Sonntag, 23. Juli 2017

Rezension: "Die Seelen von London" von A.K. Benedict

Titel: Die Seelen von London
Autor: A.K. Benedict
Verlag und Info: Knaur Verlag
TB, 393 Seiten
Preis: 14,99 €
Genre: Mystery-Krimi
Reihe: Nein

Die Seelen von London - A.K. Benedict 


Inhalt 

Maria King ist blind. Und das findet sie gut so. Am liebsten schlammgründelt sie an der Themse und katalogisiert ihre Fundstücke. 

Doch ein Stalker beginnt, ihr Leben zur Hölle zu machen. Als die Polizei davon erfährt, zieht sie sofort Parallelen zum einem älteren Fall, in dem das Stalking-Opfer getötet wurde, und ist entschlossen, es bei Maria nicht so weit kommen zu lassen und Jagd auf den Stalker zu  machen.

Doch während der Nachforschungen wird dem Detective Jonathan Dark klar, dass er seine Antworten nicht nur in der Welt der Lebenden findet, sondern auch die Geisterwelt von London als Realität anerkennen muss und von dort Hilfe bekommen kann.

Denn die Toten von London sind noch unter uns und können sich durchaus noch bemerkbar machen....


Beurteilung 

Auch wenn ich Krimis überhaupt nicht mag, haben mich der Schauplatz und die Aussicht, dass es auch um Geister geht, dazu bewogen, das Buch zu lesen.

Und ich muss sagen, dass ich beim Lesen nie das Gefühl hatte, in einen schnöden Krimi geraten zu sein, vielmehr hat mich die Idee fasziniert, London aus dem Blickwinkel einer blinden Person zu sehen und natürlich die sehr detaillierten und faszinierenden Beschreibungen der Realität der Geisterwelt. 

Wer schon einmal in London war und es lieben gelernt hat so wie ich, wird sich freuen über die (Wieder-)begegnung mit vielen Orten und über das Gefühl, dass einem zu London vermittelt wird: So viele alte Orte und alte Geschichte, die in dieser Stadt stecken, in der überall alt auf neu trifft und in der an jeder Ecke irgendwelche natürlichen oder übernatürlichen Geschichten darauf warten, entdeckt zu werden.

Zudem sind sowohl Maria als auch Jonathan interessante Charaktere mit einem spannenden Umfeld, und es war richtig toll, London zusammen mit Maria zu betrachten und darüber nachzudenken, wie eine Blinde diese Welt erlebt und sich darin zurechtfindet.

Sehr erschreckend ist natürlich die Sicht des Stalkers, in der immer wieder kurze Abschnitte zu lesen sind, und man muss sich fragen, wie krank jemand eigentlich sein kann - egal was Maria tut, der Stalker sieht es, egal was sie tut, er dreht es in seinem kranken Kopf für sich so hin, dass es in sein verdrehtes Weltbild passt. Schlimm, wenn man daran denkt, dass es wirklich Menschen gibt, die so sind. 

Die Mischung aus einer aus dem Leben gegriffenen Situation, in einer Welt, in der Stalking leider immer noch oft nicht ernst genug genommen mit und somit tödlich für die Opfer enden kann, und einer echten Welt der Geister ist hier wahnsinnig gut gelungen.

Teilweise hat es mir auch ein schmunzeln entlockt, mir vorzustellen, wie Geister mit einem Taxi durch London kutschiert werden - ausgerechnet zu einem Beerdigungsinstitut, wo den Geistern erklärt wird, das sie tot sind, und wie ihre Welt jetzt aussieht. Die Schwierigkeiten, die Geister haben, um sich in dieser Welt zu manifestieren, und wie die Menschen, die sie sehen, damit zurechtkommen, mit ihnen zu leben und sich gleichzeitig ihrem Umfeld gegenüber so zu verhalten, dass diese nichts davon merken.

Es passt einfach so gut zusammen, dass man sich beim Lesen umschaut um zu prüfen, wer da vielleicht noch so alles um einen herum sitzt. Und wer weiß, wenn bei Euch mal wieder einfach etwas vom Tisch fällt .....denkt mal drüber nach! 

Geschrieben ist die Geschichte toll, es war einfach sehr angenehm zu lesen und hatte eine Leichtigkeit und Einfachheit, die die Lektüre unterhaltsam gemacht haben. 

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Ein Muss für jeden Liebhaber von London und seiner Geschichte, es wird eine einmalige Atmosphäre verbreitet und der Mix aus Geister- und Menschenwelt sorgt auch für so manchen Schmunzler und manchen Schauer. 

Und das Ende ist auch gut gelungen, wenn auch zum Teil etwas zu vorhersehbar für meinen Geschmack. 

Insgesamt vergebe ich hier gerne 5 von 5 Rezisternchen.

