Dienstag, 28. März 2017

Blogtour: "Creature - Gefahr aus der Tiefe" - Heute: Der Planet Cretacea


Herzlich Willkommen zur Blogtour zu "Creature - Gefahr aus der Tiefe"! 

Die Tourdaten: 


27.03.2017: Buchvorstellung ( www.katis-buecherwelt.blogspot.de)
28.03.2017: Der Planet Cretacea (hier :-))
29.03.2017: Freundschaft und Vertrauen (www.kathleens-buecherwelt.de)
30.03.2017: Buchfiguren ( www.schlunzenbuecher.de)
31.03.2017: An Bord der Pequod ( www.booksonfire.de)

03.04.2017: Gewinnerbekanntgabe Gewinnspiel

 
Mehr Infos zum Buch: Ravensburger Buchverlag 
Autor: Morton Rhue Infos auf Wikipedia



 Der Planet Cretacea

Wieso Cretacea?

Auf der Erde ist das Leben unter freiem Himmel unmöglich geworden. Die verbliebenen Menschen leben unter dauerndem Sauerstoffmangel unter Kuppeln, unter schlechten Bedingungen.

Andere Planeten sind der einzige Ausweg, um noch Arbeit zu finden und Geld zu verdienen, um so vielleicht einen Ausweg zu finden und sich die Flucht von der Erde zu erkaufen.

Cretacea ist ein Planet, auf dem es noch genug Wasser und Sauerstoff gibt. Durch die Arbeit dort, so weiß Protagonist Ismael, kann er auf einem Schiff durch Fischfang oder andere Arbeiten Geld verdienen und seiner Familie schicken.
Und so macht er sich auf ins Ungewisse, obwohl er nichts über Cretacea weiß.

Cretacea scheint zu sein, wie die Erde früher war: Ein Planet, auf dem das Leben noch ohne Einschränkungen möglich ist. Es gibt endlose Meere und eine strahlende Sonne. Das ist auch nach seiner Ankunft lange Zeit das einzige, das Ismael sieht, da er sich auf einem Schiff auf dem Meer befindet und weit und breit kein Land sieht. 

Einer seiner Kameraden erzählt bei jeder Sichtung von etwas Neuem, das es das früher auf der Erde auch gegeben hat: Grüne Pflanzen, Meere, Salzwasser, die verschiedenen Fische und Raubfische, die Ismael von Weitem und Nahem sieht. 

Das erste Raubtier, dem wir auf Cretacea begegnen, ist der Terrafin: Ein Ungetüm, das irgendwo zwischen Hai und Wal angesiedelt ist, ein tödliches Raubtier, das bei fast jedem Fang Menschen mit in den Tod zieht. Er ist der uneingeschränkte Herrscher der Meere. Terrafins sind nach der Geburt recht klein, doch sie können zu riesigen und extrem starken Monstern werden.

Vor dem Festland wird Ismael mehr als einmal gewarnt. Und dies nicht unbegründet, wie er schnell merkt: Auf dem Festland gibt es viele gefährliche Tiere: Große Raubvögel, die in großen Höhen leben und selbst vor dem Raub und der Verschleppung von Kindern nicht Halt machen, wie er erfahren muss, die sogenannten Flieger. Vergleichbar sind diese Vögel mit unseren Greifen. Außerdem leben in Flußnähe seltsame höckrige Tiere, deren Beschreibung zu Folge es sich um etwas wie Krokodile handeln muss. 

Ismael betritt während seiner Reise auch Festland: Er landet er auf einer Insel, auf der eine Gruppe Menschen recht urtümlich, aber autark und glücklich lebt. Sie sind sehr geschickte Handwerker und haben sich ein Dorf aus dem, was die Natur hergibt, errichtet. Sie ernähren sich von den Fischen, die sie fangen, und von den Früchten der Bäume, und irgendwoher beziehen sie eine grüne Flüssigkeit, die in verschiedenen Rezepturen als Wundermedizin für alles genutzt werden kann, von Kopfschmerzen bis Knochenbrüchen. Die Herkunft bleibt vorerst ein Geheimnis.

Wie die Menschen ausgerechnet nach Cretacea gekommen sind und wie sie diesen Planeten gefunden haben, soll hier nicht verraten werden, das sollt Ihr selbst beim Lesen herausfinden.

Ein Besuch auf diesem wunderschönen, aber auch gefährlichen Planet lohnt sich auf jeden Fall! 


Unsere Meinung zum Buch findet Ihr in unserer Rezension.




 Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: 

  
Gewinnt 1 von 5 Printexemplaren von "Creature-Gefahr aus der Tiefe"! 

 Wer gewinnen will, beantwortet uns bis einschließlich 02.04.2017 folgende Frage in den Kommentaren:

Was würdet Ihr tun, wenn Euch ein Job auf einem anderen Planeten angeboten werden würde, um Eure Familie zu retten - mit dem Risiko, dass es kein Zurück für Euch gibt?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Viel Glück!






Montag, 27. März 2017

Rezension: "Die Erwählten von Aranea Hall" - Susanne Gerdom

Titel: Die Erwählten von Aranea Hall
Autor: Susanne Gerdom
Verlag und Info: Ueberreuter Verlag
HC, 375 Seiten
Preis: 16,95 €
Genre: Jugendbuch/Urban Fantasy
Reihe: unbekannt

Die Erwählten von Aranea Hall - Susanne Gerdom


Inhalt:

Die junge Liv kommt auf ein Internat, dass auf einer einsamen Insel mitten im Nirgendwo liegt. Sie hat überhaupt keine Lust darauf und fühlt sich von Ihren Eltern abgeschoben.

Dort angekommen, fällt es ihr schwer, Freundschaften zu schließen, da sie allein durch ihre bunt gefärbten Haare anders wirkt als die anderen.

Recht schnell findet Liv jedoch heraus, dass nicht alles auf Aranea Hall ist, wie es scheint: Sie haben sehr merkwürdige Unterrichtsfächer, geheimnisvolle Areale, die nicht für alle zugänglich sind, befinden sich im Gebäude, seltsame Rätsel über alte Ordensfehden werden den Schülern aufgegeben, eine Doppelgängerin von Liv ist die unangefochtene Zickenkönigin auf Aranea Hall, und dann noch der merkwürdige Schulleiter, genannt Professor X, dem sie einige Gedächtnislücken verdankt.

Doch es gibt auch Dinge auf Aranea Hall, die Liv faszinieren: Die große Bibliothek und nicht zuletzt die zwei sehr gut aussehenden Mitschüler Jayce und Malik, die beide um ihre Aufmerksamkeit buhlen. 

Gerade als Liv beginnt sich einzuleben und doch alles nicht so schrecklich zu finden, tauchen schon wieder neue Geheimnisse auf, und aus Spaß wird Ernst...


Beurteilung

Ich LIEBE solche Geschichten :-) Aranea Hall ist ein astreines All-Age-Jugendbuch, an dem jeder Leser seinen Spaß haben wird.

Liv mochte ich total gerne, obwohl sie natürlich das absolute Klischee bedient mit ihrer Anti-Einstellung (alles doof, alle hassen mich etc.). Aber wer solche Bücher liest, braucht das ja wie die Luft zum atmen :-)

Der Schauplatz in einer alten Burg/Schloss auf der Insel mitten im Meer liefert natürlich die passende Atmosphäre zu einer Geschichte, die weit in die Vergangenheit reicht, aber doch auch Science-Fiction-Elemente bietet und ein bisschen Fantasy à la X-Men noch dazu.

Neugierig geworden? Zu Recht! Die Kombination aus alt und neu ist der Autorin super gelungen, und ich ganz persönlich finde die hier beschriebenen zum Teil sehr alternativen Unterrichtsfächer ziemlich spannend - und warum das nicht tatsächlich mal probieren? Ich würde (wenn ich noch im passenden Alter wäre) unglaublich gerne auf eine solche Schule gehen (auch wenn ich auf die Hintergründe, die später im Buch zutage treten, natürlich verzichten könnte^^).

Also, Aranea Hall ist toll geschrieben, die Charaktere (Protas sowie Antas) bietem glaube ich jeden Leser jemandem, mit dem er sympathisieren oder auch sein Feindbild projizieren kann.

Sehr viele verschiedene Aspekte aus unterschiedlichen Genres spielen hier mit rein, so dass ich auch Schwierigkeiten habe, dem Buch überhaupt ein richtiges Genre zuzuordnen, aber das macht es ja auch so toll, das man es irgendwie nicht komplett in eine Schublade stecken kann.

Die Handlung schreitet zügig voran und es bleibt bis fast zum Schluss eine Überraschung, was eigentlich wirklich los ist. Die Handlung ist mehr oder weniger abgeschlossen, dennoch bleibt das Ende offen, so dass es eine Fortsetzung geben könnte. 

