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Sonntag, 9. April 2017

Rezension: "Water & Air" von Laura Kneidl

Titel: Water & Air 
Autor: Laura Kneidl
Verlag und Infos: Carlsen Verlag
TB, 474 Seiten
Preis: 12,99 €
Genre: Fantasy/Dystopie Jugendbuch
Reihe: Nein

Water & Air - Laura Kneidl


Inhalt 

Nur noch wenige Menschen bewohnen den Planeten Erde, in abgegrenzten Kolonien unter Wasser oder in der Luft. Das Festland ist unbewohnbar.

Die junge Kenzie lebt in einer Wasserkolonie, in der die Gesellschaft so geformt ist, dass die Frauen für den Fortbestand der Bevölkerung und einfachere, risikolose Arbeiten auf den Feldern oder der Fischerei eingesetzt werden.

Doch die intelligente junge Frau will mehr: Sie will raus aus der Kolonie, Entdeckerin werden. Dies bleibt ihr verwehrt. Und so beschließt Sie, zu fliehen. Sie schafft es in eine Luftkolonie - eigentlich alles, was sie sich je gewünscht hat.

Zunächst scheint alles glimpflich abzulaufen und sie darf bleiben, doch unter der Oberfläche brodelt es: Vorräte verschwinden, Menschen kommen zu schaden. Der aufrechte Sicherheitsbeauftrage Callum, der Kenzie bei sich aufgenommen hat, hat die Aufgabe, die Vorkommnisse aufzuklären. Kenzie möchte ihn unterstützen. Auch wenn sie sich langsam näher kommen, gerät Kenzie auf einmal in den Mittelpunkt der Verdächtigen.

Kann Sie bei der Suche nach den wahren Schuldigen helfen und wird Callum ihr weiterhin vertrauen?


Beurteilung 

Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Titel und Cover sind wunderschön und stimmig, eine harmonische Farbauswahl und ein Bild, dass einen sofort ins fantasieren geräten lässt.
Nichtsdestotrotz ist Water & Air eher eine Dystopie, leider wird im Buch recht wenig darüber erzählt, wie es zum Status Quo gekommen ist. 

Das ist aber auch schon der einzige Schwachpunkt. Laura Kneidl hat einen wundervollen Schreibstil, man lernt Kenzie sofort ziemlich gut kennen und sie ist auch eine absolut sympathische Protagonistin. Sie erfüllt, das muss man allerdings schon dazusagen, ein typisches Klischee: Gerade ins Erwachsenenleben eintretend, rebellisch, wütend, aber auch mutig, aufrichtig, intelligent und neugierig. 

Aber ich habe kein Problem mit Klischees :-) Kenzie wird authentisch beschrieben und bleibt sich selbst auch den ganzen Roman hindurch treu.

Es wird beim Lesen keinen Moment langweilig oder langatmig. Natürlich darf in einem solchen Jugendbuch auch die eine oder andere Romanze nicht fehlen, aber es ist nicht übertrieben: Das Schicksal der Luftkolonie ist und bleibt im Vordergrund. 

Dennoch gehört die Geschichte zwischen Callum und Kenzie dazu und vervollständigt die Geschichte irgendwie. Auch die Nebenprotagonisten wie ihr bester Freund Noel und ihr erster Bekannter Kalif in der Luftkolonie sind sehr interessant, leider erfährt man relativ wenig über sie, da sie nur am Anfang und ganz am Ende eine aktivere Rolle einnehmen.

Water & Air bietet eine Geschichte, wie sie in Jugenddystopien in vielen Varianten schon des öfteren vorgekommen ist, aber doch immer wieder neu erfunden werden kann und gut zu lesen ist.

Leser dieser Genre werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen - mir hat Water & Air sehr gut gefallen, leider klingt das Ende nicht unbedingt nach einer Fortsetzung.

Ein Lesevergnügen das von mir 5 von 5 Sternchen bekommt.

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