Sonntag, 24. September 2017

Rezension: "The Cage - Entführt" von Megan Shepherd

Titel: The Cage - Entführt 
Autor: Megan Shepherd
Verlag und Infos: Heyne fliegt
TB, 460 Seiten
Preis: 12,99 €
Genre: Science Fantasy
Reihe: Ja, Band 1 


The Cage - Entführt  -   Megan Shepherd 


Inhalt
Cora findet sich, zusammen mit 5 anderen Jugendlichen, in einer fremden
Umgebung wieder.
Da Sie die Tochter eines bedeutenden Politikers ist, glaubt sie
zunächst an eine Entführung. Doch ihre Umgebung scheint ziemlich
merkwürdig zu sein, und schnell stellt sie fest: Hier stimmt etwas
nicht.

Die Gruppe muss erfahren, dass sie von einer intelligenten,
extraterrestrischen Spezies auf einen anderen Planeten gebracht wurde -
warum ausgerechnet sie und wie sie wieder nach Hause kommen sollen,
bleibt vorerst ein Rätsel.

Und einige Rätsel muss die Gruppe auch lösen, denn:

Sie scheinen in
einer räumlich begrenzten Umgebung gefangen zu sein, in der sie von den
außerirdischen Kindred Tag und Nacht beobachtet werden können. Was die
Kindred genau von Cora, Lucky und den anderen wollen, finden sie erst
heraus, als sie endlich einen zu Gesicht bekommen: Cassian, den ihnen
zugeteilten Hüter, der Ihnen die Regeln für ihr zukünftiges Leben
offenbart.

Nach den teilweise unglaublichen Eröffnungen Cassians bleibt der Gruppe
nur noch eins: Akzeptieren - oder fliehen.....doch können sie es
wirklich nicht nur aus den Fängen der Fremden, sondern auch von einem
fremden Planeten zurück zur Erde schaffen?



Beurteilung

Nach den ersten paar Seiten steht fest: Wir befinden uns in einer doch
sehr stark von Maze Runner, Panem und Cube beeinflussten Umgebung.

Ein begrenzter Raum, verschiedene Lebens- bzw. Klimazonen, Beobachtung
von Außen, zwangsweise Paarung..... das alles hatten wir schon in
anderen Dystopien. Neu ist unter anderem, dass die Jugendlichen nicht
nur eingesperrt, sondern auch gleich noch von Aliens entführt wurden.

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen negativ, soll es aber gar
nicht sein - das Rezept war gut und ist immer noch gut! Je weiter man
liest, desto sehr schwächt sich auch der Eindruck des "Kenn-ich-schon"
ab und es wird eine neue Geschichte daraus. die Kurzzusammenfassung
klingt auch ein wenig Science-Fiction-lastig, aber auch das spielt -
zumindest im ersten Band - eigentlich nur sehr untergeordnet eine
Rolle.

Im Vordergrund stehen Cora, Lucky, Rolf, Leon, Mali und Nok - Drei
Mädchen, drei Jungs, denkt Euch selber wieso! Die Kindred, eine
außerirdische Rasse, die unter anderem der Telepathie und der
Telekinese mächtig ist, beobachten die Jugendlichen Tag und Nacht, um
deren Verhaltensweisen zu studieren. Sie versuchen ebenfalls, die Gruppe
durch ein bestimmtes Belohnungssystem, das in den diversen Häusern der
nachgebauten Stadt integriert ist, auf bestimmte Vorgehensweisen zu
konditionieren.

Ich kann nur sagen: Die Charaktere sind typische Teenies. Die üblichen
Klischees sind vertreten. Aber: Jeder Charakter ist für sich mit Leben
gefüllt, die Autorin hat sich hier merklich Mühe gegeben, den Protas
Substanz zu verleihen. Hier wird wohl jeder Leser seinen Liebling
finden, im Vordergrund stehen ganz klar Cora und Lucky.

Der Erzählstil von Megan Shepherd ist wirklich sehr gut, ich habe den
ersten und auch den 2. Teil der "The Cage" Reihe jeweils an einem Tag
gelesen. Sie wechselt immer mal wieder die Perspektive zwischen den
Charakteren, damit der Leser auch wirklich alles mitbekommt, teilweise
überlappen sich daher die Ereignisse auch ein wenig. Von den Kindred
bekommen wir in diesem Band eher wenig zu lesen, immer nur dann, wenn
der Hüter Cassian mal für kurze Zeit auf der Bildfläche erscheint. Es
passiert immer wieder was und es gibt nur sehr wenige Längen in den
Büchern, man rauscht in Windeseile durch die Seiten. Es ist auf jeden
Fall auch auf jüngere Leser zugeschnitten.

Das Einzige, was mich ein kleines bisschen stört, ist, dass eigentlich
die komplette Gruppe nicht wirklich besonders beeindruckt von der
Situation ist. Ich weiß zwar nicht wie ich reagieren würde, aber auf
einem fremden Planeten aufzuwachen, von einer superintelligenten Spezies
mit mentalen Fähigkeiten gefangen gehalten, ich glaube, ich würde ein
klein bisschen mehr austicken.

Aber wir haben ja keinen Realitätsanspruch :-)

Also mein Fazit: Wem die Tribute und Maze Runner gefallen haben, der
dürfte mit "The Cage" nicht falsch liegen, es ist genauso leicht zu
lesen und spannend und vom Aufbau der Trilogie her ähnlich unterteilt.
Die Autorin hat sich reichlich an beliebten dystopischen und scifi -
Szenarien bedient, diese aber gekonnt zu einem neuen Ganzen vermixt,
weshalb es von mir für die wahnsinnig gute Unterhaltung trotzdem 5 von
5 Rezisterne gibt.

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