Ich kann das Buch nur empfehlen, war ein absolutes Lesevergnügen und bekommt daher von mir auch 5 von 5 Rezisternchen.

Rezension: "Dunkle Tage - Blackout" von Alex T. Watney

Titel: Blackout - Dunkle Tage
Autor: Alex T. Watney
Verlag und Infos: SP, Mehr Infos zum Autor
TB, 107 Seiten
Preis: 5,99 €
Genre: Dystopie/Novelle
Reihe: nein

Blackout - Dunkle Tage - Alex T. Watney


Inhalt

Zoey lebt mit Ihren Eltern in Lancaster. Sie hat ein gutes Leben, doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles: Während eines Einkaufsbummels mit Ihrer Mutter fängt im Einkaufszentrum an, die Elektrik verrückt zu spielen.

Zufällig sehen Sie im Fernsehen eine offizielle Ankündigung, das für einen unbekannten Zeitraum die komplette Stromversorgung ausgeschaltet wird. 

Zuerst nehmen sie es gelassen, denn die Familie ist vorbereitet. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse - Zoey wird unversehens in eine mörderische politische Intrige aus höchsten Kreisen hineingezogen. Auf einmal geht es um Leben und Tod für Ihre Familie und die Liebe ihres Lebens und sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann.


Beurteilung 

Also, ich war sehr gespannt auf das Buch, da es dystopisch klang und ich solche Themen sehr gerne lese. Ich habe mich aufgrund von Titel und Klappentext um das Buch beworben und nicht weiter auf die Details geachtet.

Daher war ich zunächst etwas überrascht, als das Buch sich als Kurzgeschichte mit gerade etwas mehr als 100 Seiten erwies, aber das muss ja kein Nachteil sein, also fing ich gespannt an zu lesen.

Die Geschichte fing sehr gut und spannend an, ich hab sofort Zugang gefunden und konnte mich hervorragend in die beschriebenen Szenarien hineinversetzen. Die Grundidee des geplanten und angekündigten Ausfalls der Stromversorgung finde ich auch sehr interessant. Wie werden sich die Menschen verhalten? Da zeigt sich, wie selbstverständlich man diese Dinge nimmt und wie man auf einmal dastehen kann, wenn elementare Dinge wie Strom auf einmal nicht mehr da sind - wir sind einfach total abhängig.

Ich muss aber auch kritisieren: Es ist klar, in Kurzgeschichten wird die Handlung etwas gerafft und muss zügig voranschreiten, um trotzdem eine vollständige Geschichte hinzubekommen.

Aber in diesem Fall fand ich es doch etwas abstrus, dass jemand, den Zoey noch nicht einmal 24 Stunden richtig kennt, auf einmal die unsterbliche Liebe sein soll. Auch die Hintergrundgeschichte, dass zwei benachbarte Familien auf einmal alle in irgendwelche geheimen politischen Machenschaften verstrickt sind, fand ich ziemlich Hollywood-Blockbuster-mäßig. 

Insgesamt war mir hier der Zeitraffer einfach zu stark ausgeprägt, 50 Seiten mehr hätten dieser Geschichte doch sehr gut getan.

Also um zum Fazit zu kommen: Supergute Idee, aber zu viele Details zu sehr zusammengerafft, daher konnte ich vor allem zum Ende hin eher nur noch den Kopf schütteln.

In diesem Fall gibt es leider von mir nur 3 von 5 Sternchen.


Rezension [Schwarzer Sturm von Ivo Pala]



Titel: Schwarzer Sturm
Autor: Ivo Pala
Verlag: Knaur
Seiten: 400
Preis: Broschiert € 14,99 / EBook € 12,99



Worum geht´s:


Es herrscht immer noch ewige Nacht, der Weltendonner hat hat Dunkelheit in die Welt gebracht. Die Felder sind leer, Menschen verhungern, die Brutalität steigt.

Einzig und alleine die Entdeckung eines anderen Kontinenten verspricht Hoffnung. Doch die Königin Rielle hat schon böse Pläne für Kutera...



Meine Meinung!



Was ich gleich mal sagen muss, selbst wenn ich den ersten Band der Dark World Saga viel früher gelesen hätte, wäre ich super in den zweiten Band gekommen. 

Großes Lob an Herrn Pala das läuft ja wie Wasser. 

Dies finde ich ist oft nicht so, deswegen finde ich sollte man dieses auf alle Fälle erwähnen.

Wir finden in Schwarzer Sturm viel mehr über den Mönch Ash der immer noch dem Ruf Gottes folgt. Mir gefällt er in diesem Band wirklich viel besser. 
Man kann sich doch mehr in seine Situation denken.

