Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension: "Die Brautprinzessin" - William Goldman

Titel: Die Brautprinzession
Autor: William Goldman
TB, 426 Seiten
Preis: 12,00 €
Reihe: nein
Genre: Fantasy/Märchen

Die Brautprinzessin - William Goldman


Inhalt 

Jetzt wird es schon schwierig. Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Buch im Buch. Im Kern, im Märchen um die Brautprinzessin, geht es um ein junges hübsches Mädchen, das aufgrund von seiner Schönheit vom Prinzen zur Braut auserkoren wird. Bevor es zur Hochzeit kommen kann, wird sie jedoch entführt - dumm nur, dass sie dann auch den Entführern noch entführt wird, da es ein reges Interesse an ihrer Person zu geben scheint.

Eigentlich will Sie jedoch nur ihre wahre Liebe zurückbekommen - doch das ist der ehemalige Stallbursche Westley, der nach Amerika ausgezogen ist, um das Glück für sie beide zu finden, jedoch bei einem Schiffsunglück auf dem Weg nach Amerika ums Leben kam.

Doch scheinbar stimmte das nicht ganz, denn Westley taucht wieder auf - sehr zum Unglück des Bräutigams, der sich eine perfide Strategie überlegt, den Geliebten seiner Braut loszuwerden, ohne die Braut selbst unglücklich zu machen und sie dennoch für sich zu gewinnen.

Doch erstmal muss natürlich die Entführte zurück in den heimatlichen Stall - Verzeihung, ins heimatliche Schloss gebracht werden. 

Beurteilung 

Wie Eingangs schon erwähnt, handelt es sich um ein Buch im Buch: Gefühlt 20 % der gesamten Seitenanzahl bestehen daraus, dass der Autor von sich selbst und der Entstehungsgeschichte des Buches "Die Brautprinzessin" erzählt.
Ich fand das so authentisch, dass ich selbst vor dieser Rezension erstmal nachschlagen musste, ob es den genannten eigentlich Autor der Original-Brautprinzessin tatsächlich gab - und hier ist die Antwort: Nein, auch das gehört zur erfundenen Geschichte des Autors dazu.

Eigentlich soll die Brautprinzessin angeblich von T.S. Morgenstern geschrieben worden sein und sein Leben als Kind nachhaltig beeinflusst haben, so dass er als Erwachsener beschloss, die Geschichte um die unspannenden Seiten zu kürzen und nur den spannenden Kern der Geschichte wiederzugeben.

Immer wieder macht der Autor, während er die Brautprinzessin "nacherzählt", Breaks in der Story, um zu begründen, warum er was an dieser Stelle weggestrichen hat.

Und Ihr, liebe Leute, die das Buch vielleicht aus lest: Macht nicht den Fehler, die Einführung und diese Passagen zu überspringen! Genau das ist das, was dieses Buch wirklich lustig macht, denn der Autor William Goldman erzählt das so echt und originell und mit einer ordentlichen Prise Selbstironie, das man immer wieder schmunzeln muss. Vor allem, wenn er so subtil über seine Frau herzieht oder T.S. Morgenstern wegen seinem Schreibstil fertigmacht.

Nicht zu vergessen natürlich die armen Protagonisten Butterblume (die Brautprinzessin) und Westley sowie ihre liebenswürdigen Entführer, die so lieb und sympathisch und doch auch unglaublich doof und naiv sind, das es einfach nur Spaß macht, die Geschichte zu lesen, auch wenn sie, wie ich finde, ein bisschen zwischen der wahren Geschichte des Autors untergeht. 

Übrigens wurde die Story in den 80er Jahren tatsächlich verfilmt, und wer noch etwas mehr über dieses Buch wissen möchte, dem sei auch der Wikipedia-Artikel dazu empfohlen: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Brautprinzessin um die Hintergründe besser zu verstehen.

Das Buch stammt eigentlich aus dem Jahr 1973, wurde aber 2016 vom Verlag nochmal neu aufgelegt und hat überhaupt nichts altmodisches, sondern ist zeitlos modern ( Märchen können ja eigentlich sowieso nie aus der Mode kommen, oder?)

