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Mittwoch, 11. März 2020

Rezension: "Kinder des Windes" von Björn Springorum

Titel: Kinder des Windes
Autor: Björn Springorum
Verlag und Info: Thienemann-Esslinger Verlag
Wertung: 4/5 Sterne
HC,  304 Seiten
Preis: 15,00 €
Reihe: nein
VÖ: 2020
Genre: Jugendfantasy
© Thienemann-Esslinger Verlag 

Werbung -Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Kinder des Windes - Björn Springorum


Inhalt 

Lola spürt schon immer, dass sie anders ist als die anderen Kinder, und ist deshalb auch eine absolute Außenseiterin. Als sie erfährt, dass sie ein Kind eines echten Windes sein soll, glaubt sie zunächst an einen schlechten Witz, andererseits ist das die Erklärung für vieles, was sie bislang erlebt hat.

Da die Winde den Menschen nicht alle wohlgesonnen ist, müssen Lola und einige andere Windkinder aktiv werden. Ihre besonderen Fähigkeiten sollen ihnen dabei helfen. Doch zunächst müssen sie lernen, mit ihren Gaben umzugehen - und sich auf eine gefährliche Reise begeben, um eine Chance zu haben, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Eine abenteuerliche Entwicklung mit vielen Gefahren wartet auf auf die Kinder des Windes. Ob sie ihr Ziel erreichen, weiß zu Beginn noch niemand.


Beurteilung 

Zunächst hat mir der Beginn der Geschichte richtig gut gefallen. Ich konnte sofort in Lolas Lebensumstände einsteigen und hatte eine sehr gute Vorstellung davon, wo und wie sie lebt.
Der Autor bringt die ganze Atmosphäre sehr gut rüber und verschafft dem Leser eine plastische Vorstellung von allem, worüber er schreibt. Dies bleibt auch über das ganze Buch so.

Auch wenn es sich um eine reine Fantasygeschichte handelt, ist das Setting real und spielt in der Hafenstadt Tarifa, von der aus man mit der Fähre nach Afrika übersetzen kann, dem zweiten Schauplatz der Geschichte der Kinder des Windes. Meer, Stadt und Wüste - von allem findet sich in der Geschichte etwas wieder.

Lola ist die sehr junge Protagonistin der Geschichte,  die aus der Sicht von ihr in der Ich-Form verfasst ist. Sie ist eine Außenseiterin, führt aber trotzdem ein ganz idyllisches Leben, auch wenn sie nicht wirklich gleichaltrige Freunde hat. Sie widmet sich den streunenden Tieren der Küste, an der sie lebt, und ihr bester Freund ist ein alter Fischer. Lola ist sehr sympathisch, weil sie sich selbst nicht so ernst nimmt und ihre Gedankengänge oft sarkastische Züge haben, was mir sehr gut gefällt.

Die Story an sich finde ich wirklich genial. Etwas in der Art habe ich noch nie gelesen. Diese Fantasie, die verschiedenen bekannte Winde zu personifizieren und ihnen Gefühle und Absichten zuzuschreiben, ist recht einzigartig. Die Mischung dieses besonderen Settings mit einer Art Superheldengeschichte, da die Kinder des Windes, zu denen Lola gehören soll, alle recht unterschiedliche nützliche Fähigkeiten haben, ist wirklich neu und interessant. 

Ein bisschen absehbar ist der Verlauf der Geschichte, daher fand ich es nicht immer ganz so superspannend und einige Teilstrecken des Buches etwas zu langgezogen. Vor allem zum Ende hin ging mir das Thema gute und böse Winde tatsächlich ein bisschen auf die Nerven, die Kämpfe gegen Ende fand ich etwas zu überzogen. 

Trotzdem ist das Buch im Großen und Ganzen sehr unterhaltsam und man findet beim Lesen immer wieder schöne Details und Ideen des Autors, die überraschen und neue Aspekte in die Geschichte bringen, wie zum Beispiel die geheimnisvollen Frauen Olivia und Lucia oder der intelligente Hengst Calimero und noch viele andere Nebenfiguren, die das Buch bunt und abwechslungsreich machen und auch immer wieder eine Portion Humor mitbringen.

Der Ausgang könnte auf eine Fortsetzung hinweisen, aber zumindest ist die Handlung an sich erstmal abgeschlossen und es gibt keinen allzu fiesen Cliffhanger. 

Mein Fazit: Eine insgesamt unterhaltsame Geschichte mit vielen immer wieder auftauchenden Highlights und abwechslungsreichen Schauplätzen, unterschiedlichsten Charakteren und einer einmaligen Grundidee. Stellenweise fehlte mir etwas die Spannung, da man sich den weiteren Verlauf in etwa denken kann, trotzdem ist die Story insgesamt durchaus lesenswert und hat mir Spaß gemacht. Ich gebe hier 4/5 Sternen.


offizieller Klappentext 

Der Wind flüstert Lola Geheimnisse zu, sie kann sich beinahe lautlos bewegen und wenn sie wütend ist, spürt sie in sich eine Kraft, die ihr Angst macht. Warum ist sie so anders? Pablo kennt die Antwort, denn die beiden teilen ein Schicksal. Sie sind Kinder des Windes und damit in großer Gefahr!

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