 Danke dafür!


Die Wandlung von Lizia gefällt mir auch richtig gut, erst wollte sie sich das Leben nehmen und auch wenn sie nicht weiß wohin es mit ihr geht ist sie so eine starke Frau. 

Sie ist und bleibt mein absoluter Liebling.


Wen ich ganz furchtbar finde und sie passt so perfekt in ihre Rolle ist Rielle. Wie bitterböse und brutal kann jemand nur sein?! 

Perfekt, perfekt, so klasse ausgearbeitet.


Ich bin ja eigentlich mehr der Fan von alles ist schön, bunte rosa Glitzer Kitschwelt, das finden wir hier so gar nicht. 
Herr Pala hat was Gewalt und Brutalität angeht in dem zweiten Teil nochmal gesteigert.

Ich finde dies nicht negativ, im Gegenteil zu der kompletten Situation um die es sich handelt passt dieses perfekt. 


Ich glaube ich schreibe zu oft perfekt, aber genau dieses Wort trifft hier wirklich zu!


Der Schreibstil gefällt mir, es reist einem sofort in den Bann der Geschichte.
 Der Autor weiß wie man mit Wörtern umgeht.


Das Buch "Schwarzer Sturm" von Ivo Pala bekommt 5 von 5 Sternen!!

Rezension [Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz]







Titel: des Teufels Gebetbuch
Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur
Seiten:  672
Preis: Broschiert € 16,99 / EBook € 14,99




Worum gehts?


Tadeus Bloch, ein ehemaliger Spieler, Alkoholiker und Drogensüchtiger will es allen beweisen...er ist clean!
Um seine jedoch recht hohen Schulden zu tilgen arbeitet er, wie soll es anders sein, in einem Casino in Baden Baden, er will es den anderen beweisen. Beweisen das er stark ist und das er seiner Sucht widerstehen kann. Doch es kommt anders als geplant, denn ein mysteriöses Kartenspiel kommt ihm in die Quere.



Meine Meinung!


Markus Heinz, bis jetzt habe ich alle Bücher von ihm geliebt, sein doch sehr besonderer und ausführlicher Schreibstil hat es mir einfach angetan. 
Für manche vielleicht schwer zu verstehen, die einen mögen es langweilig oder Kaugummiartig finden, aber ich mag diese Art besonders gerne.


Jetzt mal zum Inhalt...
Die Charaktere wurden wunderbar ausgearbeitet, nicht nur die "Hauptdarsteller" nein...man kann sich alles und jeden richtig gut vorstellen. 

Das Böse, naja für mich hat er das Böse dargestellt oder eher als Bote des Bösen.



Die Karten lass doch jeden etwas seltsam wirken, bzw sie haben eine seltsame Einwirkung auf die Charaktere.


Was mir auch gut gefallen hat, wir erfahren etwas über die Herstellung der Karten aus früheren Zeiten, diese Zeitsprünge fand ich sehr interessant. 
Die Herstellung war früher doch ein emenzer Aufwand. 

Der Titel "Des Teufels Gebetsbuch" war wohl früher ein Ausdruck für Kartenspiele. 

Denn das Spielen hat doch manche Menschen das Haus gekostet.
Mehr dazu kann man auch ab Seite 631 erfahren. 


Das Cover passt perfekt zum Buch, es ist dunkel, es ist blutig und es fühlt sich gut an (ja, ich bin ein Cover tätschler).

Es fällt mir diesmal echt schwer eine Rezi zu schreiben, meistens läuft es einfach so dahin. Aber bei diesem Buch...ich will einfach nicht zuviel Preis geben. Das Buch muss einfach gelesen werden.
 Es ist so Umfangreich und genau das macht dieses Buch auch aus!


Es gibt für dieses Buch 5 von 5 Sternen

Montag, 20. März 2017

Rezension: "Caraval" von Stephanie Garber

Titel: Caraval
Autor: Stephanie Garber
Verlag und Info: Piper Verlag
TB, 396 Seiten
Preis:14,99 €
Reihe: unbekannt 
Genre: Fantasy 


Caraval - Es ist nur ein Spiel.... - Stephanie Garber


Inhalt

Die Schwestern Scarlett und Donatella gehören zur gehobenen Gesellschaft, leiden jedoch unter ihrem grausamen Vater, seit ihre Mutter vor Jahren einfach verschwunden ist.