Also, wer mal ein sehr humorvolles, intelligentes Buch mit einem erfrischend neu geschriebenen Märchen lesen will, ist hier sehr gut bedient - auch hier kann ich nur 5 von 5 Rezisternchen geben, alles andere wäre unfair.

Rezension: "Broken Monsters" von Lauren Beukes

Titel: Broken Monsters
Autor: Lauren Beukes
Verlag und Infos: Rowohlt Verlag
TB, 527 Seiten
Preis: 9,99 €
Genre: Thriller/Mystery
Reihe: Nein

Broken Monsters - Lauren Beukes


Inhalt 

Detroit ist eine ziemlich kaputte Stadt mit vielen kaputten Häusern und vielen kaputten Menschen.

Ein schwarzer Junge wird tot aufgefunden. Aber es handelt sich um einen makabren Mord: Der untere Teil der Leiche fehlt - statt dessen ist ein halber Hirsch an den Jungen angenäht... wenige Tage danach eine zweite Leiche: Eine ältere Dame, die ein Töpferstudio leitet, wird verbrannt und als Kunstwerk verarbeitet in ihrem eigenen Ofen gefunden.

Die Suche nach dem Mörder beginnt, mittendrin die leitende Ermittlerin Gabriella Versado. Doch der Fall wird immer außergewöhnlicher: Seltsame, mit Kreide gezeichnete Türen finden sich auf einmal überall in Detroit - der gleichen Art, wie sie auch in der Nähe der Leiche des Jungen gefunden wurde.

Der Fall nimmt Gabriellas gesamte Aufmerksamkeit ein, und doch muss Sie sich auch noch um ihre Teenager-Tochter Layla kümmern, die es momentan auch nicht gerade leicht hat. Zudem muss Sie sich den ehrgeizigen Blogger Jonno vom Hals halten, der Wind von der Story bekommen hat und versucht, damit den großen Durchbruch in der Bloggerszene zu schaffen, obwohl die Polizei die Einzelheiten des Falls eigentlich unter Verschluss halten will.

Handelt es sich bei dem Täter um einen Serienmörder, um einen seltsamen Kult, was sind seine Motive? Der Fall wird immer rätselhafter, und zum Schluss wird auch noch Gabis Tochter Layla in die Ermittlungen hineingezogen, ohne es zu wollen...


Beurteilung 

Was sich zunächst wie ein etwas makabrer Thriller liest, ist auch einer. Zu etwas Besonderem wird der Roman aber durch den Touch von Mystery, bei dem bis zum Schluss nicht klar wird, ob es sich bei den Geschehnissen um etwas Reales handelt oder ob hier ein psychologisch geschickter Geisteskranker am Werk ist, der es schafft, die Wahrnehmung aller Menschen, die ihm begegnen, zu manipulieren. 

Überraschenderweise fand ich das Buch sehr gut, obwohl ich eigentlich kein Freund des 08/15 Thrillers bin, was in meinen Augen meist nichts anderes ist als ein besonders spannender und etwas komplexerer Krimi.

Das Buch deckt einen Zeitraum von nur knapp 14 Tagen ab - die Kapitel sind unterteilt in die Geschehnisse der einzelnen Tage. Am Anfang werden uns die Protagonisten und Ihre Lebensumstände kurz vorgestellt: Die Ermittlerin Gabi und ihre Tochter Layla, der Blogger Jonno, der Obdachlosenbetreuer TK und sein Freund Ramon, und der verlassene Vielleicht-Vater Clayton. 

Nach und nach werden dann die Handlungsstränge zusammengeführt, die Personen begegnen sich in verschiedenen Variationen unter verschiedenen Umständen, bis es dann am Ende zum großen und ziemlich psychedelischen Showdown kommt.

Ich muss den Hut ziehen vor der recht morbiden Fantasie der Autorin, die sich vor allem die Kreativität des Mörders in allen Einzelheiten ausgedacht und ausführlichst dargestellt hat. 

