Donnerstag, 26. April 2018

Rezension: "Opfermond" von Elea Brandt

Titel: Opfermond 
Autor: Elea Brandt 
Verlag und Info: Mantikore Verlag
TB, 436 Seiten
Preis: 13,95 €
Genre: Fantasy
Reihe: Nein

Opfermond - Elea Brandt


Inhalt 

Indra, eine Hure aus dem Armenviertel Sha-Quai. Varek, ein Söldner im Dienst des blutigen Gottes. In Sha-Quai beobachtet Indra einen Mord. Sie denkt sich nicht viel dabei - in Sha Quai sterben ständig Leute.

Varek wird vom Vater des Toten, der aus einer sehr wohlhabenden Familie stammt, beauftragt, den Mord an seinem Erben aufzuklären. Varek und Indra wissen aber nichts voneinander. 

Indra wird durch merkwürdige Ereignisse immer wieder an den Mord erinnert und trifft irgendwann
auch auf Varek. Eigentlich ist ihr alles egal, doch es geschehen immer mehr seltsame Todesfälle, und als auch Indra direkt betroffen wird, ist sie genauso wie Varek, nur aus anderen Gründen, entschlossen, die Hintergründe aufzuklären.

Im Zusammenhang mit den seltsam zugerichteten Todesopfern scheint ein Kult wiederaufzuleben, der im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht und der einem Ereignis entgegenfiebert, dass das Ende der ganzen Stadt bedeuten kann: Der Opfermond. 


Beurteilung 

Also dieses Buch ist wirklich nichts für zartbesaitete. Erfrischend schonungslos breitet die Autorin die Lebensumstände der von der Gesellschaft Verstoßenen aus: Dreck, Armut, Krankheiten, Mord, Misstrauen und Missgunst sind an der Tagesordnung. 

Indra mochte ich von Anfang an - sie ist ungebildet, aber schlau. Ein bisschen naiv in manchen Dingen, aber auch tough - sie versteht es zu überleben, hat aber unter der harten Schale immer noch einen weichen Kern, und diese Kombination macht sie einfach liebenswert. 

Varek ist eben ein Kerl, wie sie aus solchen Lebensumständen wohl hervorgehen: Von der Gesellschaft verachtet, aber als notwendiges Übel akzeptiert, der irgendwie auch das Herz am rechten Fleck hat - aber das gut zu verstecken weiß.
Parallel werden die Geschichten und Sichtweisenn der beiden erzählt und ganz allmählich immer enger miteinander verknüpft. 

Abgesehen davon gibt es auch einige ziemlich eklige und blutige Situationen, auch ein paar ein bisschen gruselige, die man wegstecken muss. Insgesamt könnte man denken, man liest einen Krimi, da es sich größtenteils um die Aufklärung eines Mordes dreht. Aber zusammen mit den Geschichten von Indra und Varek und im Zusammenhang mit dem gruseligen Kult ergibt sich auch ohne Zauberei und Magie eine echt wirklich spannende und bis zum Schluss mit Überraschungen aufwartende Geschichte. 

Das Ende hat mich wirklich fertiggemacht, das war irgendwie nicht so, wie man es von einem Buch gerne hätte - eher so, wie das Leben eben spielt. Aber trotzdem zu Tränen rührend. 

Opfermond lässt sich super lesen, Elea Brandt beschreibt detailreich und lebensecht, aber trotzdem in einem einfach zu folgenden und gut verdaulichen Stil, der keine Langeweile aufkommen lässt. 

Daher ist Opfermond für mich ein voller Leseerfolg und bekommt von mir 5 von 5 Rezisternchen.


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