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Dienstag, 27. Juli 2021

Rezension: "Das Mondtor" von Karola Löwenstein



Titel: Das Mondtor
Autorin: Karola Löwenstein
Verlag/Info:  Autorenseite auf Amazon
Bewertung: 5/5 Sterne
TB, 322 Seiten
Preis: 12,50 €
Genre: Fantasy
Reihe: Ja, Band 1
VÖ: 2021
© Karola Löwenstein

Werbung - Das Buch wurde mir von der Autorin in Zusammenarbeit mit Mainwunder als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Das Mondtor - Karola Löwenstein

Inhalt

Die junge Nymphenprinzessin Nasja wird mit dem Menschenprinz Nemos verheiratet, um das friedliche Verhältnis zwischen den beiden Völkern zu sichern. Nasja hat keine Ahnung, was sie erwartet, da sie Nemos noch nicht kennengelernt hat, aber sie ist voller Hoffnung auf die Zukunft und will ihren Vater nicht enttäuschen.

Doch Nemos ist absolut anders, als sie erwartet hat, und generell schlägt ihr als Nymphe in ihrem neuen Zuhause nicht nur Begeisterung entgegen. Doch sie ist fest entschlossen, ihre Frau zu stehen - allerdings wird sie sehr schnell vor Herausforderungen gestellt, die sie nicht alleine bewältigen kann. Und so steht sie vor der schwierigen Aufgabe, Verbündete zu finden, bevor alles zu spät ist.

Beurteilung 

Auch wenn ich schon einiges an High Fantasy gelesen habe, stehe ich dem Genre generell eher kritisch gegenüber, weil diese Romane oft in einem Einheitsbrei untergehen und sich in endlosen Detailbeschreibungen verlieren, die diese Romane oft langatmig und ewig erscheinen lassen.

Nicht so beim Mondtor. Ich muss wirklich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat und ich richtig Lust habe, die komplette Trilogie zu lesen. Der Schreibstil von Karola Löwenstein ist vom ersten Satz an eingängig, leicht verständlich und mitreißend. Ich konnte mich sofort zu 100% auf die Geschichte einlassen und abtauchen, hatte einen "Draht" zu der Protagonistin, der Nymphe Nasja.

Die Welt ist interessant, recht einfach und doch interessant aufgebaut: Es gibt die Menschen, Nymphen, Trolle und Zentauren, die nebeneinander Leben und mehr oder weniger miteinander auskommen. Auch Magie spielt eine Rolle, doch nicht mit den üblichen Zaubersprüchen und lila Glitzerwolken, sondern eine eher naturverbundene, mystischere Art von Magie, die mir sehr gut gefällt. 

Auch das romantische Herz kommt bei "Das Mondtor" nicht zu kurz, dennoch ist es keine abgeschmackte Liebesgeschichte, sondern alles sehr stimmig und authentisch aufgebaut. Vor allem Nasja ist die große Sympathieträgerin, eine sehr starke Prota, die der Geschichte Stärke und Leben einhaucht, eine junge, tolle, starke Frau, die trotz Ihrer Privilegien, Fähigkeiten und Stellung ganz normal ist und sogar eher gegen Minderwertigkeitsgefühle und Traurigkeit kämpen muss. Ich mochte sie unheimlich gern. 

Vor allem Ihren Versuchen, ihre "nymphischen" Fähigkeiten auszubauen, bin ich mit Spannung gefolgt, aber auch in alle anderen Situationen, in denen die Autorin die Welt der Nymphen beschrieben hat,  waren kleine Highlights für mich. Ein hier sehr interessant beschriebenes Volk, das eigentlich Stoff für eine eigene Erzählung bieten würde. 

Aber auch die anderen Charaktere fand ich total lebensecht und gut aufgebaut - vor allem Nemos, der sicherlich nicht so schnell zum Publikumsliebling wird, und seine "Follower" - es hat mir, auch wenn die Situationen in der Geschichte sicher nicht spaßig waren, doch immer wieder ein Grinsen ins Gesicht getrieben, wie die Autorin die Personen und viele Situationen beschrieben hat, so dass wirklich jeder merkt, was für einen Mist sie gerade bauen, außer der Charakter selbst.

Ja, sicherlich sind gewisse grobe Entwicklungen erahnbar, überraschende Plottwists gibt es nicht, aber dennoch ist es sehr unterhaltend, spannend und kurzweilig und im Detail eben doch noch unvorhersehbar. Ausnahmsweise, trotz der Tatsache, dass eine Trilogie ist, ist das Ende zwar offen, aber kein Cliffhanger - man könnte sagen, Episode eins mit einer Verschnaufpause für den Leser abgeschlossen, aber zum Glück ist ja die Fortsetzung schon erhältlich.

Um es abzuschließen - ich habe nichts zu meckern gefunden, daher vergebe ich die vollen 5/5 Sterne.


Klappentext

Nasja kann nur darauf hoffen, dass Nemos sie lieben wird. Der junge König von Galadon hat genauso wenig wie sie um diese Ehe gebeten.
Doch Nasja wird ihre Pflicht erfüllen, auch wenn sie weiß, dass nicht jeder am Hof eine Nymphe willkommen heißen wird.
Sie will Gutes für die Menschen von Galadon und für die Nymphen in ihrer Heimat tun. Wenn sie zusammenhalten, können sie etwas gegen die Zentauren erreichen, die jede Schwäche ihrer Feinde ausnutzen.
Doch schnell wird Nasja klar, dass nichts so ist, wie sie es erhofft hat.
Ihr größter Feind ist ganz nah und gegen ihn hat sie nichts in der Hand. Sie muss sich auf die alte Magie der Nymphen besinnen, die tief in ihr verborgen ist.
Nur so hat sie eine Chance zu überleben.

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