Dennoch: Der Roman ist außerordentlich gut zu lesen, total spannend von Anfang bis Ende, ich habe das Buch in etwas mehr als einem Tag weggelesen, super Lesefluss. Nicht zu komplex und verschachtelt, relativ einfacher Sprachgebrauch und die Handlungsstränge der verschiedenen Protagonisten sind immer gut nachzuvollziehen.

Trotz der stellenweise echt kranken Umstände der Morde würde ich das Buch nicht als blutrünstig oder splattermäßig bescchreiben, das wird sprachlich sehr malerisch umschifft, so dass auch zartbesaitetere Leser das Buch zur Hand nehmen können.

Nicht zu vergessen, dass die Hauptpersonen - vielleicht mal abgesehen vom Mörder - sehr gut dargestellt sind, man kann sie sich wirklich gut vorstellen, und neben der eigentlichen Krimigeschichte macht es auch Spaß, das "normale" Leben der Protagonisten zu erleben und zu verfolgen.

Fazit: Echt gelungenes Buch, ein kurzweiliges, hochspannendes, rasantes Lesevergnügen, sollte man nicht verpassen. 

Hierfür gibt es von mir 5 von 5 Rezisternchen.


Montag, 28. November 2016

Rezension [Das Frostmädchen - Stefanie Lasthaus]






Titel: Das Frostmädchen
Autor: Stefanie Lasthaus
Verlag: Heyne
Seiten: 400
Preis: € 12,99

Inhalt: 

Neve flieht nach einem Streit mit ihrem Mann in die klirrende kälte des kanadischen Winters. 
Sie verirrt sich, wird aber glücklicherweise von einem jungen Künstler Namens Lauri gefunden und wieder aufgepeppelt. 
Neve fühlt sich bei Lauri sofort geborgen und aufgehoben, doch etwas ist mit Neve passiert....die Wintermagie in ihr wurde frei gelassen.

Beurteilung:

Hach, ich tu mir hier echt schwer. 
An sich ist die Idee zu diesem Buch wirklich gut, allerdings konnte ich zu den Charakteren irgendwie keinen Bezug fassen. 
Mir hat da das gewisse "etwas" gefehlt.
Auch diese Liebelei zwischen Neve und Lauri, sie ging mir etwas auf die Nerven muss ich sagen. 
Dieses hin und her und hin und her.

Die Beschreibung von Lauri und Neve war okay aber irgendwie hat mir immer etwas gefehlt. Gerne würde ich etwas positiveres schreiben, denn die Geschichte an sich oder der Gedanke der Geschichte hatte mir sehr gut gefallen. 
Die gute Umsetzung hat allerdigs leider gefehlt.

Trotzdem muss ich sagen das der Schreibstil der Autorin sehr angenehm war, auch wenn ich micht teilweise durch die Zeilen quälen musste, machte es der Schreibstil an manchen Stellen etwas leichter.

Gegen Mitte des Buches wurdes es etwas interessanter und ich hatte wirklich gehofft JETZT kommt der Umschwung, leider war dem nicht so.
Auch das Happy End der Geschichte war leider sehr klar.

Leider nur 3 von 5 Sternchen

Rezension [Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich - Elizabeth May]






Titel: Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich
Autor: Elizabeth May
Verlag: Heyne
Seiten: 480
Preis: € 14,99

Inhalt:

Aileana ist durch das magische Portal, das sie eigentlich schließen wollte, verschwunden. Auf der anderes Seite, der düsteren Feenwelt, erwartet sie nichts gutes. 
Sie ist dem Feind und Folter ausgeliefert.
Durch unerwartete Hilfe kann sie in die Menschenwelt fliehen, doch dort herrschen mittlerweile die Feen und das Chaos beginnt.

Beurteilung:

Wie schön das der zweite Band übersetzt wurde, wer den ersten Band geliebt hat, wird diesen auch mögen.

