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Sonntag, 28. April 2019

Rezension: "Ein Königreich aus Feuer und Eis" von Leni Wambach

Titel: Ein Königreich aus Feuer und Eis
Autorin: Leni Wambach
Verlag und Info: Carlsen Verlag
TB, 322 Seiten
Preis: 12,99 €
Genre: Fantasy
VÖ: 2019
Reihe:Band 1 der Feenwelt - Reihe
© Carlsen Verlag 

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Ein Königreich aus Feuer und Eis - Leni Wambach


Inhalt 

Zwei Königskinder - die Wasserfee Andira und der Feuer-Kronprinz Gardorath müssen sich aufgrund einer Prophezeiung gemeinsam auf eine Reise begeben, um ihre von seltsamen Phänomenen bedrohte Welt zu retten.

Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass sich die beiden absolut nicht ausstehen können und gegensätzlicher nicht sein könnten. Und niemand weiß, was auf die beiden zukommt, da aus der Herzregion, die das Ziel ihrer Reise ist, noch niemand zurückgekommen ist, der je dorthin aufgebrochen ist.

Und so begeben sich die beiden ohne Begleitung, denn das ist Bedingung der Prophezeiung, auf eine Reise ins Ungewisse - und die Zeit ist knapp, denn die Bedrohung ihrer Welt wächst von Tag zu Tag.



Beurteilung 

Tja, ich muss einfach fast jeden Roman über Feen, den ich in die Finger bekomme, lesen, denn diese sagenumwobenen Wesen faszinieren mich schon, seit ich Lesen kann. 

In der Welt von Andira und Gardorath sind die Feen in zwei "Sorten" aufgeteilt: Die Wasserfeen beherrschen die Wassermagie und können über das Wasser gebieten, können Waffen aus Eis Formen und ihre Umwelt erfrieren, wohingegen die Feuerfeen wie der Name schon sagt ein sehr warmes Klima bevorzugen und natürlich die Feuermagie beherrschen.

So weit, so gut, bis dahin fand ich das Ganze noch nicht so unglaublich einfallsreich. Auch nicht, dass die jeweiligen Reiche von Phänomenen des jeweils gegensätzlichen Elements bedroht werden - klar, Eis ist der Feind des Feuers, und umgekehrt. 

Die uns bekannte Feenwelt besteht entsprechend aus einer Feuerregion, einer Eisregion, und einer Herzregion, die dann sowas wie ein gemäßigtes Klima darstellt. Die Länder grenzen jeweils auf einem Stück direkt aneinander, und umschließen dann auf dem Weg auf die Berge zu die Herzregion. 

Die Geschichte plätscherte zu Beginn so vor sich hin - es geht aber relativ schnell los mit der Handlung, ohne viel Vorgeplänkel, was den Einstieg dann doch relativ einfach machte. Besonders detailliert und tiefgründig ist die Geschichte daher nicht - zum Glück, denn sonst wäre es mir am Anfang glaube ich zu langweilig geworden. Andira und Gardorath und ihre jeweiligen Situationen werden kurz vorgestellt, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen, und die Reise startet recht bald.

Was mir dann sehr gut gefallen hat, war die Geschichte und die Beschreibung der Herzregion. Ich will nicht spoilern, das macht es immer schwierig, aber ganz allgemein: Die Flora und vor allem Fauna, der sich die beiden Feen hier gegenübersehen, hat der Erzählung für mich nochmal den notwendigen Funken gegeben, mehr Vielfältigkeit, mehr Spannung - mehr sagenhafte Wesen, faszinierende Pflanzen, gefährliche Begegnungen. 

Und auch was die Beiden schließlich über die Herkunft der Feen erfahren - die Idee hat mich doch fasziniert, vor allem wenn man sich das dann bildlich vorstellt, wie das vor sich gegangen sein muss... Den Ausgang des Abenteuers fand ich dann wieder irgendwie unspektakulär.

Gestört hat mich ein bisschen, dass die Protagonisten während ihrer Reise zu den typischen Powerhelden mutieren - sie schaffen alles, sind megamutig, haben wahnsinnige Ideen die sie immer in letzter Sekunde vor dem sicher geglaubten Tod bewahren - es ist irgendwie immer so ein kleines bisschen vorhersehbar. 

Relativ am Ende gibt es vor dem großen Showdown aber nochmal eine größere Überraschung, mit der ich so absolut nicht gerechnet habe. Das Finale ist wirklich ziemlich actionreich und bittersüß. 

Fazit: "Ein Königreich aus Feuer und Eis" bietet gute Unterhaltung und einige faszinierende Details und Ideen, auch wenn der Verlauf im Großen und Ganzen jetzt keine allzugroßen Überraschungen bietet und in weiten Teilen grob vorhersehbar ist. 
Wer Feen (und Drachen) liebt, liegt mit diesem Buch sicherlich nicht falsch und wird ein paar nette Lesestunden haben. Ich vergebe 4/5 Sternen.

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