Mittwoch, 3. Oktober 2018

Rezension: "Norra Latin" von Sara B. Elfgren

Titel: Norra Latin - Die Schule der Träume
Autor: Sara B. Elfgren
Verlag und Info: Arctis Verlag
HC, 640 Seiten
Preis: 18,50 €
VÖ: August 2018
Genre: Urban Fantasy
Reihe: Nein

Norra Latin - Die Schule der Träume  -  Sara B. Elfgren


Inhalt 

Eine höhere, altehrwürdige Theaterschule in Stockholm. Der Traum vieler junger Mädchen und Jungen, die Theaterkarriere machen wollen. 
So auch von Tamar und Clea, deren Herkunft unterschiedlicher nicht sein könnte: Clea, der als Tochter einer bekannten Schauspielerin alle Türen offen stehen, Tamar aus einer "ganz normalen" Familie, die sich alles hart erarbeiten muss. 

Beide kommen auf Norra Latin auf Ihre Art mit einem alten und dunklen Geheimnis der Schule in Berührung - ein früherer Schüler ist nach dem mysteriösen Tod eines Lehrers an der Schule spurlos verschwunden und bis heute nicht mehr aufgetaucht. 


Doch damit nicht genug, hat Clea auch noch mehr genug mit Ihrer Beziehung zu Tim zu kämpfen, der ebenfalls an der Norra Latin lernt, aber sein Leben einfach nicht in den Griff zu bekommen scheint, während Tamar trotz aller Bemühungen einfach keinen Zugang zu Ihren Mitschülerinnen bekommt und an ihrem Außenseiterum langsam verzweifelt. 

Werden sie es trotz allem schaffen an Norra Latin zu bestehen?


Beurteilung 

Der Titel des Buchs hat mich sehr angesprochen. Es klang düster, magisch und faszinierend, gleichzeitig hat das Buch irgendwie eine strenge Ausstrahlung. 

Während des Lesens stellten sich allerdings bei mir sehr gemischte Gefühle ein. Zum Gesamtaufbau: Man wartet die ganze Zeit, wann endlich was richtiges passiert, wann der große Knall kommt - und man wartet, und wartet...und es passiert einfach nicht wirklich was. Kurz gesagt, ist Norra Latin extrem langezogen und die Geschichte entwickelt sich nur sehr, sehr langsam. 
Es ist schwierig auszudrücken, genau dadurch kommt vermutlich die gewünschte Stimmung rüber, alles ist irgendwie erhaben, gemächlich, langsam, altehrwürdig und ein bisschen deprimierend und so gar nicht passend zu den jungen, eigentlich sehr lebendigen Schülern, die auf eine glanzvolle Zukunft hoffen. Insgesamt ist der Schreibstil also wohl stimmig zur Geschichte, aber für den Leser zieht es sich einfach wie Kaugummi.

Trotzdem hat das Buch mich irgendwie festgehalten und ich hatte es relativ schnell durch, weil mir die Geschichte trotzdem gut gefallen hat. 

Sehr polarisierend wirken die Protagonisten: Tamar, Clea und auch Tim, sowie viele der Nebencharakter. Alle drei sind Extreme, die in bestimmte Klischees 100% reinpassen: Tamar, die negativ denkende Außenseiterin aus eher armer Familie, Clea, der durch ihre Familie eigentlich alle Türen offen stehen, allseits beliebt und einen von Fans umringten Freund hat, der sie aber absolut Scheiße behandelt, Tim, der begehrte Jüngling, der aber sein Leben einfach nicht in den Griff bekommt und lieber feiert als lernt. 

Teilweise hätten ich jeden von den dreien aus den Seiten ziehen und Schütteln können vor lauter Ärger über ihr dämliches Verhalten, andererseits, wer verhält sich im Leben schon immer vernünftig - über andere urteilen ist immer einfacher, wenn man nicht selbst in deren Haut steckt. Und so fällt es mir schwer, wie andere Rezensenten die Protas zu lieben oder zu hassen, eher respektiere ich sie als die Menschen, die sie eben sind bzw. die der Autor darstellen wollte. 

Aber zurück zum Buch - Also die Entwicklung der Protagonisten hat mir gut gefallen, der eigentliche Hintergrund der Geschichte über die geheimnisvollen und magischen Vorkomnisse auf Norra Latin und deren Ergründung wirkten für mich aber eher wie etwas erzwungen in die Geschichte eingeflochten. Das ganze wäre als ganz normales Jugendbuch über das Leben und die Liebe wahrscheinlich besser geworden. 

Deswegen bekommt Norra Latin von mir 3 von 5 Rezisternchen. Mit 200 Seiten weniger wären es 4 Sterne geworden.

1 Kommentar:

  1. Huhu :D

    Ich war ja auch bei der Leserunde dabei, schade, dass wir echt alle enttäuscht wurde. Aber ich finde es echt immer krass, wie ein Buch so gestreckt wird und Lektor/Übersetzer und Verlag das nicht einmal merken. Ich fand es irgendwie so nichtssagend, die Handlung lässt sich echt kurz zusammenfassen! ;/

    Liebe Grüße
    Jessi

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