Sonntag, 27. November 2016

Rezension: "Brennt die Schuld" von Heidrun Wagner

Titel: Brennt die Schuld
Autor: Heidrun Wagner
Verlag und Infos: Oetinger34, Oetinger Verlag
HC, 240 Seiten
Preis: 9,99 €
Reihe: Ja, Band 2
Genre: Jugendbuch/Mystery

"Brennt die Schuld" von Heidrun Wagner


Inhalt

*Achtung Spoiler, falls jemand Band 1 noch nicht gelesen hat*

So langsam erlangt Zoe ihr Gedächtnis wieder und somit die schreckliche Gewissheit: Sie hatte eine Zwillingsschwester - doch Maya ist tot.
Damit beginnt ein noch größerer Schrecken als der Gedächtnisverlust: Wie ist Maya gestorben? Warum verhalten sich ihre Eltern Zoe gegenüber so abweisend und gezwungen?

Und was hat es mit den mysteriösen Zeichnungen von Zoe auf sich, deren Inhalt auf düstere Weise jedes Mal Realität anzunehmen scheint?

Fragen über Fragen, und je mehr Zoe versucht, die Ereignisse zu rekonstruieren, desto mehr keimt in ihr der schreckliche Verdacht, selbst für Mayas Tod verantwortlich zu sein, denn kurz vorher scheinen sich die beiden gestritten zu haben.

Doch was konnte die unzertrennlichen Schwestern trennen? Was haben Zoes Freund Elias und ihr ehemaliger Krankenpfleger Niklas damit zu tun?

Es werden immer mehr Fragen statt weniger, doch Zoe gibt nicht auf - sie braucht Klarheit. Und so nimmt sie wieder Kontakt zu ihren alten Freunden auf in der Hoffnung, mehr über ihre und Mayas jüngste Vergangenheit herauszufinden.

Beurteilung

Das Buch "Brennt die Schuld" ist wie sein Vorgänger für Leser ab 14 Jahren geeignet und hat somit ein gut verständliches und einfaches Vokabular, so dass es sehr angenehm und flüssig zu lesen ist.

Die erzählende Ich-Form kombiniert mit der Schreibweise im Präsens erzeugen einen Sog, der das ganze sehr spannend macht und einen Seite um Seite weiterlesen lässt - das hat man ruck, zuck durchgelesen.

Ein zweischneidiges Schwert sind für mich die sehr dominanten Illustrationen von Miri D'Oro in den Büchern: Zwar passen Sie extrem gut zum Inhalt bzw. ergänzen diesen sogar teilweise sinnvoll, aber ich finde sie so stark, dass sie teilweise zu sehr vom eigentlichen Inhalt der Seite ablenken und somit einen ruhigen Lesefluss immer wieder unterbrechen. 

Man muss das wirklich bewusst ignorieren und ausblenden, um nicht immer wieder rauszukommen und statt dem Text die "Kritzeleien" an den Seitenrändern zu betrachten.

Das ist aber schon das Einzige, was ich bei den Romanen zu bekritteln habe. Die Autorin hat den Sachverhalt mit den wahr werdenen Zeichnungen so geschickt in die Handlung eingeflochten, dass jedesmal unklar bleibt, ob Zoe es sich nur einbildet, dass ihre Zeichnungen bzw. die Geschehnisse darauf Gestalt annehmen, oder ob es einfach nur sehr überraschende Zufälle oder sogar Einbildungen sind. 

Dieser Hauch von Mystery gibt den Büchern den besonderen Anstrich und hebt sie von 08/15 Teenagergeschichten ab.

Ich kann es nur weiterempfehlen - sehr spannende Geschichte, die verschiedene Themen auf erfrischende Weise neu miteinander verknüpft und dem Leser ein atemloses Lesevergnügen beschert. 

Von mir gibt es dafür 5 Sterne.

Samstag, 26. November 2016

Blogtour Schwarzes Blut - Gewinnerbekanntgabe

        Die Gewinner der Blogtour

Und schon ist die Blogtour wieder vorbei!

Wir hoffen, wir konnten Euch Lust auf die Bücher machen und Euch auch einige andere interessante Zusatzinformationen bieten.

Hier kommen die Gewinner:


Gewonnen haben:

Platz 1:
Daniela Schiebeck

Platz 2:
Isbel

Platz 3:
Rabiata

Gratulation:-)

Bitte sendet eine E-Mail mit eurem Wunschformat (Platz 1 wegen dem Adventskalender bitte mit Postadresse) an Carlosiareadsbooks@gmail.com mit dem Betreff: Schwarzes Blut Blogtour.


