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Samstag, 7. April 2018

Rezension: "Dreamkeeper - Akademie der Träume" von Joyce Winter

Titel: Dreamkeeper - Akademie der Träume 
Autor: Joyce Winter
Verlag und Info: Oetinger Verlag
TB, 362 Seiten
Preis: 13,00 €
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Band 1

Dreamkeeper - Akademie der Träume  -  Joyce Winter


Inhalt

Allegra erfährt nach dem mysteriösen Tod Ihrer Eltern, von ihrer Schwester das Geheimnis Ihrer Familie, das ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihre Eltern waren Agenten der Dream Intelligence - eine Vereinigung, die die Fähigkeit und Aufgabe hat, Träume und Träumer zu beschützen.

Hierzu wird sie bereits mit 16 Jahren, eigentlich ein Jahr zu früh, an die Akademie zur Ausbildung gerufen, weil sich in der Traumwelt Dinge ereignen, die es erforderlich machen, allen verfügbaren, auch ungeübten, begabten Nachwuchs umgehend zu rekrutieren.

Während Allegra versucht, die plötzliche Trennung von Ihrer Schwester Elena und ihrem normalen Leben zu verkraften, erfährt sie allmählich immer mehr über die Arbeit und das Schicksal Ihrer Eltern. 
Doch wieder scheint irgend etwas
die Dream Intelligence und Ihre Mitglieder zu bedrohen: Ein seltsamer Traum lockt Träumer und Traumagenten an - und lässt sie nicht mehr los....


Beurteilung 

Der Titel dieses Buchs hat mich angesprochen, da mich das Phänomen Traum seit jeher fasziniert. Ich finde es unglaublich, welche Macht Träume und unser Unterbewusstsein auf unser ganzes Leben haben können.

Von der Autorin hatte ich noch nichts gehört, und so war ich sehr gespannt auf was ich mich da beim Lesen eingelassen habe.

Zum Glück handelt es sich bei Dreamkeeper um ein Buch, in das man sich nicht erst mühsam einlesen muss, man ist von der ersten Seite an dabei und wird sofort in das Leben von Allegra hineingezogen. Das mag ich sehr, wenn Bücher mich vom ersten Satz an mitnehmen können.
Und so bleibt es auch, ich habe das Buch in etwas mehr als einem Tag durchgelesen.

Die Handlung entwickelt sich zügig und somit lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Insgesamt bleibt mir die Entwicklung und die Erklärung der Hintergründe allerdings insgesamt zu oberflächlich. Es ist klar, dass man von einem Jugendbuch kein Übermaß an Komplexität erwarten kann und das will ich auch gar nicht, aber ein bisschen mehr Tiefe und Detail hätte der Geschichte an manchen Stellen nicht geschadet. 

Allegra als Protagonistin ist gut gelungen und man kann sich bis zu einem gewissen Grad in sie einfühlen. Allerdings fand ich, dass sie die Tatsache, dass es die DI, Traumagenten etc. gibt und auch sie und ihre Schwester die Anlagen zu Traumagenten haben, recht schnell hingenommen hat - also wenn mir jemand sowas erzählen würde!^^ Auch ein bisschen klischeehaft: Sobald Allegra bei der DI ankommt, sind natürlich gleich die Jungsgeschichten am Start - der coole, supergutaussehende, unerreichbare Typ, der mit der Tochter des Direktors zusammen ist, und der alternative Außenseiter, der auch eine seltsame Faszination auf Allegra ausübt. Wie das wohl enden wird, wer könnte es erraten? Nun ja, das gehört wohl zu so einem Buch dazu.

Aber faszinierend ist das ganze Thema schon: Stellt Euch vor, es gäbe eine ganze Organisation, die tatsächlich einen gewissen Zugriff auf unsere Träume hätte? Wie kann man sich sicher sein, ob man nicht manipuliert wird? Sicher, wie überall gibt es Regeln und Gesetze, an die man sich zum Schutz der Menschen halten soll - aber wie überall gibt es auch Menschen, die die Regeln brechen.

Joyce Winter wirft ganz allgemein mit diesem Buch interessante ethische Fragen auf, die sicherlich - wenn man das will - viel Stoff zum nachdenken und diskutieren bieten. Wenn man bereit ist, sich darauf gedanklich einzulassen, kann man die Oberflächlichkeit der Handlung durchaus verlassen und sich unabhängig vom Buch in die Themen vertiefen.

Aber zurück zu Dreamkeeper - ohne zuviel verraten zu wollen, gehe ich davon aus, dass es eine mehrteilige Reihe werden wird, da die Autorin in ihrer Danksagung von "Allegras erstem Abenteuer" spricht. 

Alles in allem gebe ich Dreamkeeper 4 von 5 Sternen - es hat mich jetzt nicht komplett vom Hocker gehauen, war aber das Lesen auf jeden Fall Wert und wer über die kleinen Mankos hinwegsehen kann, die beim Lesen nicht wirklich stören, wird auf jeden Fall ein paar spannende Lesestunden haben.

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