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Sonntag, 25. Oktober 2020

Rezension: „Unendlich Funkenhell“ von Michelle Schrenk

 


Titel: Unendlich Funkenhell - Du und ich durch alle Zeiten

Autorin: Michelle Schrenk

Verlag und Info:Ueberreuter Verlag

Bewertung: 4/5 Sterne 

HC, 416 Seiten

Preis: 18,95 €

Genre: Jugendbuch, Romantasy

Reihe: nein

VÖ: 2020

© Ueberreuter Verlag 

 

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Unendlich Funkenhell - Michelle Schrenk


Inhalt 

Amy ist eine leidenschaftliche Zeichnerin. Ihre Bilder kommen aus plötzlichen Visionen und Bildern, die sie immer mal wieder überkommen, auch wenn sie nicht weiß woher.

Als auf einmal der geheimnisvolle Louis in ihrer Klasse auftaucht, häufen sich allerdings die seltsamen Momente - und Amy hat den Verdacht, dass auch Louis etwas damit zu tun hat.

Immer wieder scheint das Schicksal die beiden zusammenzuführen, auch wenn Louis sie ganz offensichtlich nicht leiden kann. 

Doch irgendetwas verbindet sie, und Amy ist entschlossen, herauszufinden, was das ist. Dabei findet sie Dinge über die Vergangenheit und ihre Familie heraus, die schon zu unheimlich sind, um noch zufällig zu sein...

Beurteilung 

Unendlich Funkenhell ist eine sehr schön geschriebene Geschichte.
Aber sie ist schon auch extrem kitschig, das muss man erstmal ertragen :-) Das Rad wird hier sicher nicht neu erfunden, aber Freunden von romantischen Herz-Schmerz-Geschichten mit viel Romantik wird hier sicherlich das Herz aufgehen.

Ich muss zugeben, obwohl die Autoein das wirklich toll und auch spannend geschrieben hat, mir war es von einigem too much:

Die typische Dreiecksgeschichte ist hier total ausgeprägt - die Protagonistin Amy und die zwei gegensätzlichen, beide auf ihre Art total anziehenden Jungs Nathan und Louis, beide sind die personifizierten Klischees: Louis, der abweisende, finstere mit dem geheimnisvollen Verhalten, schwarze Haare, strahlend blaue Augen, Motorradfahrer. Und Nathan: lieb, aufmerksam, blond, gut gebaut, aus gutem Hause, reich aber total normal, höflich und nahbar.

Und Amy, die von beiden angezogen wird, sich irgendwie nie entscheiden kann. Ich persönlich finde es immer irgendwie nervig, wenn sich zwei Personen anziehend finden, es aber nicht schaffen, sich mal normal zu unterhalten, so dass natürlich immer wieder Missverständnisse entstehen und alle unglücklich werden, so wie es bei Amy und Louis der Fall ist.

Zum Glück hat Unendlich Funkenhell aber auch noch eine andere Handlung, und die hat mir gut gefallen. Michelle Schrenk hat das toll aufgebaut, wie sich die Hinweise langsam verdichten und Amy ganz langsam der Sache auf die Spur kommt, wieso ausgerechnet sie immer so komische Visionen hat, wie dies mit ihr und der Vergangenheit ihrer Familie zu tun hat. Ein Hauch Magie und Mystik fehlt auch nicht, denn scheinbar passieren über die Jahrhunderte hinweg immer wieder ähnliche Dinge. 
Aber warum? Wer sind diese Menschen, die sie immer wieder sieht? 

Das war auch richtig spannend, und während ich die ganze Zeit gedacht habe, wie vorhersehbar doch alles ist, wurde ich am Ende doch nochmal ordentlich überrascht, weil die Autorin das, was man sich als Leser schön zurechtlegt, doch nochmal zunichte macht und auf falsche Fährten führt.

Allerdings hat mir dann die Auflösung nicht so ganz gefallen, da kann ich nicht zu viel verraten, aber da hat mir in Sachen Legende irgendwie Substanz gefehlt, eine Entstehungsgeschichte, das klang irgendwie so aus der Luft gegriffen und hätte es meines Erachtens in der Form gar nicht gebraucht, die Handlung hätte auch ohne das Objekt funktioniert. Wenn ihr es lest werdet ihr wissen was ich meine.

Das klingt jetzt nach ziemlich viel Negativem, deswegen will ich das sich nochmal relativieren: Die Handlung selbst hat mir sehr gut gefallen, wie auch der allgemeine Schreibstil von Michelle Schrenk. 
Die „richtige“ Dosis Romantik ist absolute Geschmackssache und es gibt viele Menschen, die von Dreiecksgeschichten nicht genug bekommen, daher wird das Buch ganz sicher auch viele begeisterte Leser finden!

Ich fand es auch gut, aber für mich persönlich eben aus genannten Gründen nicht total mega, weil diese Grundlagen für mich einfach zu „verbraucht“ sind und es mir eine Spur zu viel Romance und Klischee war.

Insgesamt gibt es von mir 4/5 Sterne. 


Klappentext

Zwei Seelen, bestimmt sich auf ewig zu lieben, ein Fluch, bestimmt sie auf ewig zu trennen. Bist du bereit für eine Liebe, die alle Zeiten überdauert? 

Als die 17-jährige Amy auf der Londoner Tower Bridge mit einem schwarzhaarigen Jungen zusammenstößt, löst diese Berührung eine vage Erinnerung in ihr aus. Plötzlich sieht sie Bilder von einem Liebespaar vor sich, das von Verfolgern gejagt von der Brücke springt. Bei ihren Nachforschungen stößt Amy auf die Legende von der Blume des Lebens und ist augenblicklich fasziniert. Doch ihr sympathischer Mitschüler Nathan warnt sie eindringlich davor, weiter in der Vergangenheit herumzustochern und auch der schwarzhaarige Junge scheint etwas zu verbergen …

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