Alles Liebe und bis zur nächsten Aktion


Eure Buchfeen

Donnerstag, 24. November 2016

Blogtour "Schwarzes Blut" - Artikel: Die Entwicklung der Protagonisten

Schwarzes Blut - die Entwicklung der Protagonisten 

Elyssandria und Christian über 3 Jahrhunderte 



Beginnen wir mit Elyssandria, die wir als erste Person im Band "Maleficus" treffen und mit der Band 3 "Munditia" endet.

Zu Beginn ist Elyssandria noch ein einfacher Mensch - doch auch als junge, lebendige Frau passt Sie bereits nicht in das Zeitalter, in dem sie lebt, nämlich ins 14. Jahrhundert in Wien.

Sie ist tough und will nicht einsehen, dass Frauen den Männern zu gehorchen und hinter ihnen zurückzustehen haben. Sie will beweisen, dass Sie genauso gut mit dem Schwert umgehen kann wie jeder Mann, auch wenn ihr das Tragen eines Schwerts offiziell nicht erlaubt ist.

Heimlich lernt sie mit ihrem Cousin Philipp den Schwertkampf. Durch den frühen Verlust ihrer Eltern ist Elyssandria schon durch sehr schwere Zeiten gegangen und hat sich seelisch extrem verkapselt. Auch die Arbeit in einer Taverne, in der grundsätzlich ein eher rauher Umgangston und ein sehr sexistischer Umgang mit jungen hübschen Frauen herrscht, macht aus ihr keine weichere Frau.

Als sie zur Untoten gemacht wird, verwünscht sie zuerst ihr Schicksal und schwört ihrem Erschaffer Rache - jedoch bietet das auch einen Vorteil: Unter den Untoten sind Frauen stärker und können genauso Anführer sein wie männliche Wesen - die Geschlechter sind hier gleichgestellt.

Doch daran verschwendet Elyssandria keinen Gedanken - es fällt jedoch dem Leser, der sich solche Gedanken macht, auf. 

Elyssandria verweigert sich in "Maleficus" ihrem Dasein als Untote, so gut es eben geht - versucht kein Blut zu trinken, isst und trinkt normale Nahrung, nur wenn sie zu schwach wird, nimmt sie das Blut von Tieren zu sich. Sie wünscht sich verzweifelt, wieder in ihr normales sterbliches Leben zurückkehren zu können - erst als sie Christian kennenlernt, und klar wird, dass ihm ebenfalls ein ewiges Leben in Form des Hemykin bestimmt ist, versucht sie einen Weg zu finden, damit klar zu kommen.

Hier kommt es zum zeitlichen Cut zum zweiten Band "Mortalitas", in dem wir 200 Jahre später und in Prag statt in Wien eine komplett veränderte Elyssandria vorfinden: Eine kalte, harte, verwöhnte Frau, die ihr Leben als Untote zelebriert und sich schamlos von Menschenblut - bevorzugt dem zarter junger Frauen - ernährt.

In ihrem Dunstkreis ist sie bereits als Blutgräfin verschrien - weiß aber nichts davon. Wir fragen uns, wie Elyssandria so werden konnte - und erfahren erst allmählich durch Rückblenden, dass es sich nur um eine äußere Hülle handelt.

Wie soll man sich in eine Person hineinversetzen, die schon über 200 Jahre lebt? Der klar wird, dass ihr Leben nie ein Ende nehmen kann und sie immer wieder einsam zurückbleiben wird?

In den 200 Jahren, die uns fehlen, trennt sie sich von Christian, der so besitzergreifend und wild wird, dass sie keine andere Möglichkeit sieht, als ihn zu töten - das ist der letzte Schritt, nachdem, wie sich herausgestellt hat, Christian ihr mit Gewalt ihr gemeinsames ungeborenes Kind aus dem Leib schneiden wollte - und damit blutigen Erfolg hatte.

Doch durch die Gedanken und Taten Elyssas stellen wir fest, dass sie nie ihre menschliche Seite abgelegt hat. Sie zeigt immer wieder Schwäche, sie kann Freundschaft und Liebe empfinden und hadert immer wieder mit ihrer Unsterblichkeit - dennoch, als sie auf einmal gezwungen sterblich ist, wird sie auch damit nicht fertig, doch das liegt nicht etwa daran, dass sie nicht ein normales sterbliches Ende bevorzugen würde, sondern daran, dass sie ihre Ziele, ihre Feinde zu richten und ihre Freunde zu rächen, noch nicht erreicht hat, und ihr Verfall unter Mortalitas zu schnell voranschreitet - wo Menschen über Jahrzehnte altern, geschieht dies bei ihr aufgrund der Unnatürlichkeit in wenigen Wochen.

