Samstag, 21. September 2019

Rezension: "Sieben Arten Dunkelheit" von Christian von Aster

Titel: Sieben Arten Dunkelheit
Autor: Christian von Aster
Verlag und Info: Thienemann Esslinger Verlag
Wertung: 4/5 Sterne
HC, 336 Seiten
Preis: 17,00 €
Genre: Fantasy
Reihe: nein
VÖ:2019
© Thienemann Esslinger Verlag

Werbung - Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Sieben Arten Dunkelheit - Christian von Aster


Inhalt

David hat Angst im Dunklen. Doch als die blinde Ayumi in seine Klasse kommt, zeigt sie ihm, dass das Dunkel eine ganz eigene Welt ist. Gerade rechtzeitig entdeckt David, was er eigentlich unbewusst schon immer gespürt hat - denn manche Wesen im Dunkel sind böse und planen, die ganze Welt an sich und in die Schwärze zu reißen. 

David und Ayumi müssen sich schon bald und nur notdürftig ausgebildet einem ausgewachsenen Magier der Dunkelheit entgegenstellen, der mächtige Helfershelfer aus beiden Welten hat. 




Beurteilung 

"Sieben Arten Dunkelheit kennst Du. Hauch, Schatten, Zwielicht, Dämmer, Dunkelheit, Finsternis und Schwärze".

Dieses Zitat sagt schon recht gut aus, worum es sich im Buch dreht. Das finde ich spannend. Ich glaube, ich werde nie wieder, wenn ich morgens aufstehen, glauben dass ich alleine bin, bevor ich auf den Lichtschalter drücke :-) Warum ist eigentlich vorher noch nie jemand auf die Idee gekommen, darüber ein Buch zu schreiben?

Christian von Aster beweist mit diesem Buch - ich glaube, das erste, das ich von ihm gelesen habe - eine unglaubliche Kreativität, vor allem was die Namensgebung für Fantasiegestalten angeht. 
Ich frage mich ja, ob die Idee der sieben Dunkelheiten vielleicht von den Kreisen der Hölle abstammt. Naja, das kam mir jetzt nur so gerade beim Tippen als Assoziation :-)

Die Geschichte spielt zum Teil in Deutschland, zum Teil auf einer Südseeinsel. Auch eine sehr interessante Kombination. Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein: Ein Ureinwohner-Stamm einer abgeschiedenen Insel, ein nicht allzu beliebter Junge, ein Hausmeister, ein blindes Mädchen mit viel Selbstbewusstsein und ein größenwahnsinniger Lampenhersteller. 
Ich mochte die Protas eigentlich alle ganz gerne, auch wenn ich mich in keinen davon zu 100% reinfühlen konnte. Am ehesten war ich noch bei David und Ayumi, die zwei Geschwister R'hee und Krigk konnte ich nicht so ganz fassen.

Der Schreibstil des Autors hat mir gefallen - gut zu lesen und irgendwie klang, zumindest für mich, immer eine Portion Selbstironie durch. Als würde sich der Autor beim Schreiben immer denken "Also wirklich, welcher Leser soll das denn jetzt noch glaubwürdig finden, aber ok...." Was mich ein kleines bisschen aufgehalten hat, war die große Menge an Namen und Bezeichnungen für die verschiedenen Tiere, Gegenstände und Meister der Dunkelheit mit ihren verschiedenen Fähigkeiten. Da bin ich das eine oder andere Mal etwas abgeschweift, so dass dies einen kleinen Abzug in Punkto Lesefluss gibt.

Ich bin ja ein tierlieber Mensch - aber Hamstern und anderen Käfigtieren konnte ich nie viel abgewinnen. Ich glaube, ich möchte jetzt gerne einen Hamster :-) Einen Schattenhamster! Die Tiere und Wesen, die der Autor in der Dunkelheit leben lässt, sind zum Teil süß, bewundernswert und teils einfach nur schaurig - aber selbst den übelsten Wesen haucht der Autor mit seiner Geschichte noch Empfindungen ein.  

Das Ende gleicht einem ziemlich feurigen Showdown, und auch wenn ich es alles in allem etwas überdreht fand, gefällt mir der deutlich werdende Humor, der immer wieder in der Erzählung mitschwingt, und die trotz der Dramatik immer wieder auftretenden lustigen Situationen. 

Fazit: Eine durchaus gut durchdachte Geschichte, mit einer noch gut zu durchschauenden Komplexität, einer Portion Humor und extrem viel kreativem Erfindungsgeist - Christian von Aster hat es geschafft, eine wirklich neue Idee toll umzusetzen. Kleiner Abzug meinerseits für die leichte Überfrachtung mit diversen Wesenheiten und Bezeichnungen und das etwas überzogene Ende. 
Insgesmt gibt es von mir 4/5 Sterne.


Der offizielle Klappentext gibt meiner Meinung nach nicht allzuviel her, hier ist er dennoch: 

Das Vielnachtamulett schützt seinen Träger vor der Magie der Finsternis. Als Schüler eines Nachtzähmers tragen David und Ayumi diesen Talisman. Doch im Dunkel braut sich etwas zusammen, so finster, dass kein Amulett der Welt dagegen etwas ausrichten kann …

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