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Sonntag, 6. Januar 2019

Rezension: "Das Haus der Monster" von Danny King

Titel: Das Haus der Monster
Autor: Danny King
Verlag und Info: Luzifer Verlag
TB, 328 Seiten
Preis: 12,99 €
Genre: Horror
Reihe: Nein


Das Haus der Monster - Danny King


Inhalt 

John Coal lebt als eigenbrötlerischer Sonderling in einem abgewrackten Haus in einer ruhigen Kleinstadt. Beliebtes Ziel von Gespött und Kinderstreichen.
Doch eines Tages beschließt John Coal zurückzuschlagen und den Kindern einen richtigen Schrecken einzujagen.
Er lauert Ihnen auf und erzählt Ihnen, warum sie wirklich Angst vor ihm haben sollten...



Beurteilung 

Also, ich hatte etwas völlig anderes von diesem Buch erwartet. Ich war erst etwas enttäuscht, aber irgendwie hat mich die Geschichte doch in ihren Bann gezogen.

Der Protagonist erzählt von seiner Vergangenheit, was er erlebt hat und wie er das geworden ist, was er heute ist, was er aber bislang erfolgreich geheim gehalten hat. 
Beginnend mit einer eher unglücklichen Kindheit und einem psychisch kranken Vater über abenteuerliche Geschichten von seinen Fahrten zur See, ein unheimliches Geisterdorf und unsterblichen Mädchen ist alles dabei. 

Diese Erlebnisse haben ihre Spuren an dem Waisenkind John Coal hinterlassen. 

Erzählen kann Danny King. Das Buch ist ein absoluter Pageturner. Allerdings macht die sarkastische und selbstironische Erzählweise die eigentlich gruseligen Geschichten teilweise schon fast albern. Also wirkliche Gänsehaut konnte die Geschichte bei mir nicht wirklich hervorrufen - oder eher die Geschichten, denn eigentlich handelt es sich zwar um eine zusammenhängenden Plot, nämlich die Vergangenheit des John Coal, aber diese sind in vier mehr oder wenige in sich abgeschlossene Episoden unterteilt, die dann immer wieder für kurze oder längere Zeiträume von "normalem Leben" unterbrochen werden und die Erzählung kurz in die Gegenwart zurückkehren lassen.

Keine der hier beschriebenen Horrorszenarien ist wirklich bahnbrechend, aber die Art und Weise, wie Danny King John Coal über seine Erlebnisse berichten lässt, machen das ganze irgendwie persönlich und einzigartig. 

Fazit: 

Wem es nichts ausmacht, dass gruselige Sachverhalte ein bisschen ins Lächerliche gezogen werden und das ganze Genre etwas auf die Schippe genommen wird, findet in "Das Haus der Monster" einen extrem unterhaltsamen Roman, der viele Vorlieben - von Psychopathen über Gestaltwandler bis hin zu Vampiren - abdeckt und Charaktere mit hohem Wiedererkennungswert erschafft. 
Deswegen bekommt "Das Haus der Monster" von mir noch 4 Sterne, auch wenn ich mir eigentlich einen "echten" Gruselroman gewünscht hatte.

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