Sonntag, 16. Juli 2017

Rezension: "Book Elements - Die Magie zwischen den Zeilen" - Stefanie Hasse

Titel: Book Elements - die Magie zwischen den Zeilen 
Autor: Stefanie Hasse
Verlag und Info: Carlsen Verlag
TB, 282 Seiten
Preis: 7,99 €
Genre: Fantasy
Reihe: Ja, Band 1

Book Elements - die Magie zwischen den Zeilen  -  Stefanie Hasse


Inhalt

Menschen haben die Gabe, ihre Protagonisten aus den Büchern herauszulesen, wenn sie ihnen besonders viele Gefühle entgegenbringen.
Dies hat zur Folge, dass diese Protagonisten in der echten Welt umherirren - und teilweise sogar mehrfach, wenn es sich um sehr beliebte Bücher handelt, wie z.B. Twilight.

Aus diesem Grund dürfen Lin und ihre Freunde keine eigenen Bücher besitzen und nur in der Bibliothek des Instituts lesen, für das sie und die anderen Wächter arbeiten, wenn sie die "Bücherwesen" wieder in ihre Welten zurückschicken.
Für diesen Job sind die Wächter mit Elementarmagie ausgestattet, die es ihnen erlauben, mit Wasser, Erde, Luft und Feuer zu kommunizieren.

Rezension: " Der letzte Film des Abraham Tenenbaum" von Christoph Marzi



Titel: Der letzte Film des Abraham Tenenbaum
Autor: Christoph Marzi
Verlag und Info: Arena Verlag
HC, 284 Seiten
Preis: 14,99 €
Genre: Roman
Reihe: Nein


Der letzte Film des Abraham Tenenbaum - Christoph Marzi


Inhalt 

Unter überraschenden Umständen lernt der junge Tom ein zauberhaftes Mädchen kennen: Zoe. Unvermittelt wird er von ihr in eine Geschichte hineingezogen, die er eigentlich nur aus dem Kino kennt: Jemand will unbedingt etwas von ihrem kürzlich verstorbenen Großvater und bedroht nun die junge Zoe: Einen Film soll der alte Kinobesitzer haben, der sehr wertvoll zu sein scheint.

Was zuerst wie ein Abenteuer klingt, wird zum bitteren Ernst, als der Fremde Zoe mitteilt, dass er ihrem Großvater bereits Geld bezahlt und sie lieber schauen sollte, dass sie nun auch liefert.

Doch die Suche nach dem Film bringt auch Details aus der Vergangenheit von Zoes Großvater hervor, die sie nicht mit ihm in Einklang bringen kann und die ihr Weltbild ins wanken bringen. 

Rezension: "Nummer 365 - die Lichtbringer" von Sabrina Wolv

Titel: Nummer 365 - die Lichtbringer
Autor: Sabrina Wolv
Verlag und Info: Verlagshaus el Gato
TB, 337 Seiten
Preis: 14,90 €
Genre: Dystopie 
Reihe: Ja, Band 1


Nummer 365 - Die Lichtbringer  -  Sabrina Wolv


Inhalt 

In einer Welt, in der das Leben unter freiem Himmel nicht mehr möglich ist, leben die Menschen in einer Kuppel namens Eden. Es herrscht Krieg: Krieg gegen die Menschen außerhalb der Kuppel, die diese immer wieder angreifen.

Der 6jährige Strudel ist eines der Kinder, die dazu auserwählt wurden, an der "Akademie" von den sogenannten Lichtbringern zum Elitesoldaten für Eden ausgebildet zu werden. Unter einem grausamen Drill werden die Kinder in verschiedenen Gruppen jahrelang abgeschottet von der Außenwelt in einem grausamen Drill auf den Krieg vorbereitet.

Doch einige Dinge an der Akademie passen für Strudel und seinen Trupp nicht zusammen. Warum werden so junge Kinder zwangsrekrutiert? Warum sind sie so wenige? Und warum erfahren Sie so wenig über die Hintergründe des Krieges und über die Anderen draußen vor der Kuppel? Warum verschwinden immer wieder Kinder?

Freitag, 7. Juli 2017

Rezension: "Die Letzten - Zerfall / Verlust" von Oliver Pätzold

Titel: "Die Letzten - Zerfall + Die Letzten - Verlust"
Autor: Oliver Pätzold 
Verlag und Infos: SP, Infos z.B auf Lovelybooks
TB, pro Band ca. 350 Seiten
Preis: 10-11 €
Genre: Dystopie
Reihe: Ja, hier Band 1(Zerfall) und 2(Verlust)

 Die Letzten - Oliver Pätzold 


Inhalt 

Eine sehr plötzlich auftretende Pandemie rafft den Großteil der Bevölkerung hin. Diese wird im Dunkeln gelassen - es gibt keinerlei zuverlässige Verlautbarungen von der Regierung und den Medien, worum es sich handelt und wie man sich schützen kann.