Im Grunde scheint uns Elyssandria als recht wankelmütige Heldin, die eigentlich nie weiß, was sie denn nun eigentlich sein will, doch man muss sich auch immer wieder vor Augen halten: Sie lebte eine Zeitspanne von 300 Jahren - den größten Teil davon unterdrückt, verfolgt, verborgen, mordend und kämpfend. Kann ein normaler menschlicher Geist so etwas aushalten, ohne zu zerbrechen?



Zusammenfassend kann man vielleicht sagen, dass Elyssandrias Entwicklung als Untote die folgenden Phasen durchmacht: Verleugnung - Verzweiflung - Akzeptanz.   

Leider kann ich mich in diesem Artikel nicht jedem Protagonist von jedem Teil widmen, möchte aber noch einige Sätze zu Christian verlieren: 

Er ist eindeutig der schwächere Charakter des Liebespaares wider Willen - und, wie wir im Verlauf der Handlung feststellen, im Gegensatz zu Elyssa nie ein normaler Mensch gewesen. Er hat ein wilderes und ungestümeres Naturell, was sicherlich daran liegt, dass er von Geburt an Wolfsblut in sich trägt. 

In der Beziehung zu Elyssa ist er besitzergreifend, eifersüchtig und klammernd. Als Wolf unbeherrscht, gierig und rasend, ein Schlächter, der gewissenlos mehr Opfer hinterlässt, als er zum Überleben braucht. Er kommt mit seinem Dasein als Unsterblicher nicht klar und daran, sowie der Tatsache, dass Elyssa ihn letztendlich verlässt, zerbricht sein Verstand vollständig.

Er hat zwar immer wieder klare Phasen, aber immer, wenn er und Elyssa wieder aufeinandertreffen, wechselt er die Stimmungen und Absichten wie andere ihre Kleidung. Elyssandria ist und bleibt sein Lebensinhalt. Für ihn wäre es eine Gnade, zu sterben - doch er schafft es nicht, seinem Leben ein Ende zu setzen, solange für ihn noch ein Funken Hoffnung besteht, das Elyssandria zu ihm zurückkehrt und bei ihm bleibt. 

Er hasst Sie auch für das, was sie ihm angetan hat, doch es bleibt eine Hassliebe, der sich beide niemals ganz entziehen können.


So, soviel zu den beiden interessantesten Protagonisten, wobei auch Stefanus, Eric und Alfio sehr interessant sind - aber wir wollen ja nicht alles verraten und das Ende soll auch für die, die es bislang noch nicht gelesen haben, noch spannend bleiben :-)

Zum Abschluss gibt es natürlich wieder die Möglichkeit, an unserer Blogtour - Verlosung teilzunehmen:

Um an der Verlosung der 3 Gewinne (1 x die Trilogie als E-Book + exklusiver Papierverzierer Adventskalender, 1 x die Trilogie als E-Book, 1 x Band eins als E-Book) teilzunehmen, beantwortet einfach in den Kommentaren die heutige Frage bis spätestens 24.10.2016:

Wenn ihr eine Möglichkeit hättet, sehr langsam zu altern und vielleicht 200 Jahre alt zu werden - würdet ihr sie nutzen oder hättet ihr eher Angst davor?


Alle Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel findet ihr in unserem  Auftaktartikel zur Blogtour!



Und hier kommt nochmal das komplette Tourprogramm: 


14.11.2016: Auftakt - auf allen Blogs
15.11.2016: Rezension zu Maleficus (Band1) - auf allen Blogs
16.11.2016: Rezension zu Mortalitas (Band2) - auf allen Blogs
17.11.2016: Rezension zu Munditia (Band3) - auf allen Blogs

18.11.2016: Artikel "Vampire im Vergleich" - Fight.Dream.Love.Hope
19.11.2016: Artikel "Vorstellung der Reihe" - Mohini & Grey's Bookdreams
20.11.2016: Autoreninterview - Der Duft von Büchern und Kaffee
21.11.2016: Die Schauplätze - Bookdreams4everyone
22.11.2016: Die Welt der Bücher - Sandys Traumwelt
23.11.2016: Die Kreaturen - Carlosia reads books
24.11.2016: Entwicklung der Protagonisten - hier :-)
25.11.2016: Wie geht es weiter? - Nenaties Bücherwelt

26.11.2016: Gewinnspielauslosung und Gewinnerbekanntgabe - auf allen Blogs




 Viel Glück!

