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Dienstag, 2. Juni 2020

Rezension: "Stranded - Das Versprechen des Meeres" von Kate Dylan

Titel: Stranded - Das Versprechen des Meeres
Autorin: Kate Dylan
Verlag und Info: Fischerverlage
Wertung: 5/5 Sterne
HC, 448 Seiten
Preis: 18,99 €
Genre: Urban Fantasy
Reihe: Band 2
VÖ: 2020

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Stranded: Das Versprechen des Meeres - Kate Dylan


Inhalt

Mellie will sich nicht mit einem Leben als zukünftige Landbewohnerin zufriedengeben. Und so bringt sie schließlich ihre Mutter und ihre Landfreude dazu, die anderen im Meer lebenden Wandler zu kontaktieren und zu versuchen, deren Unterstützung zu erringen, um Titan, der das Volk von Astria um viele Wahrheiten betrügt, zu bezwingen und ein selbstbestimmtes Leben an Land und im Wasser in ihrer Heimat führen zu können.

Dabei stößt die Gruppe auf viele Komplikationen und starken Widerstand. Es ist auch nicht hilfreich für Mellie, dass ihre Beziehungen zu Caleb und Rynn scheinbar immer komplizierter werden und sie sich früher oder später zwischen den Beiden entscheiden muss.

Mellie stößt scheinbar an unüberwindbare Grenzen - aber sie gibt nicht auf. Sie will ihren Vater, den Herrscher von Astria, dazu zwingen, seine Lügen aufzudecken, und ihr Volk in die Freiheit führen..


Beurteilung

Schon im ersten Band konnte mich die Geschichte der gestrandeten Wandlerin Mellie begeistern.
Es gibt einfach viel zu wenig Geschichten über Meerjungfrauen.

Der erste Pluspunkt für diese Fortsetzung: Ich kam sehr schnell und sehr gut wieder in die Geschichte hinein - das ist ja immer so ein Punkt bei Fortsetzungen. Die Handlung setzt relativ nahtlos ans Ende des ersten Teils an.

Fand ich das erste Drittel teilweise noch ein wenig langweilig, da es relativ wenig Action gab (ich brauche kein Übermaß davon, aber ein bisschen was muss schon passieren), kann man sich über mangelnde Handlung im Rest der Geschichte nicht beklagen.
Von Kapitel zu Kapitel wird es spannender, und es gibt da einige richtig heftige Szenen.

Was in diesem zweiten Teil auch einen recht großen Teil der Handlung einnimmt, ist die Dreiecksgeschichte zwischen Mellie, Caleb und Rynn. Da das ja einige Leser nicht (mehr) so abkönnen, will ich das hier erwähnen. Was ich daran positiv finde, auch wenn ich das langsam nicht mehr lesen kann, ist hier dass die Entwicklung von Mellie und ihrer Beziehung zu den beiden unterschiedlichen Jungs nicht nach dem Motto "Fähnchen im Wind" geschieht, sondern sich langsam aber sicher in eine Richtung aufbaut. Man kann sehr schön verfolgen, wie sich die in zwischenmenschlichen Beziehungen noch sehr naive Mellie entwickelt und erst beginnt, über manche Emotionen und ihre Folgen nachzudenken und irgendwann auch eine Entscheidung zu treffen.
Insofern  hat die Autorin das hier gut ausgearbeitet.

Das ist für mich auch insgesamt einer der großen Pluspunkte der Geschichte - die Emotionen von Mellie, Rynn und Caleb, die auch eindeutig die Protagonisten sind, kommen gut rüber und sind glaubhaft dargestellt.
Auch wenn daneben die Randfiguren wie Mellies Mutter und ihr Mann sowie die übrigen, hier eine Rolle spielenden Meeresbewohner wie z.B. das Quorum von Simmia, eher blass bleiben, kann man sich diese auch gut vorstellen und ihre Rollen sind überzeugend dargestellt.

Ein positives Highlight in dieser meist doch etwas düster gestimmten Story ist auf jeden Fall Echo, das freche Wandlermädchen und Quinns Tochter, die so gar keinen Konventionen folgt und eine Schlüsselrolle bei Mellies Aufklärung spielt. Ab und an entsteht durch die Weltfremdheit von Mellie auch etwas Situationskomik, wenn sie sich mit manchen Gepflogenheiten der Landbewohner nicht auskennt und entsprechend etwas unerwartet reagiert.

Zugute halten muss ich der Autorin, dass ich wirklich bis zum Ende nicht sicher war, wie die Geschichte ausgeht. Immer wenn ich dachte, ok, ich weiß jetzt wo es langgeht, ließ sie wieder etwas Unerwartetes geschehen, was der Handlung nochmal eine unerwartete Wendung gab.

Mit dem Ende bin ich nicht so ganz einverstanden, das war mir dann ein bisschen zu schnell abgehandelt. Mir wäre es lieber gewesen der Anfang wäre ein wenig gestrafft und dafür das Ende noch etwas ausgebaut worden.

Das ist aber alles Gemecker auf hohem Niveau. Alles in allem hat mir auch dieser zweite Teil der Stranded Reihe sehr gut gefallen, die Geschichte erfährt in ihrem Verlauf eine starke Steigerung der Spannungskurve, die dann auch nicht mehr sinkt. Mellie, aber auch Caleb und Rynn, sind sympathische Protas, bei denen der Funke überspringt.
Wer also grundsätzlich kein Problem damit hat, dass Meerjungfauen eher eine unrealistische Erscheinung sind, und kein Bedürfnis hat, jede Gegebenheit nach Logikgesichtspunkten zu zerfleddern, der dürfte mit Stranded eine sehr schöne und unterhaltsame Urban Fantasy - Geschichte haben, die die Lesezeit wert ist.

Daher gebe ich trotz kleinerer Kritikpunkte 5/5 Sterne.



offizieller Klappentext

Mellie will ihr Seevolk um jeden Preis von der brutalen Herrschaft des Titanen befreien. Doch die letzte Rettungsaktion hätte sie beinahe ihr Leben gekostet. Um Hilfe zu holen muss sie ihren geliebten See verlassen, um in den wilden Gewässern Kanadas und in den schimmernden Tiefen vor Hawaii Verbündete zu finden.
Mellie darf sich dabei nicht ablenken lassen. Schon gar nicht von ihren widerstreitenden Gefühlen für Rynn, ihrem ehemals besten Freund, oder für Caleb, der sie mehr als einmal gerettet hat. Denn ihre Feinde sind überall, und bald steht Mellie vor einer schrecklichen Entscheidung.
© S.Fischer Verlage

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