Rezension: "Junktown" von Matthias Oden

Titel: Junktown
Autor: Matthias Oden
Verlag und Infos: Heyne Verlag
TB, 400 Seiten
Preis: 12,99 €
Genre: Dystopie
Reihe: Nein

Junktown - Matthias Oden 


Inhalt 

In Junktown werden die Bürger damit unter Kontrolle gehalten, dass Sie vom Staat zwangsverordnet Drogen nehmen - und zwar die ganz harten Sachen. Abstinenz wird hart bestraft. Ist der Körper verbraucht, wird er recycelt.

Unsere Gesellschaft, wie wir sie kennen, ist gefallen und ein Opfer des Drogenkonsums geworden. In den Bars und Kneipen gibt es keinen Alkohol mehr, sondern Medikamentencocktails. Die größten Helden sind die, die sich einen goldenen Schuß setzen und damit die Welt verlassen.

Sonntag, 25. Juni 2017

Rezension: "The Ark - die letzte Reise der Menschheit" von Patrick S. Tomlinson

Titel: The Ark - die letzte Reise der Menschheit 
Autor: Patrick S. Tomlinson
Verlag und Info: Knaur Verlag
TB, 416 Seiten
Preis: 9,99 €
Genre: Dystopie / Science Fiction
Reihe: nein

The Ark - die letzte Reise der Menschheit  -  Patrick S. Tomlinson


Inhalt

Die letzten 50.000 Exemplare der Spezies Mensch sind auf der Ark unterwegs, um einen neuen Planeten zu besiedeln. Seit vielen Jahren und Generationen ist die Ark unterwegs und nun kurz vor dem Ziel.

Doch auf dem Mammutschiff haben nur wenige etwas zu sagen: Außer der Besatzung und einigen wenigen wichtigen Funktionen werden die Menschen nur als "Vieh" bezeichnet - nichts weiter als ein notwendiges Übel, um den Genpool aufrechtzuerhalten. Jeder Mensch hat einen Chip, der nicht entfernt werden kann, mit dem man ihn jederzeit orten und auslesen kann.

Alle menschlichen Schwächen wie Kriminalität, genetische Defekte usw. wurden vor Abflug nach Möglichkeit ausgemerzt. 

Doch wenige Wochen vor der Landung auf dem neuen Planeten, der den Fortbestand der Menschheit sichern soll, geschehen auf der Ark immer mehr Anschläge, die die Zielerreichung und das Leben auf der Ark gefährden, in Folge des Verschwindens eines zentralen und für das Projekt sehr wichtigen Wissenschaftlers.

Wer übt die Anschläge aus und mit welchem Ziel? Dieses Rätsel gilt es zu lösen, bevor die Ark kurz vor dem Ziel untergeht.


Beurteilung 

Mit der Beurteilung von "The Ark" tue ich mich etwas schwer. Ich hatte mir hier eher eine Dystopie erwartet, das ganze war dann doch aber sehr Science Fiction lastig, solche Raumschiffromane mag ich eigentlich gar nicht so sehr.

Leider fand ich die ganze Geschichte auch ziemlich unpersönlich und die Protagonisten - bzw. der Protagonist, nämlch der Ermittler, der versucht, die aktuellen Verbrechen aufzudecken - konnte mich nicht so wirklich für sich einnehmen. 

Ohne etwas zu verraten, finde ich die "Auflösung" am Ende allerdings ziemlich genial - leider kommt das in meiner Bewertung nicht so sehr zum tragen, da diese nur einen relativ kleinen Bestandteil der Gesamtstory ausmacht und zu wenig auf die Hintergründe eingegangen wird.

Spannend ist die Geschichte allemal und auch gut geschrieben, so dass ich trotz der Kritikpunkte recht schnell durch war. Langweilig ist der Roman nicht. 

Faszinierend finde ich die Idee des Antriebs der Ark - mit tausenden von Atombomben als Antrieb unterwegs zu sein, hat etwas Beängstigendes, doch seien wir mal ehrlich - bei der Besiedlung eines anderen Planeten handelt es sich um eines der am häufigsten angewandten wahrscheinlichen Zukunftszenarien, die wir uns für die Menschheit vorstellen, falls der Planet nicht mehr zu retten ist, und alle anderen Optionen sind dann doch zu futuristisch.

Ob das technisch tatsächlich möglich wäre, kann ich als absoluter Physiklaie nicht beurteilen, aber es ist zumindest etwas, das ich mir annährend im Kopf vorstellen kann, was  ich beim Lesen auch immer sehr wichtig finde.

Die Raumfahrt wird hier nicht glorifiziert, sondern sachlich und nüchtern dargestellt, samt verrosteten und tropfenden Rohren und kaputten Raumkapseln.

Was ist nun mein Fazit? Da es doch recht gut zu lesen war, gebe ich 4 von 5 Sternen, auch wenn mich das Buch nicht wirklich gepackt hat, da muss man wohl etwas Science-Fiction-begeisteter sein als ich.