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Sonntag, 1. November 2020

Rezension: "Doggerland" von Daniel Bleckmann



 Titel: Doggerland 

Autor: Daniel Bleckmann

Verlag und Info: Ueberreuter Verlag 

Bewertung: 5/5 Sterne 

HC, 300 Seiten

Preis: 14,95 € 

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Reihe: nein

VÖ: 2020

© Ueberreuter Verlag 

 

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Doggerland - Daniel Bleckmann

Inhalt 

Lex und Leya geraten bei einer Wattwanderung durch ein Portal 8000 Jahre in die Vergangenheit und lernen dort Alif und Shaggabug kennen. Erst allmählich erkennen die jungen Menschen, dass sie aus sehr unterschiedlichen Zeiten stammen.

Während Lex und Leya bald erkennen, in was sie da hineingeraten sind, und sie versuchen, ihre neu gewonnenen Freunde irgendwie vor den baldigen Ereignissen zu warnen, ist ihnen der Rest der Gemeinschaft des ehemaligen Doggerlands nicht so wohl gesonnen - und ob die beiden noch rechtzeitig in Ihre Zeit zurückkehren können, steht in den Sternen, denn mehr als einmal will man nicht nur ihre Flucht verhindern, sondern sie sogar vollständig auslöschen....


Beurteilung 

Ich wusste gar nicht so recht was ich hier für eine Geschichte erwarten sollte. Das Buch liest sich auf jeden Fall superschnell, es ist sehr einfach geschrieben.

Kurze Kapitel wechseln zwischen der Sichtweise der drei Protagonisten: Alif, ein Jugendlicher der in Doggerland großgeworden ist, sowie Lex und Leya, die zwei Geschwister, die aus unserer aktuellen Gegenwart durch ein Missgeschick auf einmal in der Vergangenheit bei Alif und dessen Bruder Shaggabug landen. 

Ich fand es recht kurzweilig, auch wenn man natürlich bei einem Jugendbuch auf diesem Niveau keine wissenschaftlich korrekten und tiefgründigen Details erwarten darf. Spannend auf jeden Fall, dass es Doggerland wirklich gab. 

Mir hat es sehr gut gefallen, wie der Autor eine unterhaltsame Fantasygeschichte mit dem echten Verlauf in der Vergangenheit verknüpft und versucht, sich vorzustellen, wie es für die damals lebenden Menschen und Tiere gewesen sein muss, mitzuerleben, wie ihre Welt langsam, aber sicher untergeht - und wie sie es für sich interpretiert haben. 

Vor allem die Namen, die damals den Pflanzen und Tieren gegeben wurden, sind doch etwas gewöhnungsbedürftig -aber es macht auch Spaß, sich beim Lesen immer zu überlegen, welcher Begriff unseres jetzigen Sprachgebrauchs gemeint sein könnte.

Ein bisschen übertrieben fand ich Lex als Charakter - vielleicht bin ich auch einfach schon zu alt für ein Buch für diese Zielgruppe, aber wenn Jugendliche Gamer wirklich so denken und reden wie Lex, dann gute Nacht :-) Abgesehen davon wäre es mit Sicherheit nicht ganz so einfach gewesen, für alles immer eine Lösung zu finden, wie es Lex, Leya und ihren "doggerländischen" Freunden gelungen ist - aber darauf kommt es auch nicht an.

Der Autor hat es für mich auf jeden Fall geschafft, ein Stück der Faszination für die Erforschung der damaligen Ereignisse zu transportieren und mich gut zu unterhalten. Das Ende kam für mich extrem überraschend, aber ich fand es richtig gut! Und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir tatsächlich auf etwas Ähnliches zusteuern, auch wenn ich fürchte, dass Daniel Bleckmann hier etwas zu optimistisch ist.

Fazit: Immer eingedenk der Zielgruppe ist es eine tolle Geschichte, die ein spannendes Thema behandelt, eine fantastische Story mit wichtigen Themen der Gegenwart und Zukunft verknüpft und so auch wichtige Denkanstöße geben kann - neben der kurzweiligen Handlung. 

Von mir gibt es dafür auf jeden Fall 5/5 Sterne.


Klappentext 

(Anmerkung: Beim folgenden Text handelt es sich nicht um den Klappentext vom Buch, da dieser nirgendwo im Netz zu finden war und der Text auf dem Buch von der Beschreibung im Internet abweicht. Dies ist die Beschreibung der Verlagsseite, die auf sämtliche Verkaufsplattformen übernommen wurde).

Begib dich auf eine atemberaubende Reise in eine versunkene Welt, die es tatsächlich gab, und erlebe ein spannendes Zeitreiseabenteuer ab 11 Jahren. Doggerland - so heißt das fruchtbare Land, das einst in der Steinzeit England mit dem europäischen Festland verband. Jäger und Sammler siedelten hier, bis alles nach der letzten Eiszeit in einem riesigen Tsunami unterging. Rund 8000 Jahre später geraten die Zwillinge Leya und Lex durch ein Zeittor in der Nordsee in diese fast vergessene Vergangenheit und schließen Freundschaft mit dem Häuptlingssohn Alif. Doch während sie voller Faszination in das Leben in der Wildnis eintauchen, naht die Zeit des großen Sturms ... Ein mitreißendes Kinderbuch über das Atlantis der Nordsee mit hochaktuellen Parallelen zwischen damals und heute.

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