Sonntag, 12. November 2017

Rezension: "Exodus Towers" von Jason M.Hough

Titel: Exodus Towers 
Autor: Jason M. Hough
Verlag und Info: Droemer Knaur
TB, 671 Seiten
Preis: 12,99 €
Reihe: Ja, Band 2 
Genre: Science Fiction/Dystopie


Exodus Towers - Jasen M. Hough


Inhalt 

Skylers Mannschaft ist tot oder verschollen. Während Tanja auf der Raumstation versucht, das Chaos zu organisieren, trifft Skyler auf andere Immune und eine Bande, die versucht, die Macht über eine der Aurazonen an sich zu reißen.

Nach einem versehentlichen Angriff auf eines der mutmaßlichen Alienrelikte entwickeln die Auratürme auf einmal ein Eigenleben und verschwinden - und keiner weiß, warum oder wohin.

Gleichzeitig taucht eine seltsame neue Gattung von Subhumanen auf, die irgendwie mit den Alienobjekten verbunden zu sein scheinen. 



Parallel dazu, dass die Überlebenden mit Tendenz zur Wissenschaft eher daran interessiert sein, die Gründe und nächsten Züge der Außerirdischen zu enträtseln, versuchen andere, in den verbleibenden bewohnbaren Refugien ihre Machtzentren auf- und auszubauen, nach Ihnen die Sintflut. 

Und die Uhr tickt, bis die nächste unbekannte Aktion der Aliens auf die Überlebenden trifft.


Beurteilung 

Bei Exodus Towers handelt es sich um die Fortsetzung zu Darwin City 

(hier geht es zu unserer Rezension: https://buchfeeteam.blogspot.de/2016/09/rezension-darwin-city-die-letzten-der.html).

Auch wenn ich die Geschichte an sich hochspannend finde, fehlt mir irgendwie der vollständige Zugang zu den Protagonisten. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass hier zu viele Personen, Schauplätze und Einzelschicksale beschrieben werden - man behält zwar gerade noch den Überblick, findet aber gar keine Zeit, sich in einzelne Situationen richtig reinzufinden, weil dann schon wieder der Schauplatz und der Prota wechselt. 

Trotzdem hat mich irgendetwas abgehalten, das Buch wegzulegen - ich konnte zwar nur "dosiert" lesen, weil es mir immer irgendwann zuviel wurde, aber der Autor bringt hier so viele neue Ideen und Szenarien ein, die ich wirklich noch nirgendwo gelesen oder gesehen habe, das ich das einfach verfolgen musste. 

Vor allem gegen Ende hin - ich will nicht spoilern, aber es hat was mit verschiedenen Zeitgeschwindigkeiten zu tun) hat sich für mich wirklich eine völlig neue Gedankenwelt eröffnet, die aber schon wieder fast zu abstrakt war, um sie wirklich nachvollziehen zu können.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Anflüge von trockenem Humor, die in den Dialogen immer mal wieder auftauchen und zeigen, dass sogar in der hoffnungslosesten Situation der Mensch seinen Hang zum Sarkasmus bzw. Galgenhumor noch beibehalten kann. 

Insgesamt ist mir die ganze Szenerie aber doch etwas zu düster und deprimierend, so dass ich vermutlich die Reihe nicht mehr weiterverfolgen werde. 

Es ist definitiv auch nur etwas für Leser, die sich wirklich auf komplexe und verschachtelte Sachverhalte einstellen können und wollen und kein Problem damit haben, über viele Protagonisten und Verbandelungen den Überblick zu behalten. 

Ein guter dystopischer Sci-Fi Roman für Erwachsene, die mehr als nur eine schöne Story brauchen. Mein ganz persönlicher Fall nicht, ich gebe Exodus Towers 3 von 5 Sternchen für die wirklich tollen Ideen und den detaillierten Plot, 2 Sterne Abzug für die Langatmigkeit und die Atmosphäre, die mich nicht durchgehend einfangen konnte.





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