Donnerstag, 17. November 2016

Rezension: "Munditia" von Melanie Vogltanz (Schwarzes Blut Band 3)

Titel: Munditia
Autor: Melanie Vogltanz
Verlag und Infos: Papierverzierer Verlag
TB, 412 Seiten
Preis: 14,95 €
Genre: Fantasy/Mystery/Horror/Vampire
Reihe: Ja, Schwarzes Blut Band 3



Munditia - Melanie Vogltanz (Schwarzes Blut Teil 3)

                                               (Teilnahme am Gewinnspiel zur Blogtour siehe unten)

Inhalt

Im dritten Teil der Geschichte um die unsterbliche Elyssandria finden wir uns im Florenz des 16. Jahrhunderts wieder.

Weiterhin versucht Elyssa, die Unsterblichen vor dem schrecklichen Schicksal zu bewahren, dass der Adlige Cosimo von Medici für sie erdacht hat:
Das von Eric erfundene Mittel gegen die Unsterblichkeit ist in den Händen von Cosimo und der Genuita. Mit Hilfe einer teuflischen Maschine wollen diese allen Unsterblichen damit den Garaus machen.

Die Aufgabe von Elyssandria und ihren Freunden ist es, die Maschine und die Tinktur unschädlich zu machen, um dann, so hoffen sie, endlich ihr langes Leben in Frieden fortführen zu können.

Elyssandria scheint endlich einen Silberstreif am Horizont zu sehen: Sie hat die junge Esta, ein lebenslustiges Mädchen, bei sich aufgenommen, die ihr Leben bereichert, und dann tritt noch der geheimnisvolle Wolfsmensch Alfio in ihr Leben, der mit ihr anbändelt.

Doch wie immer hat sie die Heimtücke ihrer Feinde - und des Schicksals - unterschätzt. 


Beurteilung 

Mit diesem abschließenden Band ist Melanie Vogltanz ein furioses Finale gelungen.

Allerdings muss ich gleich zu Anfang sagen, dass mich das Ende nicht wirklich von einem absoluten Ende überzeugt hat und ich die leise Hoffnung hege - aufgrund meiner bisherigen Leseerfahrungen in dieser Reihe - dass das Ende nicht das ist, was es zu sein scheint.

Mehr sei hier nicht verraten! 

Das "Schwarzes Blut" wirklich sehr gut geschrieben ist und sich flüssig und spannend lesen lässt, habe ich in den Rezensionen zu den vorherigen Bänden schon genannt, und auch das Elyssa und ihre Wegbegleiter durchweg toll entwickelt und beschrieben sind und man sie wunderbar lieben (oder hassen) kann.

Wir erfahren auch hier noch mehr über die Lücke aus Elyssandrias Vergangenheit zwischen Band 1 und 2, und der Kreislauf wird geschlossen - auch dazu möchte ich nicht mehr verraten. Dieser dritte Band zeigt, dass der komplette Plot von Anfang an gut durchdacht und geplant wurde und nicht zwischendurch einfach zum weiterschreiben weitergeschrieben wurde!

Kleine (ganz kleine) Kritik an der Reihe: Elyssa wird wirklich sehr oft bewusstlos geschlagen wird während ihrer Kämpfe und sich dann irgendwo anders wieder findet - das scheint das bevorzugte Stilmittel der Autorin für einen Handlungssprung / Ortswechsel über alle drei Romane weg zu sein:-) Das passiert wirklich auffällig oft und fängt irgendwann während Band 2 ein bisschen an zu nerven. 

Das ist aber auch das allereinzigste an Kritik, das ich anbringen kann. 

Die relativ am Schluss kommende Offenbarung habe ich für meinen Teil ja ein bisschen vorausgeahnt, obwohl sie sehr gekonnt verschleiert wurde. 

Insgesamt aber ein ganz toller Abschluss, auch in diesem Band wird es nicht langweilig und schafft es, zum Ende hin alle Geschehnisse und vergangenen Schicksale nochmals miteinander zu verbinden und auf einen Nenner zu bringen.

