Freitag, 27. September 2019

Rezension: "Die Einsame im Meer" von Serena Valentino

Titel: Die Einsame im Meer 
Autorin: Serena Valentino
Verlag und Info: Carlsen Verlag
Wertung: 5/5 Sterne 
HC, 208 Seiten
Preis: 12,00 €
Reihe: Ja (Teile unabhängig lesbar)
VÖ: 2019
© Carlsen Verlag

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Die Einsame im Meer - Serena Valentino, Walt Disney


Inhalt 

"Die Einsame im Meer" erzählt die Geschichte der Hexe Ursula, die Arielle so grausam hintergeht, als diese ihre große Liebe, der ein Mensch ist, für sich gewinnen will. 
Doch warum ist Ursula so böse? In welcher Beziehung steht Ursula eigentlich zu den anderen Hexen, die in der Märchenwelt unterwegs sind, was hat sie mit der Königsfamilie Morningstar zu tun und wie passen die drei wirren Hexen und die Schöne und das Biest dazu?

Das wird hier in diesem Buch beleuchtet und wir dürfen hinter die Kulissen von Arielles Welt schauen.




Beurteilung 

Laut Klappentext ist dies die Geschichte von Arielle - doch eigentlich ist Arielle in "Die Einsame im Meer" nur eine Nebenrolle. 

Wie schon in den anderen beiden bereits erschienenen Disney Villains - Büchern wird auch hier die Geschichte aus einer völlig anderen Perspektive erzählt - beziehungsweise, eigentlich gibt es verschiedene Geschichten, die hier miteinander verflochten werden: 

Die drei Hexenschwestern Martha, Ruby, Lucinda sind immer noch auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester Circe und ihnen ist jedes Mittel recht, um zu erfahren, wo sie ist und wie es ihr geht. Es ist die Geschichte von Ursula, der Meerhexe, und die Geschichte von Tulip Morningstar, der Prinzessin, die einfach dem Prinzessinnenklischee nicht gerecht werden will.  

Wie immer werden hier die Nebenfiguren ins Rampenlicht gerückt und dem Leser wird es schwer gemacht, die Antihelden weiter als Bösewichte abzustempeln - denn wenn man erfährt, was ihnen widerfahren ist, warum sie "böse" wurden, fällt es wirklich schwer, überhaupt kein Verständnis zu haben.
Dadurch sind die Erzählungen der Autorin auch überraschend und spannend - denn die Märchen kennt man ja größtenteils, aber was uns hier über die Antagonisten enthüllt wird - deren Vergangenheit, Beziehungen untereinander und geheimen Gedanken - ist neu und in jedem Buch werden wieder neue, überraschende Beziehungen und Rückschlüsse entwickelt. 

Ich war ja von den anderen beiden Bänden wirklich beeindruckt - total schade, dass sie immer so kurz sind. Serena Valentino prägt einen total einfachen, dennoch flüssigen und lockeren Schreibstil, der Sprachstil erinnert zwar an die klassische Märchenerzählung, ist aber deutlich moderner und aufgelockerter. 

Die Verbindungen zwischen den eigentlich unabhängigen Märchen werden hier weiter ausgebaut - eigentlich müsste ich mich mal hinsetzen und die ganzen Verbindungen zwischen den Protas der verschiedenen Märchen rausschreiben und versuchen, in einen Familienstammbaum einzuzeichnen. Das wäre mal ein tolles Poster :-) 

Wer mich ein bisschen kennt, ahnt vielleicht schon, wo ich mein persönliches Highlight dieser Geschichte gefunden habe: Pflanze. Die Katze mit dem unheimlichen Namen und Fähigkeiten, die eine normale Katze definitiv nicht haben sollte. Pflanze lässt mich mal wieder darüber nachdenken, was ich über meine eigenen Katzen denke..... ich finde diese Katze toll, sie ist unabhängig, lässt sich von niemandem beeindrucken und hat anscheinend ihren ganz eigenen Plan. Man weiß nicht so recht, ob sie gut ist oder böse oder ob man das einfach nicht einsortieren kann. Sehr geheimnisvoll und absolut perfekt auf die typische Katze zugeschnitten. 

Und, was mich ehrlich gesagt überrascht hat und was ich auch ein klein bisschen fies fand, das Buch endet mit einem winzigen, aber total bösen Cliffhanger. Jetzt bin ich gespannt, ob es in der nächsten Villains Geschichte da ansetzt und über dieses Ende der Übergang zur nächsten "Behind the scenes" - Geschichte gezogen wird, oder ob es eine Fortsetzung gibt, aber das kann ich mir nicht vorstellen, denn Arielles Geschichte ist in diesem Buch abgehandelt. 

Fazit: Meine Erwartungen wurden erfüllt - wieder eine tolle Geschichte mit neuen Überraschungen, und jetzt geht wieder das Warten los, bis endlich der nächste Band veröffentlicht wird.... daher 5/5 Sterne von mir. 

 

Der offizielle Klappentext: 

Die Geschichte der Meereskönigstochter Arielle ist ein großes Märchen der Weltliteratur. Es geht darin um das Verlieren, Wiederfinden und Aufbegehren. Immer will Arielle mehr, als ihre Welt ihr bieten kann, und ihr Vater verlangt, dass sie innerhalb der Grenzen seiner Welt bleibt. Ihre Rebellion kostet die kleine Meerjungfrau ihre Stimme und fast ihre Seele. Aber die Kraft des Guten überwiegt, und Ariel taucht stolz und unverändert auf. In diesem Buch wird das Märchen erstmals als spannender, psychologisch einfühlsamer Fantasy-Roman erzählt.

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