Sie träumen davon, ihr Gefängnis zu verlassen und ein freies Leben zu führen. Doch die ältere Scarlett fügt sich langsam in ihr Schicksal und hofft, dass ihr Verlobter, ein Graf, der sie nicht kennt, aus dem Schlimmsten rausholen wird und sie auch ihre Schwester dem Zugriff ihres Vaters entwinden kann.

Seit Jahren versucht Scarlett, zur Freude Ihrer Schwester den magischen "Zirkus" Caraval unter der Führung von Mater Legend dazu zu bringen, in Ihrer Nähe ein Gastspiel zu geben, doch jahrelang bleiben ihre Briefe unbeantwortet - bis sie kurz vor Ihrer Hochzeit einen mysteriösen Brief erhält...

Trotz aller Widrigkeiten gelangen Scarlett und Tella zu einer Vorstellung von Caraval - doch es verläuft ganz anders als erwartet und aus glitzerndem magischen Spiel scheint grausame und tödliche Wirklichkeit zu werden.

Realität und Fantasie verschmelzen für Scarlett zu einem Alptraum, aus dem es kein Erwachen mehr zu geben scheint...


Beurteilung 

Monatelang warte ich nun schon auf dieses Buch und durfte es nun sogar vorablesen. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind, denn schon der Titel, Cover und Klappentext haben mich vom ersten Moment an total angefixt. Ich habe so gehofft, nicht enttäuscht zu werden - und Caraval hat mich zum Glück gleich von Anfang an wie erwünscht in seinen Zauberbann gezogen.

Was dieses Buch so faszinierend macht, kann ich gar nicht genau sagen - vermutlich ist es die Mischung aus einem "normalen" Fantasyszenario mit der Magie eines fantastischen Schauspiels, das einen Charakter irgendwo zwischen Zirkus und Illusionskunst hat. 

Scarlett und Donatella, die beiden Schwestern, hat man vom ersten Moment an gern, wobei es vermutlich je nach Naturell des Lesers welche geben wird, die in Team Scarlett spielen, und welche, die eher auf Donatellas Seite stehen, da die Schwestern doch sehr unterschiedliche Naturelle haben.
Abgesehen davon, dass man dem Schreibstil von Stephanie Garber gerne und einfach folgen kann, da die Handlung zügig voranschreitet und die Gratwanderung schafft, weder zu komplex noch zu "einfach gestrickt" zu sein, erschafft die Autorin mit ihren Beschreibungen ein Kopfkino, das bei mir wirklich sehr realisitischt vor Augen aufstieg beim Lesen.

Die beschriebenen Szenarien und Bilder habe ich direkt vor mir gesehen, und ich glaube wenn das mal verfilmt werden sollte, wäre Tim Burton als Regisseur eine gute Wahl, denn auch wenn die Geschichten total unterschiedlich sind, hatte das ganze für mich so einen Touch von Alice im Wunderland bzw. Alice hinter den Spiegeln - und das ist absolut positiv gemeint! 

Die Idee der Autorin ist auf jeden Fall, zumindest für mich, so noch nicht dagewesen und daher um so mehr zu honorieren, dass sich die Geschichte an keinem Punkt verzettelt, obwohl der Plot durchaus die Möglichkeiten dazu geboten hätte. 

Das schöne ist, dass auch dieser Roman ein Ende bietet, der durchaus auf eine Fortsetzung hoffen lässt, da kann man nur die Daumen drücken! 

Ich hoffe, ich konnte Euch mit meiner Beurteilung ein bisschen Lust auf das Buch machen, es hat wirklich einen einzigartigen Flair und schafft eine wundervolle verrückte Atmosphäre, in der alles möglich scheint. Das gibt natürlich die volle Punktzahl!

Sonntag, 19. März 2017

Rezension: "Taintless - Blindes Vertrauen" von Annie Mae Gold

Titel: Taintless - Blindes Vertrauen
Autorin: Annie Mae Gold
Verlag und Infos: SP, Homepage Annie Mae Gold
TB, 488 Seiten
Preis: 14,99 €
Genre: Dystopie
Reihe: Unbekannt 

Taintless - Blindes Vertrauen  -  Annie Mae Gold


Inhalt

Summer Snow weiß noch nicht so viel von der Welt, aber eines weiß Sie: Nur in der Kolonie hinter der großen Mauer ist ihr ein geschütztes Leben möglich. Außerhalb der Mauer gibt es nur die Monster - die Infizierten, die alles sind, was die schleichende Zerstörung der Erde im Jahr 2171 noch übrig gelassen hat.

