Sonntag, 25. März 2018

Rezension: "Chroniken von York - Die Suche nach dem Schattencode" von Laura Ruby

Titel: Chroniken von York - Die Suche nach dem Schattencode
Autor: Laura Ruby
Verlag und Info: Loewe Verlag
HC, 444 Seiten
Preis: 19,95 €
Genre: Jugendbuch 
Reihe: Nein

Chroniken von York - Die Suche nach dem Schattencode - Laura Ruby


Inhalt 

In New York wird das Haus, in dem die Jugendlichen Geschwister Tess und Theo wohnen, von einem Immobilienhai gekauft und die Bewohner binnen monatsfrist heimatlos. 

In den Augen der Kinder kann nur eins ihr Haus retten: Sie müssen den Code entschlüsseln, den die Geschwister Morningstar, ein berühmtes, verstorbenes Erfinderpaar, hinterlassen haben.

Die Morningstars haben für die Stadt New York viele denkwürdige Erfindungen hinterlassen, die noch heute rege genutzt werden und einmalig auf der ganzen Welt sind. Entsprechend reich waren sie, doch das Erbe ist verschwunden, und nur wer den Code findet und das Rätsel löst, wird alles bekommen. Ganze Gesellschaften haben sich um die Lösung des Codes gegründet, doch seit Jahrzehnten kam keiner der Lösung auch nur ansatzweise näher.

Wird den Kindern gelingen, was in den vergangenen Jahren die berühmtesten Codisten, Mathematiker und Kryptologen nicht geschafft haben?


Beurteilung 

Das Cover ist wunderschön ansprechend gestaltet und zeigt eine fantastische Skyline, die das Wort "York" aus Gebäuden bildet. Laura Ruby erschafft ein wunderbar alternatives New York, das zwar in der Neuzeit spielt, gleichzeitig aber auch eine alternative Vergangenheit hat, die es ermöglicht, dass viele detailliert ausgedachte Elemente eingeflochten werden konnten, die zwischen Science Fiction und Steampunk liegen.

Die Protagonisten, die Kinder Tess und Theo, sind wirklich liebenswert, zwar ganz unterschiedliche Charaktere, die sich aber für die Story hervorragend ergänzen. Theo, der jüngere Bruder, ist ein kleines Genie mit einer unglaublichen Kombinationsgabe und der Fähigkeit, sehr abstrakte Schlussfolgerungen zu ziehen. 

Von der Zielgruppe her ist das Buch, erkennbar am Alter der Protagonisten und dem Schreibstil der Autorin, zwar eher an ein jüngeres Publikum gerichtet, was aber nicht stört, so dass sich das Buch auch als "älteres Semester" sehr gut lesen lässt.

Ich konnte allerdings die Schlussfolgerungen, die die Kinder von einem Schritt des Rätsels zum nächsten führen, nicht immer so ganz nachvollziehen. Da hatte ich stellenweise das Gefühl, die Autorin hat es sich einfacher gemacht, damit die Handlung weitergehen kann. Teilweise haben die einzelnen Lösungspunkte für mich absolut keinen Bezug zueinander und die Schlussfolgerungen sind ziemlich weit hergeholt. Dafür wird allerdings auch im Lauf des Buchs eine "Erklärung" geboten, mit der man es sich dann eben einfach  machen darf. Praktisch :-)

Wwenn man sich daran nicht stört, ist die Chroniken von York ein netter Unterhaltungsroman, den man flüssig durchlesen kann und der wirklich viele tolle Ideen bietet, die Highlights sind die Beschreibungen der Erfindungen der Familie Morningstar.

Das Ende des Buchs ist relativ offen und schreit nach einer Fortsetzung. Auch wenn ich die letzte Rückblende nicht so ganz verstanden habe, was sich aber sicherlich in einer Fortsetzung auflöst.

Fazit: Kein Highlight, aber gelungene Unterhaltung. Chroniken von York bekommt von mir 4 von 5 Rezisternchen.

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    ich habe das Buch auch auf der Wunschliste und habe bisher durchwachsene Rezensionen gelesen, aber nach deiner Rezension bin ich mir nur noch sicherer, dass ich mir ein eigenes Bild von dem Buch bilden möchte :)

    Liebe Grüße
    Laura

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