Um zum Fazit zu  kommen: Mitnal lässt sich gut lesen, hat aber dennoch deutliche Schwächen vor allem in den direkten Dialogen und es fehlt an Background, um die Elemente der Story stimmig zu verknüpfen. Daher bekommt Mitnal von mir 3 von 5 Rezisternchen.

1 Kommentar:

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