Sonntag, 4. Oktober 2020

Rezension: "Mystery und die Regenbogenbrücke" von Sabine Schröder



 Titel: Mystery und die Regenbogenbrücke

Autorin: Sabine Schröder

Info: Sabine Schröder

Bewertung: 5/5 Sterne 

TB, 188 Seiten

Preis: 16,90 €

Reihe: nein

Genre: Fantasy (?)

VÖ: 2020

© Sabine Schröder

 Werbung - Dieses Buch wurde mir von der Autorin als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Mystery und die Regenbogenbrücke - Sabine Schröder

Inhalt 

Der Kater Mystery erwacht in einer fremden Umgebung und wird von einem ihm fremden Kater begrüßt. Mücke erklärt ihm, dass er gestorben ist und nun in diesem fremden Land warten muss, bis seine ehemalige Mama über die Regenbogenbrücke geht, bis er wieder mit ihr zusammen sein kann.

Zunächst ist Mystery sehr betrübt, aber nach und nach wird er neugierig auf seine neue Umgebung und lernt neue Freunde kennen. Er sucht nach einem Weg, seiner Mama Traumbilder zu schicken, damit sie weiß, dass es ihm gut geht und sie nicht traurig sein muss. Auf diesem Weg lernt er viel Neues kennen, lernt alte Ängste und Vorurteile zu überwinden und übersteht mit seinen neuen Freunden einige Abenteuer.

Sogar ganz am Ende warten noch einige Überraschungen und Erkenntnisse auf ihn.

 

Beurteilung 

Geschichten wie diese lese ich normalerweise nicht - aber als große Tierfreundin und passionierte Katzenmama war es einfach ein muss. 

Ich glaube, fast jeder kennt die unendliche Traurigkeit, wenn man ein geliebtes Haustier gehen lassen muss - sei es durch Krankheit, Unfall, oder am Schlimmsten - es verschwindet einfach und man weiß nicht, was geschehen ist.

Man möchte glauben, dass man sein geliebtes Tier irgendwann wiedersieht und/oder es ein Leben nach dem Tod hat. Als ich noch kleiner war, hat mir meine Mama immer erzählt, dass meine Katzen im Himmel sind, wo Flüsse aus Katzenmilch fließen, ein niemals versiegender Quell aus Trockenfutter da ist und immer die Sonne scheint.

Tja, das stimmt nicht ganz mit Mysterys Geschichte überein - aber es gibt Parallelen. Ich bin ja nicht nah am Wasser gebaut, aber diese Erzählung von Sabine Schröder ist verdammt gut darin, einem die Tränen der Rührung in die Augen steigen zu lassen.

Zunächst ist das Buch, auch wenn das Format etwas unpraktisch ist, zauberhaft anzuschauen - alle paar Seiten gibt es sehr schöne ganzseitige farbige Illustrationen zum aktuellen Teil der Geschichte. So fliegt man noch schneller durch die Seiten.

Die Erzählung beginnt, wie Mystery aufwacht und erst einmal nicht weiß, wo er ist - er erinnert sich nur noch, dass seine Mama sehr traurig und er sehr krank war. Es ist wirklich supersüß geschrieben, wie Mystery allmählich all die anderen Tiere kennenlernt - nicht nur Katzen, sondern ganz viele andere Tiere, ihre Eigenarten kennenlernt und auch lernt, seine "kätzischen" Instinkte nach und nach zu überwinden, da sich im Leben nach dem Tod keiner etwas antut, sondern alle miteinander auskommen und friedlich nebeneinander Leben.

Das Land selbst ist sehr lebensecht beschrieben und es sind so viele liebevolle Details von der Autorin hineingedacht worden, dass man auf jeder Seite etwas neues entdecken kann. Es hat mich fast zum Heulen gebracht, wie liebevoll dieses Katerchen an seine Mama zurückgedacht hat und wie angestrengt er daran gearbeitet hat, von dort, wo er ist, Trost zu seiner Mama zu schicken.

Natürlich gibt es auch immer wieder sehr lustige Szenen, denn eine Katze ist und bleibt nun mal doch eine Katze und kann manchmal nicht aus Ihrer Haut. Frei nach dem Motto "Neugier ist der Katze Tod" gibt es auch einige brenzlige Situationen. 

Was nicht ausbleibt, ist natürlich eine sehr starke "Vermenschlichung" der Tiere. Aber das macht ja jeder Tierliebhaber auch im echten Leben. Ich empfehle auf jeden Fall, die Einführung von Sabine Schröder vor dem Beginn der eigentlichen Geschichte zu lesen, da sie einen sehr guten Einblick gibt, was die Intention der ganzen Geschichte ist.

Vor allem das Ende ist besonders schön, da habe ich beim Lesen richtig Gänsehaut bekommen. Wie sehr würde ich mir wünschen, dass es auch in Wirklichkeit so ist! 

Fazit: "Mystery und die Regenbogenbrücke" ist ein mit sehr, sehr viel Liebe geschriebenes Buch, eine humorvolle und sehr rührende Geschichte über unsere liebsten Begleiter und etwas zum Festhalten, wenn der Moment der Trauer gekommen ist. Für Erwachsene genauso gut geeignet wie für Kinder, denen man den Tod des geliebten Gefährten auf eine tröstende Weise näher bringen will. Sehr empfehlenswert! 

 

Klappentext

Mystery, der goldene Kater, findet sich nach seinem Tod am Fuße der Regenbogenbrücke wieder. Gemeinsam mit neuen Gefährten erkundet er das Regenbogenland und erlebt viele Abenteuer, bis er – wieder vereint mit seinen Menschen – den Weg in eine andere, eine unbekannte Welt fortsetzen kann.

Grundlage dieser kurzweiligen Erzählung ist die Geschichte von der »Regenbogenbrücke«, die weltweit verbreitet ist und all denen Trost spendet, deren Haustiere unsere Welt verlassen mussten.

Das Buch eignet sich für Erwachsene und für Kinder und Jugendliche ab ca. zehn Jahren (ggf. mit Unterstützung ihrer Eltern), die ihr Haustier über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten oder sich auf den Tod ihres Haustieres vorbereiten möchten.

Warum kann dieses Buch trösten und bei der Trauerverarbeitung helfen?
Mysterys Geschichte basiert auf dem psychologischen Ansatz des »sicheren Ortes«. Der sichere Ort ist ein imaginärer Ort, an dem wir uns wohl– und vor allem sicher fühlen können, der uns Frieden und Ruhe spendet. Wir können ihn nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Menschen und Tiere erschaffen, um die wir trauern.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und finden Sie Trost in dem Gedanken, dass auch Ihr geliebtes Haustier seinen Platz gefunden hat, an dem es auf Sie wartet. Niemand weiß, was uns nach dem Tod widerfährt.
Daher ist alles möglich, was Sie sich vorstellen oder woran Sie glauben.

Trauern Sie nicht - träumen Sie!

 

 

 

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