Die Geschichte beginnt brutal, sehr brutal. 
Aileana wird von Lonnrach gefoltert und gequält und wie ich finde, nimmt die Autorin hier kein Blatt vor den Mund. 
Selbst als sie befreit wird und in die Menschenwelt zurück kehrt geht es hier nicht sehr zimperlich zu.

Elizabeth May hat dieses wirklich sehr spannend beschrieben, bis ins kleinste Detail.
Einige Geheimnisse werden in diesesm Teil gelüftet was die Autorin sehr gut umschrieben hat. 
Auch hier wird es wieder in keiner Zeile langweilig.
Besonders gut hat mir die beschreibung von Aileanas Fähigkeiten gefallen. 
Auch was es mit Kierans wahrer Identität auf sich hat wurde schön und sehr detailreich erzählt.
Alles in allem ist auch der zweite Teil der Feenjägerin eine gelungene Fortsetzung.
Ich hoffe sehr das wir uns auch auf den dritten Teil der Reihe freuen dürfen, denn es wäre sehr schade wenn dieser nicht übersetzt werden würde.

Auch hier 5 von 5 Punkten

Rezension [Die Feenjägerin - Elizabeth May]






Titel: Die Feenjägerin
Autor: Elizabeth May
Verlag: Heyne
Seiten: 398
Preis: € 13,99

Inhalt:

In "Die Feenjägerin" lernen wir die junge Aileana Kameron kennen, sie kommt aus gutem Hause und soll auf diversen Bällen einen Ehemann finden. 
Leichter gesagt als getan, denn:
 Aileana sollte sich dort damenhaft benehmen, was sie keinesfalls ist. 
Deswegen schleicht sie sich lieber davon und geht auf die Jagd nach Feen, die damals ihre Mutter getötet haben.

Beurteilung:

Fangen wir mal mit dem Cover an, es ist einfach wunderschön! 
Ich mag selten Cover auf denen Gesichter oder Menschen abgebildet sind, aber dieses hier gefällt mir wirklich gut. 
So kann man sich die Protagonistin wirklich vorstellen, der ausdruck in den Augen sagt alles.

Der Schreibstil von Elizabeth May ist sehr flüssig und sehr leicht zu lesen, man kommt schnell in die Geschichte und liest sie wirklich in einem weg. 
Die Geschichte ist schön spannend gestaltet, es wird einem in keiner Zeile langweilig.

Kommen wir zu dem Geschehen und der Hauptprotagonistin.

Aileana ist einfach nicht das typische Mädchen, aber ich muss sagen, so mag ich es auch viel lieber, vielleicht auch weil ich selbst nicht das typische Mädchen bin. 
Ich mochte sie von Anfang an sehr gerne. 
Sie hat diesen unglaublichen Draht zu ihrere Familie und will ihre tote Mutter rächen. Ihren Stuhrkopf und ihre Art muss man einfach mögen. 

Die Geschichte ist wirklich toll, der Gedanke an böse Feen war zwar als erstes nicht so meins, aber sie sind so toll beschrieben und ausgearbeitet, man gewöhnt sich schnell an das böse. 
Es ist auf jedenfall mal etwas anderes, denn ansonsten sind Feen ja immer schön, glitzernd und niedliche Wesen.

Fazit:

Wer Fantasy mag und auf spannende Geschichten steht sollte auf alle Fälle diese Geschichte lesen.

5 von 5 Punkten!

Sonntag, 27. November 2016

Rezension: "Die List der Katzenfrau" von Sandra Melli (Dämmerlande 4)

Titel: Die List der Katzenfrau
Autor: Sandra Melli
Verlag und Info: Droemer Knaur
TB, 504 Seiten
Preis: 14,99 €
Reihe: Ja, Band 4 von Dämmerlande (insg. 6 Bände)


Die List der Katzenfrau - Sandra Melli (Dämmerlande 4)


Inhalt

Und wieder ist die Katzendame Laisa mit ihren Freunden unterwegs, um die Welt zu retten:-) Diesmal hat sie auch noch den Katzenmensch N'ghar an ihrer Seite und findet endlich auch genaueres über ihre Herkunft und ihre Eltern heraus - die wird es wohl in einem der Folgebände zu retten geben, und auch hier hat natürlich ihr Erzfeind Gayyad seine Finger im Spiel.