Der einzige Ausweg scheint es sein, in die Elite gewählt zu werden - und Summer tut alles dafür, damit sie nicht in die Gilde der Ärzte muss, wie ihr Vater, sondern in die Elite kommt, die nur den schönsten und perfektesten Menschen vorbehalten ist.Wer in die Elite gewählt wird, darf seine Familie mitnehmen - doch ihr Vater möchte aus ihr unklaren Gründen auf gar keinen Fall in die Elite.

Ihr Verlangen wird noch größer, als trotz der strikten Trennung zwischen Kolonie und Elite auf einmal Clay in Ihrer Schulklasse auftaucht - ein Junge aus der Elite, der sich den Pflanzen- und Kräuterunterricht anschauen soll, der in der Kolonie gegeben wird.

Fast klar, dass Summer Clay hoffnungslos verfällt - selbst der gutaussehende Will aus Ihrer Klasse, der ihr ständig Avancen macht, hat keine Chancen mehr bei ihr.

Doch Clay, der durchaus auch etwas für Summer übrig hat, macht ständig dunkle Andeutungen, dass nicht alles Gold sei, was glänzt, und auch das Leben in der Elite sehr gefährlich werden könne. Doch Summer verwirft alle Warnungen in den Wind, und dann kommt der Tag der Auswahl. Wird Summer es schaffen? Kann Sie in der Elite mit Clay zusammen sein? Und was für Gefahren könnten in der Elite lauern?


Beurteilung 

Durch Zufallspost bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und war sofort total angetan von derr Optik des Buchs und vom Klappentext. Für eine gute Dystopie bin ich immer zu haben.

Schnell merkt man auf den ersten Seiten, dass es eher eine Jugendbuch-Dystopie ist, doch finden hier durchaus auch Erwachsene Leser viel Stoff zum Nachdenken.

Die Autorin hat mich durch Ihren guten und flüssigen Erzählstil schon nach den ersten paar Seiten "gehabt". Der Prolog baut sofort eine Menge Spannung auf, und führt einen vielleicht auch erstmal auf eine völlig falsche Fährte - man darf also nicht denken, dass man nach dem Prolog das Ende kennt, da er völlig aus dem Kontext herausgenommen erscheint.

Wie in vielen Dystopien treffen wir hier auf das Szenario, dass die Menschheit von Ihrer eigenen Zerstörungswut überrollt wurde und die Erde quasi bis auf wenige, streng abgegrenzte Kolonien unbewohnbar ist. "Neu" ist, dass sämtliche Errungenschaften und Techniken aufrechterhalten geblieben sind, wir uns also in einem durchaus gegewartsähnlichen Zustand befinden, bis auf das Gildentum und die jährliche Auswahl.

Es ist also eine gute Mischung aus neuen Einfällen und bekannten Szenarien, und eins kann ich Euch sagen - das, was die Autorin im Verlauf der Handlung raushaut, habt ihr so bislang in einer Dystopie ganz sicher entweder selten oder gar nicht gelesen und es wird Euch umhauen! Ich fand die Idee total toll, aber auch ziemlich abstrus zugleich - mehr will ich nicht verraten:-)

Summer, ihr Bruder Brian, ihr "Freund" Will, aber auch die Charaktere aus der Elite wie Clay und Gordon sind alle echt gut beschrieben, ich mochte oder hasste sie direkt nach der ersten Vorstellung. 

Dieses Buch beweist einmal mehr, dass unbekannte Indie-Autoren eine Chance verdient haben. Ich muss wirklich sagen, dass mir Taintless viel besser gefallen hat als einige Bücher aus renommierten Verlagshäusern.

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist, dass der dystopische Hintergrund etwas zu kurz kommt - er wird zwar angesprochen und erläutert, aber das findet im gesamten Buch auf wenigen Seiten Platz, so dass ich meine, den Werdegang des aktuellen Zustands hätte man vielleicht noch etwas ausführlicher beschreiben können, und die Situation, in der sich Summer zum Schluss wiederfindet, noch etwas, wie soll ich sagen, anschaulicher zu gestalten. 

Vielleicht lässt sich das in einem eventuellen Folgeband noch nachholen, denn die Geschichte endet durchaus offen und ist nicht in sich abgeschlossen.

Zum Fazit: Tolle Dystopie, auch wenn das dystopische Element beim Lesen über lange Strecken fast in Vergessenheit gerät, richtig spannend geschrieben und mit tollen Szenarien und Charakteren - absolut lesenswert und daher 5 Rezisternchen!