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Donnerstag, 9. Juli 2020

Rezension: „Wenn die Dunkelheit endet“ von Constance Sayers



Titel: Wenn die Dunkelheit endet
Autorin: Constance Sayers
Verlag und Info: 
Wertung: 5/5 Sterne
Tb, 537 Seiten
Preis: 14,99€
Reihe: nein
VÖ:2020
Genre: Fantasy
Copyright: Heyne Verlag 

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Wenn die Dunkelheit endet - Constance Sayers 

Inhalt

Helen macht nach der Trennung von Ihrem Mann eine schwere Zeit durch, dennoch freut sie sich über ihren beruflichen Erfolg: Das Bühnenstück "Magyck", dass sie maßgeblich mitproduziert hat, verspricht ein großer Erfolg zu werden.
Doch dann wird das alles unwichtig. Denn sie hat auf einmal, nachdem sie Luke kennenlernt, Flashbacks von anderen Leben anderer Personen zu anderen Zeiten - und alle scheinen ihr merkwürdig verbunden und vertraut.
Als sie von Luke erfährt, dass das nicht nur wirre Träume sind, steht ihr Leben auf einmal Kopf - denn nun muss sie einen jahrhundertealten Fluch brechen, der auf ihr lastet...


Beurteilung 

Diese Geschichte gehört definitiv zu meinen Lesehighlights dieses Jahr. Selten hat mich ein Buch so vollständig eintauchen lassen und mich in seine Welt eingesogen.

Die Autorin Constance Sayers hat hier wirklich meisterhaft vier Zeitebenen zu einer großen, fantastischen Story verwoben. Jede Zeitebene für sich bringt ihre ganz eigene Stimmung und Atmosphäre mit, die von der Autorin für die jeweilige Zeit und Denkweise typisch perfekt rübergebracht wird.

Die Erzählung wechselt zwischen der Rahmengeschichte der Protagonistin Helen, einer emotionalen, aber toughen und aufgeweckten Frau, im Jahr 2012, und drei weiteren Zeitebenen zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und heute hin und her.

Obwohl sich die Handlung über einen so langen Zeitraum zieht, ist alles stimmig, nachvollziehbar und leichtgängig zu lesen, die Autorin verliert sich nicht in Unwichtigkeiten, sondern bleibt konsequent beim Wesentlichen, ohne Umfeld und Stimmung zu vernachlässigen.

Die Schauplätze sind toll beschrieben - zwischen Amerika, Mexiko und Frankreich bekommt man jedesmal ein unglaublich realistisches Lebensgefühl für den jeweiligen Ort vermittelt.

Für mich liegt aber der Erfolg der Geschichte hauptsächlich bei der Hauptfigur Helen, die toll charakterisiert ist und die man für ihre Kämpfe und ihr Schicksal einfach nur mögen kann. 

Auch wenn dieses Buch sich im Bereich der Fantasy bewegt und eine entsprechende Komponente hat, die erst im Lauf der Handlung immer deutlicher zum tragen kommt, überwiegt dieser Aspekt in der Handlung nicht, auch wenn er diese bestimmt. Ich weiß nicht wie ich es besser erklären soll :-)

Und ja, dieses Buch ist eine tragische Liebesgeschichte, die es aber schafft, ohne zuviel Sex, Kitsch und romantischen Schnodder daherzukommen. Nicht zu vergessen, finde ich auch das die Rolle der Frau, ihre Rechte und ihr Stellenwert in der Gesellschaft in der jeweiligen Epoche, ziemlich gut hervorgehoben wird. 

Constance Sayers ist es außerdem gelungen, die unterschiedlichen Geschichten und Zeitstränge nach und nach immer enger miteinander zu verflechten, und es passiert mir wirklich selten das ich so gar überhaupt nichts zu bemängeln habe. Und keine Sorge, Zeitreisen gibt es keine!

Übrigens gibt es auch eine ziemlich gruselige Szene, mit der ich so nicht gerechnet hab. Da hab ich mal kurz seltsam geschaut, da sich die Story ansonsten auf einem deutlich zahmeren Niveau bewegt hat, da kam das doch relativ unerwartet - erklärte sich aber im Nachgang dann wieder. 

Das Ende muss ich sagen fand ich etwas plötzlich und ich war recht erschüttert da ich bis zum Schluss auf etwas anderes gehofft habe. Dann jedoch kommen noch zwei Seiten, die mich ein bisschen versöhnt haben. Lasst Euch einfach überraschen :-)

Fazit: Diese Geschichte ist wirklich episch: Ein die Zeiten überdauernder Fluch, eine Liebe, 3 Schicksale, 4 Zeiten, 3 Schauplätze und ihr jeweils ganz eigenes Lebensgefühl, perfekt umgesetzt und von der ersten bis zur letzten Seite entspannend und lebendig umgesetzt.
Da habe ich wirklich nichts zu meckern, das Buch ist der Knaller und bekommt von mir ganz klar Höchstwertung! 


Klappentext

Frankreich im Jahr 1895: Hals über Kopf stürzt sich die junge Juliet LaCompte in eine leidenschaftliche Affäre mit dem verheirateten Maler Auguste Marchant. Juliets Mutter – eine Hexe – belegt Marchant mit einem Fluch, doch dabei macht sie einen fatalen Fehler: Versehentlich bindet sie Juliets Seele an die des Malers und verdammt ihre Tochter dazu, diese unglückliche Liebe wieder und wieder zu durchleben, bevor sie im Alter von 34 Jahren stirbt ... 

Amerika im Jahr 2012: Kurz vor ihrem 34. Geburtstag ist Helen Lambert alles andere als zufrieden. Zwar ist die Chefredakteurin eines angesagten Lifestyle-Magazins beruflich erfolgreich, doch ihr Liebesleben liegt in Trümmern. Sie ist frisch geschieden und hat gerade ein Blind Date mit einem Typen namens Luke, der – als ob das alles noch nicht schlimm genug wäre – auch noch behauptet, sie zu kennen, obwohl Helen ihn noch nie gesehen hat. Sie ahnt nicht, dass sie und Luke ein Geheimnis verbindet, das weit in die Vergangenheit zurückreicht – bis ins Jahr 1895 ...

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