Diesmal gibt es im blauen Reich Ärger: Laisa muss ein weißes Eirun-Volk retten, das von dem Bösewicht Gayyad/Erulim/Frong hinter einem Bergmassiv durch Beeinflussung gefangen gehalten wird.
Doch damit natürlich nicht genug: Rogon wird auf einer seiner Reisen gefangen genommen, was Tirah, seine Seelengefährtin, in Lebensgefahr bringt. Und so muss Laisa auch ihm noch zur Hilfe eilen. 

Und zu guter Letzt muss auch noch ein Krieg gegen Flussmaul ausgefochten werden - das Banditenvolk, das sich immer mehr herausnimmt und schließlich sogar versucht, die unantastbaren Lotsen des heiligen Fluss zu schädigen. 

Die Aufgaben in den Dämmerlanden nehmen kein Ende - und doch verliert Laisa ihr großes Ziel, nämlich den Krieg zwischen allen Farben zu befrieden, nie ganz aus den Augen. 


Beurteilung 

In meinen vorherigen Rezensionen habe ich schon viel zu den Romanen der Dämmerland - Reihe gesagt und es ändert sich auch nicht viel, deshalb versuche ich, die Beurteilung kurz zu halten:

Es verläuft eigentlich in jedem Band nach dem gleichen Schema: Laisa und ihre Freunde retten in unterschiedlichen Gruppenkonstellationen die Welt, wobei sie immer wieder zu unterschiedlichen politischen Verwirrungen quer durch die Dämmerlande zur Hilfe gerufen werden. 

Laisa und ihre ungewöhnliche Gefolgschaft, die aus Wesen aller Farben besteht, wird immer größer, bekommt mehr Anhänger und somit auch einen immer größeren Bekanntheitsgrad. Mittlerweile ist sie für die Evaris fast aller Farben unterwegs, um die größten Baustellen zu befrieden.

Die positive Überraschung in Band 4 war, dass Laisa endlich Zugang zu ihrer Vergangenheit erhält - zumindest teilweise. Und sie hat endlich Menschen wie sich selbst um sich herum, eventuell beginnt da sogar eine Romanze mit einem männlichen Katzenmenschen? Man wird sehen!

Auch mit den Farben und wer, wann, mit wem, prägt sich, trotzdem es immer noch sehr verworren und kompliziert ist, dann doch im Verlauf der Reihe nach und nach von selbst ein, so dass man sich als Leser besser zurechtfindet.

Ich will nicht sagen, dass es langweilig ist - es macht Spaß, die Reihe zu lesen, Laisa ist sympathisch und lustig und ihre Freunde auch, und ich finde es toll, was sich die Autorin da in jedem Band wieder einfallen lässt - aber der Ausgang jedes Abenteuers ist sehr vorhersehbar, und die Tatsache, dass Laisa immer alles kann und für alles sofort eine Lösung findet, beginnt irgendwann zu nerven.

Trotzdem zeichnet sich jetzt langsam ein Fortschritt ab, eben durch die Auflösung des Rätsels um Laisas Vergangenheit, und so langsam nähert man sich auch den Zusammenhängen zwischen den Vorkommnissen in den verschiedenen Reichen an, die Evaris treffen aufeinander - die Handlungsstränge kommen immer mehr zusammen. 

Daher gebe ich dem Buch vier von fünf Sternen und werde mich demnächst frohgemut an Band 5 machen. 

Rezension: "Red Rising - im Haus der Feinde" von Pierce Brown

Titel: Red Rising - Im Haus der Feinde
Autor: Pierce Brown
Verlag und Info: Heyne Verlag
TB, 560 Seiten
Preis: 12,99 €
Reihe: Ja, Band 2
Genre: Dystopie/Sciene Fiction 


Red Rising - im Haus der Feinde von Pierce Brown


Inhalt 

Darrow, der geborene Rote, der nun ein Goldener ist, verfolgt immer noch seine Mission, die herrschende Farbe zu infiltrieren und der Rebellengruppe "Söhne des Ares" so zu einem Durchbruch zu verhelfen.