Ich kann die Reihe nur weiterempfehlen, von mir gibt es die volle Punktzahl von 5 Rezisternchen. 

Und natürlich nicht vergessen:

Diese Rezension gehört auch zu unserer Blogtour zur Reihe "Schwarzes Blut", bei der es auch tolle Gewinne gibt! 





Um an der Verlosung der 3 Gewinne (1 x die Trilogie als E-Book + exklusiver Papierverzierer Adventskalender, 1 x die Trilogie als E-Book, 1 x Band eins als E-Book) teilzunehmen, beantwortet einfach in den Kommentaren die heutige Frage bis spätestens 24.10.2016:

Wenn ihr in der Vergangenheit leben könntet - welche Zeit würdet ihr Euch aussuchen und warum?


Alle Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel findet ihr in unserem  Auftaktartikel zur Blogtour!


Und hier kommt nochmal das komplette Tourprogramm: 


14.11.2016: Auftakt - auf allen Blogs
15.11.2016: Rezension zu Maleficus (Band1) - auf allen Blogs
16.11.2016: Rezension zu Mortalitas (Band2) - auf allen Blogs
17.11.2016: Rezension zu Munditia (Band3) - auf allen Blogs

18.11.2016: Artikel "Vampire im Vergleich" - Fight.Dream.Love.Hope
19.11.2016: Artikel "Vorstellung der Reihe" - Mohini & Grey's Bookdreams
20.11.2016: Autoreninterview - Der Duft von Büchern und Kaffee
21.11.2016: Die Schauplätze - Bookdreams4everyone
22.11.2016: Die Welt der Bücher - Sandys Traumwelt
23.11.2016: Die Kreaturen - Carlosia reads books
24.11.2016: Entwicklung der Protagonisten - hier :-)
25.11.2016: Wie geht es weiter? - Nenaties Bücherwelt

26.11.2016: Gewinnspielauslosung und Gewinnerbekanntgabe - auf allen Blogs




 Viel Glück!





Mittwoch, 16. November 2016

Rezension: "Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln" - Hrsg. Christian Handel (Anthologie)

Titel: Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln
Autor: Diverse - Hrsg. Christian Handel
Verlag und Infos: Drachenmond Verlag
TB, 405 Seiten
Preis: 14,90 €
Genre: Fairytale Fantasy
Reihe: Nein

Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln - Hrsg. Christian Handel

In dieser Anthologie finden wir 18 Kurzgeschichten verschiedener Autoren wieder, von denen uns viele wohlbekannt sein dürften:

Julia Adrian, Susanne Gerdom, kate Forsyth, Nina Blazon, Seanan McGuire, Nina Bellem, Mara Lang, T. Kingfisher, Tanja Kinkel, Diana Menschig, Christoph Marzi, Anna Milo, Fabienne Siegmund, Katrin Solberg, Christian Handel, Björn Springorum, Susan Wade und Juliet Marillier.

Die Geschichten hängen nicht zusammen, haben aber eine große Gemeinsamkeit: Sie adaptieren viele der Märchen, die uns durch unsere Kindheit begleitet haben und viele von uns auch jetzt noch begleichen: Bekannte Märchen wie Rumpelstilzchen, Dornröschen, Schneewittchen, Aschenputtel, die 7 Schwäne, Ali Baba und die 40 Räuber und die Baba Jaga begegnen uns, aber auch in unserem breitengraden unbekanntere Märchen werden verarbeitet.

Sehr spannend ist es, dass wir zwar das Märchen erkennen, es aber oft ganz anders ausgeht: In den Geschichten spinnen die Autoren ihre Ideen, wie es überhaupt zur Situation des Märchens kam oder wie es nach dem "Happy End" weitergeht - oder, was mir persönlich am besten gefallen hat, eine alternative Erzählung des Märchens. 

Alle 18 Geschichten zu rezensieren, wird hier vermutlich den Rahmen sprengen, deswegen möchte ich Euch an dieser Stelle meine Favoriten vorstellen, die mir am besten gefallen haben:

An erster Stelle wäre hier unerwartet aber tatsächlich die Geschichte der Baba Jaga zu nennen, die unter anderen in "das knöcherne Mütterlein" von Björn Springorum verarbeitet wurde und eine Schachtelerzählung ist. Da überlief mich wirklich eine Gänsehaut beim lesen und diese Geschichte hat meiner Meinung nach die stärkste atmosphärische Ausstrahung im ganzen Buch.

