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Freitag, 4. Dezember 2020

Rezension: "Coldtown - Stadt der Unsterblichkeit" von Holly Black



Titel: Coldtown

Autor: Holly Black 

Verlag und Info: cbj Jugendbücher

Bewertung: 3,5 /5 Sterne 

HC, 480 Seiten

Preis: 18,00 €

Genre: Urban Fantasy, Vampire

Reihe: nein

VÖ: 2020

© cbj & cbt Jugendbuchverlage 

 Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Coldtown - Stadt der Unsterblichkeit  -  Holly Black

Inhalt

Vampire gibt es wirklich - und ihre Zahl droht außer Kontrolle zu geraten. Deswegen werden Vampire und solche, die es werden könnten, in sogenannten Coldtowns unter Quarantäne gestellt - jeder kommt rein, aber fast niemand mehr raus.

Nach außen hin scheint das Leben in den Coldtowns eine einzige Party zu sein, viele Menschen bewundern das glamouröse Leben der Vampire - doch die Wahrheit sieht anders aus. Das muss Tana schnell feststellen, als sie beschließt, selbst in eine Coldtown zu gehen, da sie fürchtet, infiziert zu sein und ihre Familie schützen will. 

Eigentlich hat sie einen genauen Plan, doch der wird über den Haufen geworfen. Vor allem, als sie erfährt, wer ihr geheimnisvoller Reisegefährte Gavriel wirklich ist - doch so viel Angst sie auch hat, irgendwas an Gavriel zieht sie auch an.

Kann Sie sich selbst heilen und aus Coldtown entkommen? Ihre Freunde retten und auch ihre Familie? Egal was sie tut - immer scheint jemand einen Preis zahlen zu müssen...

Beurteilung 

Tja, ich war sehr neugierig auf das Buch, da bislang doch einige sehr begeistert über die Bücher von Holly Black gesprochen haben.

Daher war ich doch etwas enttäuscht, denn ich kam bis zum Schluss nicht richtig in die Geschichte rein. Ich habe keinerlei Bezug zu den Charakteren bekommen, allen voran die Protagonistin Tana, die ich emotional und vom Verhalten her überhaupt nicht verstanden habe.

Auch die Anderen - Midnight und Winter, die beiden Geschwister, die unbedingt zu Vampiren werden wollen, und Tanas Freund Aidan - waren irgendwie unauthentisch, ich hab ihnen ihre Rolle nicht abgekauft, allen voran Aidan fand ich zu lückenhaft charakterisiert, er blieb für mich total flach und fremd. Midnight und Winter mochte ich eigentlich ganz gern vom Typ her, leider hat man über sie zu wenig erfahren, gerade die Sache mit den Videos und dem Blog hätte man mehr ausarbeiten können und hier vielleicht auch stilistisch mehr Blog- oder Tagebucheinträge als Zwischenspiele einfügen können, was der Geschichte meiner Meinung nach Spannung und Pep gegeben hätte, der für mich auf ganzer Linie gefehlt hat.

Schwer fiel es mir auch am Anfang, erstmal zu verstehen, worüber überhaupt gesprochen wird  - die ersten Seiten, der Einstieg, waren relativ spannend, es kam auch schnell raus, dass es irgendwie um Vampire geht, was mir aber zu lange gedauert hat, war so das grundlegende Worldbuilding - was ist überhaupt die aktuelle Situation, was hat dazu geführt, und so weiter. 

Der beste Teil des Buches war für mich auf jeden Fall der Weg nach Coldtown, bis Tana und ihre Begleiter dann mal drin waren - danach fand ich das alles irgendwie zusammengeschustert aus diversen Geschichten, Filmen und Büchern, die ich schon mit und um Vampire gesehen habe, vielleicht ist das Thema auch einfach schon zu ausgelutscht, so dass man da eigentlich nicht mehr viel Neues dazu erfinden kann. Bis auf die Streaming - Parties, die Idee fand ich irgendwie lustig.

Vom Schreibstil her war es okay zu lesen, aber wenn man halt inhaltlich und emotional nicht wirklich einen Bezug zur Geschichte bekommt, ist es halt schwierig, sich dafür zu begeistern, weil man nicht richtig eintauchen kann.

Ich finde, gerade die für mich interessanten Bestandteile - die Parties, der Zu- und Ausgang von den Coldtowns, die Geschichte von Tanas Schwester, die Geschichte von Gavriel - diese Teile fand ich super, aber sie waren einfach zu kurz. 

Fazit: Eine ganz spannende Grundidee, aber für mich nicht so gelungen umgesetzt - unnahbare Protagonisten und die gelungenen Details nicht genug ausgearbeitet, anfänglich unzureichend erklärtes Wordbuilding - hätte man meiner Meinung nach was Besseres draus machen können.

Daher gibt es von mir nur 3,5/5 Sterne mit Tendenz eher zu 3.

 

Klappentext

Coldtown ist gefährlich. Ein goldener, glamouröser Käfig für die Verdammten und all jene, die mit ihnen bis in den Tod feiern ...

Tana wacht morgens nach einer Party auf und stellt fest, dass sie eine der wenigen Überlebenden in einem Haus voller Leichen ist. In einer Welt, in der Vampire ihr Unwesen treiben, ist Tana Schreckliches gewohnt, doch normalerweise halten sich Vampire in Quarantäne-Städten auf, in den sogenannten »Coldtowns«. Tanas Ex-Freund Aidan hat die Party zwar überlebt, doch er ist mit dem Vampir-Virus infiziert, und auch Tana könnte infiziert sein. Gemeinsam mit Aidan und dem einzigen anderen Überlebenden, dem geheimnisvollen Gavriel, macht sich Tana auf ins Herz der Gefahr – nach Coldtown, um sich und die anderen zu retten ...

 

 

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