Dienstag, 14. Januar 2020

Rezension: "Scythe - Das Vermächtnis der Ältesten" von Neal Shusterman

Titel: Scythe - Das Vermächtnis der Ältesten
Autor: Neal Shusterman
Verlag und Info: S.Fischer Verlage
Wertung: 4,5/5 Sterne 
HC, 608 Seiten
Preis: 19,99 €
Reihe: Band 3 der Trilogie
Genre: Dystopie/Fantasy
VÖ: 2019
© S.Fischer Verlage 

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 


Scythe - Das Vermächtnis der Ältesten - Neal Shusterman


Inhalt 

Was wird aus den Menschen und den Scythe, nachdem die "neue Ordnung" scheinbar unaufhaltsam wächst und gleichzeitig die Sekte der Tonisten immer mehr Zuwachs erhält? 
Konnten Rowan und Citra in den Tiefen des Meeres überleben, oder sind sie (oder einer von ihnen) in der langen Zeit gestorben?

Drei Jahre nach der Versenkung Enduras resigniert die alte Garde der Scythes allmählich - die größten Hoffnungsträger sind mit Endura vom Erdboden verschwunden, und Scythe Goddards Vormarsch scheint nicht mehr zu stoppen zu sein.
Nur Scythe Faraday hat noch nicht ganz aufgegeben und folgt einer alten Legende an einen Ort, den selbst der Thunderhead vergessen zu haben scheint. 



Beurteilung 

Endlich das Finale dieser einzigartigen und genialen Reihe, deren Plotidee wirklich so neu und anders ist, dass es mich vor allem beim ersten Band einfach weggehauen hat.

Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie der Autor diese Geschichte auflöst. Wie ja der Klappentext schon andeutet, macht die Geschichte einen Zeitsprung von drei Jahren, in denen sich die - nennen wir es mal politischen - Tendenzen, die im zweiten Teil schon deutlich werden, weiterentwickeln. 

Auch wenn ich nach wie vor absoluter Fan der Story bin, hat es mir das Finale nicht leicht gemacht. 

Es ist relativ vielschichtig, verfolgen wir doch parallel ganze 5 Haupthandlungsstränge: 

1.Scythe Faraday und Munira.
2. Der "Toll" Greyson Tolliver
3. Overblade Goddard
4. eine weitere Scythe
5. ein Verbrecher

Jeder dieser Protagonisten hat seinem eigenen Schicksalspfad zu folgen, und auch wenn es sehr interessant war zu verfolgen, wie extrem geschickt Neal Shusterman die Einzelgeschichten weiterspinnt und die Handlungsstränge zusammenführt, hatte ich doch teilweise zu kämpfen, weil mir Spannung gefehlt hat. Nicht das gespannt sein, wie es weitergeht - aber das atemlose durch die Seiten fliegen, das ich im ersten Band noch hatte, war einfach nicht da. 
Ich kann nicht den Finger drauf legen, woran es lag - ich glaube, dass einfach über manche Handlungsstrecken nicht nachvollziehbar ist, ob und in welche Richtung sich die Geschichte jetzt bewegt. 

Ziemlich genial fand ich dagegen die "Intermezzos", bzw. hier Iterationen genannt, zwischen den Kapiteln. Okay ich gebe zu, ich habe die Definition von Iteration gegoogelt. Letzten Endes half mir das allerdings auch nicht weiter, so ab der Mitte des Buchs wurde mir langsam klar wo das hinführt, aber eher aus den Inhalten dieser seltsamen Parts heraus. 

Etwas blöd dagegen fand ich, was der Erzähler aus dem Thunderhead gemacht hat - das ging für mich irgendwie zu sehr in Richtung der mittlerweile schon recht zahlreichen Geschichten über hochentwickelte künstliche Intelligenzen, was schnell in Kitsch ausarten kann. 

Mega hingegen der Ausgang der Geschichte - was für ein Finale! Eigentlich gibt es ja zwei Endlösungen, und das Ende splittet sich in zwei Schicksale auf - aber mehr will ich hier wirklich nicht verraten. Da hat sich Neal Shusterman nochmal selbst übertroffen, im Lebkuchentag wäre ich da nie drauf gekommen. Damit scheint die Reihe nun aber auch wirklich ein Ende gefunden zu haben - Schlupflöcher für Sequels und Prequels wären aber schon da, dafür gibt es ja genug Protas und interessante Nebenfiguren.

Fazit: Ein sehr geniales Ende des Finales, das Finale ist aber auch gleichzeitig der komplexeste Teil, mit sehr vielen Handlungssträngen, was teilweise dafür sorgt, dass die Spannung fällt und die Geschichte etwas auf der Stelle tritt.Daher habe ich auch deutlich länger für diesen Abschluss gebraucht als für die ersten zwei Teile. 
Dennoch - insgesamt eine Trilogie, die sehr outstanding ist, weil es einfach noch nie etwas in dieser Richtung gegeben hat. Für den kleinen "Spannungseinbruch" zwischendurch gibts einen halben Stern Abzug, aber es ist dennoch ein Highlight.


offizieller Klappentext


Drei Jahre sind vergangen, seit mit Scythe Goddard ein Scythe der neuen Ordnung die Macht ergriffen hat, und seit der Thunderhead verstummt ist – für alle Menschen, bis auf Grayson Tolliver. Gibt es Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Citra und Rowan und auf ein wirkliches Happy End in der scheinbar perfekten Welt?

Stell dir eine Welt vor, in der Armut, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben. Die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe: sie allein entscheiden, wer sterben muss. Und nicht alle Scythe halten sich an die alten Regeln …

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