Ebenfalls hervorheben will ich "Knochenlicht" von Juliet Marillier - ausgerechnet die Kurzgeschichte, die eigentlich nicht ins Konzept passt, weil sie in der Gegenwart spielt und kein bekanntes Märchen verarbeitet - aber eine sehr traurige, dennoch durchaus reale Situation beleuchtet und es schafft, das ganze trotzdem mit gutem Zauber und Magie in einem tröstlich gerechten Licht zu beleuchten.

Die lustigste Märchenadaption ist mit Abstand "der Schuh der Dryade" - eine, sagen wir, etwas alternative Version von Aschenputtel, die uns zeigt, dass Aschenputtel eigentlich überhaupt keinen Bock auf ein Schloss und einen Prinzen hat und es auch andere Wege gibt, glücklich zu werden :-)

Am gespanntesten war ich auf die Geschichte von Christoph Marzi - einem meiner erklärten Lieblingsautoren, dessen Reihe um die uralte Metropole mich tief beeindruckt hat und von dem ich seitdem jedes von ihm erschienene Buch einfach verschlungen habe.

Er hat eine sehr freie Version von Rumpelstilzchen in "das Glück lebt still im tiefen Wald" erfunden, bei der ich ohne die Erwähnung des Namens selbst in der Geschichte vermutlich nicht auf das zugrunde liegende Märchen gekommen wäre, jedoch die Geschichte nichtsdestotrotz zu meinen Favoriten zählt.

So, dass wären dann mal nur die 4, die mich am meisten beeindruckt haben - aber alle 18 Geschichten sind toll, auch wenn ich ganz insgesamt das Fazit ziehen muss, dass leider nicht alle Erzählungen mich in ihren Bann ziehen konnten. Manchen - auch guten und bekannten - in diesem Buch vertretenen Autoren ist es leider nicht gelungen, in die paar zur Verfügung stehenden Seiten das entstehen zu lassen, was ihre Romane ausmacht. 

Trotzdem ist es das erste Mal, das ich ein Buch dieser Art in den Händen gehalten habe, und diese Sammlung von nachempfundenen Märchen in dieser Güte zusammenzustellen ist eine Leistung für sich. 

Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch die Gestaltung des Buches selbst: Zu jeder Geschichte gibt es eine kurze Einleitung des Herausgebers (der ja auch selbst mit einer Geschichte vertreten ist), in der uns auf etwa einer halben Seite die Herkunft, Werdegang und die bekanntesten Werke des nachfolgenden Autors vorgestellt werden, was ich sehr interessant und aufschlussreich fand.

Das Vorwort von Christian Handel sowie das Nachwort von der lieben Astrid vom Drachenmond Verlag sind es auf jeden Fall ebenfalls wert, gelesen zu werden.

Und das Buch an sich in der Hand zu halten macht ohnehin Spaß - das Cover ist wundervoll gestaltet und jede Seite ist mit einem wunderschönen Rahmen gedruckt. Darüber hinaus hat jede Geschichte eine andere "Insignie", die auf den jeweiligen Seiten oben abgedruckt ist. 

Ich lege Euch diese Anthologie ans Herz - ihr werdet hinterher einfach nur noch mehr wollen.

Volle Punktzahl für dieses märchenhafte Werk - 5 von 5 Rezisternchen.

Rezension: "Mortalitas" von Melanie Vogltanz (Schwarzes Blut Band 2)

Titel: Mortalitas
Autor: Melanie Vogltanz
Verlag und Infos: Papierverzierer Verlag
TB, 14,95 €
Reihe: Ja, Schwarzes Blut Band 2
Genre: Mystery/Horror/Vampire 

Mortalitas (Schwarzes Blut 2) - Melanie Vogltanz 

(Teilnahme am Gewinnspiel zur Blogtour siehe unten)

Inhalt: 

Elyssandria hat ihr Dasein als Strigoi akzeptiert, genießt es sogar. Sie hat die ersten 200 Jahre Ihres Lebens hinter sich und lebt nun in Prag als Gräfin auf einem Schloss. 

Elyssandria ist eine harte und grausame Strigoi geworden und zelebriert ihre Sucht nach Blut geradezu. Ihre Dienerschaft lebt in Angst und Schrecken vor ihr.

