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Donnerstag, 28. November 2019

Rezension: "Echt böse! Vampire sterben einsam" von Jack Henseleit

Titel: Echt böse - Vampire sterben Einsam
Autor: Jack Henseleit
Verlag und Info: S.Fischer Verlage
Wertung:  3/5 Sterne
HC, 160 Seiten
Preis: 9,00 €
Genre: Kinderfantasy
Reihe: Ja, Band 1
VÖ: 2019
© S.Fischer Verlage

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Echt böse: Vampire sterben einsam - Jack Henseleit


Inhalt

Weil Annas Vater eine Bibliotek in Transsilvanien besuchen muss. läd er seine Kinder Anna und Max in einer Pension bei einer unheimlichen alten Dame ab. Dann wird Max, der gutausgehende Gruselgeschichten liebt, von einem Vampir entführt - und Anna und Isabella wollen ihn befreien, bevor ihr Vater wieder zurückkommt.

Sie begeben sich in das alte Schloss, wo früher der alte Graf gelebt hat, und beginnen die Suche nach Annas Bruder. Was sie dort vorfinden, ist einfach nur grausig und sprengt ihre Vorstellungskraft.



Beurteilung

Echt böse ist nun wieder ein Buch, dass zu 100% und ganz eindeutig für eine sehr junge Zielgruppe geschrieben ist. All-Age lese ich ja sehr gerne, aber für erwachsene Leser ist es, finde ich, doch etwas zu kindlich geschrieben um nicht zu sagen, sehr seicht.

Dennoch war es ganz unterhaltsam, und der Autor hatte da einige goldige Ideen. Am besten fand ich fast den Anfang, als die Familie mit dem Auto in Transsilvanien ankommt und "in Empfang" genommen wird. Da hab sogar ich mich einen kurzen Moment gegruselt.
Auch der halbzahme Bär, der Anna gehorcht hat, war eine gute Einlage, sowie der Gefangene, den die beiden Mädchen im Kellerverlies finden.

Was mich hingegen wirklich gestört hat, war die Tatsache, das die Suche nach Annas Bruder nach seiner Entführung durch den Vampir so schnell beendet war. Angeblich haben sie ein ganzes Schloss durchsucht - okay, eine Ruine -, aber irgendwie war das doch irgendwie ziemlich schnell erledigt. Da haben für mich die Dimensionen irgendwie nicht zusammengepasst. 
Etwas albern fand ich die Knoblauchsuppe. Aber gut - Zielgruppe und so. Ich finde trotzdem, da hätte man etws einfallsreicher sein können als sich so eines uralten Klischees zu bedienen, um Vampire zu bekämpfen....

Eine lebensnahe Darstellung der Protagonisten darf man bei diesem Buch - 160 Seiten mit großer Schrift - nicht wirklich erwarten. Max, Anna und Isabella bleiben für mich flach und bieten mir nicht wirklich die Möglichkeit, mich ihnen als Leser anzunähern, so dass ein richtiges Mitfühlen nicht wirklich drin war.

Der "Showdown" im Schloss war mir im Gegensatz zur Gesamtlänge der Geschichte zu langgezogen und ich habe mich beim Lesen immer wieder beim Abschweifen ertappt, während Anna, Isabella und der Vampir Katz und Maus spielen. Ich bin mir nicht sicher, ob da jüngere Leser tatsächlich bei der Stange bleiben und Spannung dabei empfinden, aber ich glaube aus dem Alter bin ich einfach zu lange raus.  

Insgesamt enthält das Buch zwar die eine oder andere knackigere Szene, dennoch geht es für alle Beteiligten glimpflich aus und ist somit durchaus ohne Traumata zu befürchten für junge Leser geeignet. 
Ich persönlich finde es allerdings trotzdem etwas zu oberflächlich und finde, das Buch hätte durchaus etwas mehr Tiefe vertragen, um vielleicht auch ein breiteres Publikum anzusprechen. Teilweise etwas zu albern und zu viele Klischees.

Von mir gibt es daher leider nur 3/5 Sterne - kann man mal lesen, muss aber nicht unbedingt sein.

 

Der offizielle Klappentext

Anna und ihr Bruder Max reisen mit ihrem Vater, einem Professor, nach Transsilvanien. Die Pension, in der sie übernachten müssen, ist mehr als unheimlich. Es regnet und stürmt die ganze Zeit, und die Wirtin murmelt seltsame Dinge. Als die Geschwister einen geheimnisvollen Dolch finden, geschieht das Unfassbare: Max wird entführt. Von einem Vampir! Anna bleibt nichts anderes übrig, als sich auf den Weg in ein zerfallenes Schloss zu machen, um ihren Bruder zu befreien ... 

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