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Samstag, 26. Oktober 2019

Rezension: "Doors: Wächter" von Markus Heitz

Titel: Doors: Wächter
Autor: Markus Heitz
Verlag und Info: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Wertung: 5/5 Sterne 
TB, 288 Seiten
Preis: 9,99 €
Reihe: Ja
VÖ: 2019
Genre: Thriller 
© Verlagsgruppe Droemer Knaur

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt 

Doors: Wächter - Markus Heitz


Inhalt 

Anton Gärtner ist ein Schreiner, ein Meister seines Fachs. Von seinem Lehrer wird er darum gebeten, sein Lebenswerk fertigzustellen - eine sehr komplizierte Tür, für die er sehr alte Pläne und sehr außergewöhnliche Komponenten benötigt. 
Anton willigt schließlich ein und muss schnell feststellen, dass sich viele mächtige Menschen für seine Tür interessieren. 
Unversehens schwebt seine Familie in Lebensgefahr und seine letzte Rettung ist die Hackerin Nott, die, unterstützt durch eine nicht minder undurchsichtige Stiftung mit Sitz in Tokio, ihrerseits sehr viele Informationen zu den Türen und den Menschen hat, die hinter ihnen her sind, und versucht, Anton Gärtner das Leben zu retten.
Um das zu tun, muss Anton seine fertiggestellte Tür schließlich auf die Probe stellen - und sorgt damit dafür, dass nun nicht mehr nur er, sondern die ganze Welt vor dem Untergang steht.




Beurteilung 

Wächter ist eins der drei Bücher der zweiten Doors-Staffel, die innerhalb der Staffel in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können. Ich empfehle jedoch, auf jeden Fall mindestens einen Teil der ersten Staffel oder das Intro "Der Beginn" vorab zu lesen, da das Konzept der Türen ohne die Vorkenntnisse aus Staffel eins wohl nicht mehr ausreichend erläutert wird.  

Ich bin mittlerweile total von der Reihe überzeugt. Scheinbar hatte ich mit dem schwächsten Band der ersten Staffel, "Blutfeld", zum Einstieg Pech gehabt, denn das hatte mir nicht so gut gefallen, aber mittlerweile bin ich voll drin und vom Ideenreichtum des Autors ziemlich beeindruckt.

"Wächter" setzt in einer Zeit deutlich nach den Geschehnissen der ersten Staffel ein und hat von der Handlung her so gut wie keine Anknüpfungspunkte an die ersten drei Bücher. Vom Schreibstil her hat sich Heitz finde ich auch entwickelt, "Wächter" las sich deutlich spannender und flüssiger als die Bücher der ersten Staffel. 
Der Protagonist Anton Gärtner rutscht hier eher zufällig ins Geschehen, er ist aber total sympathisch und ein ganz durchschnittlicher Typ zum gernhaben. Es tut auch mal ganz gut ein Buch zu lesen, wo der Prota kein Teenie-Überflieger ist, sondern ein ganz normaler Familienpapa..

Vom Setting her spielt dieser Band zur Hälfte in unserer Realität, zur Hälfte in einer Fantasywelt, die durch eine Tür erreicht werden kann. 
Was gibt es an Wächter noch zu erwähnen? Wir erreichen im Bezug auf die Türen ein neues Level - es werden nicht mehr (nur) existierende Türen benutzt, sondern es werden neue Türen erschaffen, die auch in mehr als eine Welt führen können. Was mich an dem Konzept so fasziniert ist, dass durch die Türen eigentlich alles, was sich jemand ausdenken kann, in diese Buchreihe hineingebracht werden kann. Es gibt keine Limitation auf eine Zeitebene, auf eine Welt, auf eine Spezies, auf einen bestimmten Handlungsverlauf - die Türen bieten die perfekte Plattform, um jegliche Handlung zu unterbrechen, Storytwists herzustellen, Protas hinzuzufügen oder zu entfernen - man könnte fast schon behaupten, der Autor macht es sich damit zu einfach :-)

Wichtig ist natürlich, und das ist Markus Heitz in diesem Band auch gelungen, in diesen relativ kurzen Bänden trotz der Komplexität der Rahmenhandlung einen Bezug zwischen Leser und Protagonisten herzustellen und die Handlung nicht zu überfrachten. 

Ein bisschen schade fand ich es, dass dieser Band so aus dem Zusammenhang der ersten Staffel gerissen ist - ich hätte jetzt erwartet, dass ein deutlicherer Bezug hergestellt wird oder in den Büchern der zweiten Staffel jeweils ein Handlungsstrang der ersten Staffel weiter ausgebaut wird. Vielleicht ist das aber auch so und ich durchschaue es nur noch nicht. 

Auf jeden Fall ist in Wächter die Geschichte noch lange nicht abgeschlossen - weder die des Protagonisten, noch die Rahmenhandlung um die Türen, so dass wir wohl schon jetzt von einer weiteren Staffel Doors ausgehen dürfen.

Fazit: "Wächter" ist einer der sehr gelungenen Teile der Doors - Reihe für mich, so dass ich jetzt sehr neugierig bin was mich in den weiteren Teilen erwartet. Lies sich sehr gut lesen, war spannend und bot wieder viel Neues - von mir gibt es dafür 5/5 Sterne.


Der offizielle Klappentext:

Den Überfall auf seinen alten Ausbilder kann Anton nicht verhindern, der betagte Schreiner landet im Koma. Seine Familie bittet Anton, die Tür fertigzustellen, an welcher der Meister unermüdlich arbeitete. Die uralten Aufzeichnungen dazu verwirren Anton. Es ist von Steinsplittern die Rede, die verwendet werden sollen, und wo sie zu finden sind. Kann die Tür wirklich derlei Wunder vollbringen, wie es in den antiken Zeilen beschrieben steht?
Plötzlich hackt sich eine Person namens Nótt in sein Leben und stellt alles auf den Kopf. Auch die Angreifer von damals haben Anton längst ins Visier genommen und jagen ihn, die Unterlagen - und die Tür. Was hat es damit auf sich? Wer sind die Gegner? Anton bleibt keine Wahl: Er muss die Tür fertigstellen, um zu verstehen und zu überleben…

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