Ihre Vergangenheit hat sie hinter sich gelassen - denkt sie. Denn eines Tages steht Udine, die Hemykin und Tochter ihres ehemaligen Verbündeten Vergil, vor der Tür und will ihre Hilfe: 

Die Unsterblichen scheinen auszusterben, und Udine hat einen waghalsigen Plan: Sie will den ewigen Schöpfer der unsterblichen, das dämonische Wesen Mortus, dass nach dem finalen Kampf vor 200 Jahren verschwunden war, finden, und dazu bringen, dass schwarze Blut wieder aufleben zu lassen.

Elyssa schickt sie fort - doch sie merkt schnell, dass auch sie den Problemen der Unsterblichen nicht davonlaufen kann. Doch für Elyssa hat das Schicksal - oder besser gesagt eine ganz bestimmte Person aus ihrer Vergangenheit - ein ganz spezielles Übel vorbereitet....


Beurteilung 

Hach, dass ist doch das, an das wir denken, wenn wir "Vampir" hören: Alte Schlösser, dunkle Kerker, junge Mädchen deren Blut getrunken wird, wunderschöne und bösartige bleiche Vampire, die als Adlige ein Scheinleben fristen.

In Mortalitas finden wir Elyssa über 200 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Bandes wieder und finden im ersten Moment eine völlig veränderte Person (mehr dazu im Artikel "die Entwicklung der Protagonisten, der im Laufe der Blogtour noch folgt).

Doch die Autorin versteht es sehr gut, uns begleitend zu Elyssandrias neuem Leben immer wieder in passenden Momenten durch Träume und Flashbacks zu erzählen, was in den vergangenen 200 Jahren passiert ist, was aus Elyssas Begleiter Christian geworden ist und welche Schicksalsschläge Elyssa nach Prag getrieben haben.

Beim lesen habe ich teilweise den Atem angehalten, so spannend war es. In diesem Band wird auch das Geheimnis gelüftet, ob Vampire jemals wieder sterblich gemacht werden können und was dann mit ihnen passiert - eine faszinierende und überaus (wenn man das in diesem Zusammenhang sagen kann) realistische Szenerie, die die Autorin da entwirft. 

Mortalitas fand ich insgesamt noch atemberaubender und spannender als den ersten Band und wir finden auch den rasanten Erzählstil mit einer guten Prise pufftrockenen Humors aus dem ersten Band wieder, der mir dort schon so gut gefallen hat. 

Ich kann Euch sagen, es wird absolut nicht langweilig, und dieser Roman um die Unsterblichen ist völlig anders als die bekannten Geschichten Dracula, Twilight, Interview mit einem Vampir und was man sonst noch so kennt - Melanie Vogltanz versteht es, die Klischees um die Unsterblichen Bluttrinker immer wieder zu unterwandern, neu zu mischen oder mit historischen Fakten zu spicken, so dass hier wirklich eine faszinierende und neue Welt für uns entsteht. 

Wer jetzt noch nicht angefangen hat zu lesen, ist echt selber schuld! 

Auch hierfür gibt es die volle Punktzahl - 5 Rezisternchen für diese extrem gute Story.



Und auch heute am 3. Tag der Blogtour bekommt ihr natürlich wieder die Chance, ein Los für einen der Gewinne der Blogtour zu ergattern: 


Es gibt als 1. Preis alle 3 Bände als E-Book mit einem exklusiven Papierverzierer - Adventskalender in"Schwarzes Blut" Optik 

Als 2. Preis nochmals alle 3 Bände als E-Book und 

als 3. Preis Band 1 als E-Book. 


Die heutige Frage lautet: 

Für wen schlägt Euer Herz - Vampire oder Werwölfe? 

Beantwortet die Frage als Kommentar auf diesen Post, um Euer Los zu bekommen! 


Alle Informationen zur Tour und zum Gewinnspiel, sowie die Gewinne und Teilnahmebedingungen, findet ihr in unserem Auftaktpost zur Blogtour hier: Blogtour "Schwarzes Blut" mit Gewinnspiel - Auftakt 

Dienstag, 15. November 2016

Rezension: "Maleficus" von Melanie Vogltanz (Schwarzes Blut Band 1)

Titel: Maleficus
Autor: Melanie Vogltanz
Verlag und Infos: Papierverzierer Verlag
TB, 480 Seiten
Preis: 14,95 € 
Reihe: Ja, Schwarzes Blut Band 1 
Genre: Mystery/Horror/Vampire



Maleficus (Schwarzes Blut 1) - Melanie Vogltanz

(Teilnahme am Gewinnspiel zur Blogtour siehe unten)

Inhalt: 

Die junge Frau, die in einer Taverne arbeitet, Elyssandria (genannt Elyssa) ist ein toughes Mädchen.
Ihre Eltern sind früh gestorben und sie lebt bei ihrem Verwandten, dem die Taverne gehört.