Doch mehr und mehr verliert sich diese Mission in seinem Alltag und in seiner Gegenwart und Darrow muss sich immer wieder selbst daran erinnern, was sein eigentliches Ziel ist, denn er hat überhaupt keinen Kontakt mehr zu den ursprünglichen Drahtziehern.

Er ist mittlerweile im Haus Augustus aufgenommen, fällt aber bei seinem Ziehvater in Ungnade, da er sich bei einem Übungskampf gegen die Bellonas nicht beweisen kann. 

Bevor er sich versehen kann, entbrennt ein Krieg zwischen den Häusern, der sich zu einem Krieg um die Herrschaft auf dem Planeten Mars und gegen das aktuelle Oberhaupt Oktavia de Lune entwickelt. Doch auch die Söhne des Ares tauchen auf einmal wieder auf der Bildfläche auf und erinnern Darrow an seine Herkunft als Roter und an seine ursprüngliche Aufgabe.

Doch Darrow hat auch bei den Goldenen mittlerweile treue Freunde und versucht, sie zu schützen. Somit wird sein Leben immer komplizierter. Kann Darrow seinen Prinzipien treu bleiben und das ganze Farbsystem der Weltengesellschaft aus den Angeln heben?


Beurteilung 

Ich habe mich hier schon bei der Zusammenfassung schwer getan, denn es passiert so viel auf diesen knapp 600 Seiten, das man gar nicht weiß, wo man eigentlich anfangen soll.

Ursprünglich habe ich begonnen, Red Rising zu lesen, weil es sich nach einer spannenden Dystopie angehört hat. Und den ersten Band fand ich auch wirklich gut.

Teil 2 "im Haus der Feinde" ist mir entschieden zu Science Fiction lastig, ich würde schon fast sagen, es ist eher Space Opera. Zwar wird zwischendurch mal die Vergangenheit der Menschen auf der Erde erwähnt, da hört die Ähnlichkeit mit einer Dystopie dann aber auch schon auf.

Von der ersten Seite an fliegen einem Begriffe von allen möglichen Raumschiffen, Kriegsmanövern, Rüstungen etc. um die Ohren, so dass man zuerst einmal nicht wirklich durchblickt.

Das wird nach den ersten 50 Seiten wieder besser, es gibt durchaus sehr spannende Parts in diesem zweiten Teil, aber eben immer wieder durchbrochen durch bildgewaltige Weltraumkampfszenen, von denen ich eigentlich gar kein Fan bin.

Mit den verschiedenen Farben, die die Menschen in verschiedene Wertigkeitskategorien bzw. Berufsgruppen einstufen, komme ich noch recht gut zurecht, auch wenn das schon einige sind. Wenn man sich allerdings dann noch zusätzlich zwischen den unzähligen Häusern der Goldenen auskennen muss und dann noch ein paar handelnde Protagonisten ständig die Seiten zwischen den Häusern oder gar zwischen den Rebellen und den Goldenen wechseln, wird es ganz schön kompliziert.

Somit hat man zwischendurch immer wieder ein paar Dutzend Seiten guten Lesefluss und dann wieder ein paar Dutzend Seiten, durch die man sich mehr oder weniger mühselig kämpft, da doch manches eher Uninteressante recht ausschweifend beschrieben wird.

Mein Fazit: 

Da ich den ersten Band sehr gut Fand und auch in diesem zweiten Teil durchaus einiges an der Handlung positiv fand ( und nicht zuletzt den Protagonisten Darrow symphathisch und unglaublich interessant finde), hoffe ich, dass Band 2 nur ein "Durchhänger" ist und der dritte bereits erschienene Band, "Tag der Entscheidung", wieder zu Hochform von Band 1 zurückfindet.

Daher vergebe ich hier von 4 von 5 Rezisternchen.