Samstag, 7. Dezember 2019

Gedanken zum Thema "Parallelwelten" - inspiriert von "Nurianer" - C.Degenhardt

Titel: Nurianer - Gespaltene Welten
Autorin: Christina Degenhardt 
Buch hier erhältlich: Amazon
TB, 630 Seiten
© Christina Degenhardt
© Banner: AuthorsAssistant
 Parallelwelten
Vor Kurzem durfte ich das Buch "Nurianer - Gespaltene Welten" von Christina Degenhardt lesen und rezensieren (Hier findet Ihr nochmal meine Rezension). 
Ganz kurz zusammengefasst geht es in "Nurianer" ja darum, dass die Protagonistin Nina  im Stadtwald von Frankfurt unverhofft in einer Parallelwelt, nämlich dem Waldlandreich, landet. 
Das Waldlandreich existiert quasi zeitgleich und auf der gleichen Fläche wie unsere "bekannte" Welt, und eigentlich können nur dort geborene Menschen oder deren Abkömmlinge die unsichtbare Grenze übertreten.
Das hat mich zum Überlegen gebracht. Grundsätzlich finde ich solche Ideenkonstrukte extrem interessant, auch wenn ich bei wissenschaftlichen Ansätzen schnell passen muss. Nicht nur Fantasybücher beschäftigen sich mit diesem Thema - auch beliebte Serien wie "Fringe" oder "The Man in the High Castle" (noch nicht gesehen? Dann hopp hopp!) spielen mit dieser Idee. 
Wikipedia definiert den Begriff Parallelwelten übrigens so: 
Der Begriff Parallelwelt oder Paralleluniversum bezeichnet eine hypothetische Welt oder ein Universum außerhalb des bekannten Universums. Die Gesamtheit aller Parallelwelten wird als Multiversum bezeichnet.
Alles klar, oder? ;-) 
Ich ganz persönlich bin ja der Überzeugung, dass es so etwas geben kann. Stellt Euch das nur vor! Dabei gibt es für mich zwei Varianten: Mit meinen (begrenzten) Physikkenntnissen könnte ich mir vorstellen, dass es tatsächlich zeitgleich existierende, völlig verschiedene Realitäten gibt (bei dem ganzen Gerede über Relativität, Raum-Zeit-Krümmung etc. ist ja alles möglich) - oder aber dass es tatsächlich Alternativwelten mit gewissen Regeln gibt, in denen es quasi Doppelgänger von jedem Menschen gibt, deren Leben sich aber je nach Umständen anders entwickeln wie in den anderen Welten - der berühmte Schmetterlingseffekt. Ein gemeinsamer Ausgangspunkt, und an gewissen Entscheidungspunkten im Leben splittet sich unbemerkt ein Alternativuniversum ab. 
Was haltet ihr davon? Ganz ehrlich, ich könnte über das Thema stundenlang referieren. In "Nurianer" spielt die Autorin ja mit der ersten Variante. Im Buch finde ich vor allem den Aspekt interessant, dass die Menschen im Waldlandreich versuchen, im Einklang mit der Natur zu leben - hier nimmt Christina Degenhardt ja das aktuelle Dauerbrenner-Topthema Klimawandel, Nachhaltigkeit und Ressourcenknappheit aufs Korn, und liefert hier dem Leser zum einen Inspiration, wie jeder selbst in unserer Realität den Nurianern nacheifern kann, streift aber auch politische Gesichtspunkte. 
Denn die wissenschaftliche Faszination für Parallelwelten ist das eine - aber stellt Euch mal vor, was es für Konsequenzen hätte, wenn deren Existenz, in welcher Form auch immer, tatsächlich nachgewiesen würde und man in irgendeiner Form im gegenseitigen Bewusstsein koexistiert mit der Möglichkeit, Synergien zu schaffen - jede Chance bietet auch immer Risiken, und so wie ich die Menschheit in meinen 41 Jahren kennengelernt habe, fürchte ich, dass es wieder nur in Krieg und Intrigen um Politik, Macht und Lebensraum ausarten würde.
Aber wer sagt, dass in einer Parallelwelt auch menschengleiche Wesen leben müssen? Vielleicht hat sich das Leben dort völlig anders entwickelt als in unserer Realität? Ihr merkt schon - ein unendliches Thema. 

Ich hoffe, ich konnte Euch damit zu ein paar Gedankenspielen anregen, sowie Euch neugierig auf das Buch machen.
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