Schon immer hat es aber Elyssa mehr zu Kampf und Schwert hingezogen - doch das sind Dinge, die in ihrer Zeit, im 14. Jahrhundert, in Wien für eine Frau absolut tabu sind. Dennoch trainiert ihr Cousin Philipp sie im Verborgenen im Schwertkampf.

Doch eines Tages kommt es zu einem schrecklichen Unglück: die Taverne wird überfallen, alle Menschen außer Elyssa und einem Gast werden auf bestialische Weise ermordert.

Auch Elyssa wird kurz vor der gelungenen Flucht verwundet und scheint dem Tode geweiht. Doch während sie schon dem Tod näher ist als dem Leben, wird sie auf wundersame Weise wieder erweckt - und stellt schnell fest, dass etwas nicht stimmt.

Sie wurde zur Strigoi vii gemacht - einer Unsterblichen, die sich vorwiegend von Menschenblut ernähren muss. 

Elyssa ist verzweifelt und muss nun erst einmal lernen, mit diesem Leben zurecht zu kommen. Sie schwört, an denen, die Schuld an dem Verbrechen an ihrer Familie und an ihrem Zustand sind, Rache zu nehmen - und nimmt mit ihrem neuen Bekannten Stephanus, dem Geistlichen, der das Massaker an der Taverne und ihrer Familie überlebt hat, die Verfolgung auf.


Beurteilung 

Wer unseren Blog schon eine Weile verfolgt, weiß, dass die Buchfeen eigentlich mit Vampiren & Co. nicht viel am Hut haben.

Da ich jedoch von der Autorin aufgrund ihrer Aurora-Novellen überzeugt war, habe ich der Reihe eine Chance gegeben - und muss mich dafür bedanken, dass mir die Teilnahme an dieser Blogtour angeboten wurde und ich dadurch in den Genuss kam.

Im Vordergrund steht hier nämlich nicht der Vampyrismus, dem ich immer noch nicht viel abgewinnen kann, sondern die wundervolle Protagonistin Elyssandria, die von der ersten Seite an so einnehmend beschrieben und charakterisiert ist, dass man sie nur mögen und bewundern kann.

Melanie Vogltanz hat einen tollen Schreibstil, von der ersten Seite an wollte ich das Buch nicht mehr beiseite legen. Von Anfang an war die Geschichte sehr spannend aufgebaut und immer wieder ist etwas neues passiert, das mich beim Lesen denken lies "nur noch diese Seite...nur noch dieses Kapitel...nur noch 10 Seiten..... " und irgendwie hatte ich die 3 Bücher, insgesamt ca. 1300 Seiten, in einer Woche weggelesen.

Bei Büchern ist es doch die Kür als Autor, es zu schaffen, eine nicht zu oberflächliche, aber auch nicht anstrengend komplexe Handlung zu erschaffen - genug Tiefe, um die Geschichte ausbauen zu können, ohne eine zu große Detailverliebtheit, dennoch eine zügig voranschreitende Handlung, die es nicht langweilig werden lässt, und Protagonisten, mit denen man lachen, weinen und über die man mit den Augen rollen kann - und genau so geht es mir mit der Strigoi Elyssandria, dem Hemykin Christian und dem frommen Stephanus, sowie allen anderen Menschen, die Elyssandrias Weg kreuzen oder auch begleiten.

Auch der Galgenhumor kommt nicht zu kurz - die oft bissig-ironischen Dialoge der handelnden Figuren geben der Reihe noch die Prise Humor, damit das ganze nicht zu düster wird.

Also, auch an alle Nicht-Vampir Fans: Es ist schlicht und einfach gut und muss gelesen werden! 

Es gibt von mir - trotz Vampire - volle 5 Rezisternchen.

Und hier kommt die neue Frage zur Teilnahme am Blogtourgewinnspiel:

In welcher Stadt würdet ihr als Unsterbliche am liebsten leben wollen und warum?




Setzt Eure Antwort einfach als Kommentar zu diesem Beitrag!

 

Alle Informationen zur Tour und zum Gewinnspiel, sowie die Gewinne und Teilnahmebedingungen, findet ihr in unserem Auftaktpost zur Blogtour hier: Blogtour "Schwarzes Blut" mit Gewinnspiel - Auftakt