Donnerstag, 17. Februar 2022

Rezension: "Prison Healer - Die Schattenheilerin" von Lynette Noni



Titel: Prison Healer - die Schattenheilerin
Autorin: Lynette Noni
Verlag und Info: Loewe Verlag
HC, 524 Seiten
Preis: 19,95 €
Bewertung: 5/5 Sterne
Reihe: Band 1
Genre: High Fantasy
VÖ: 2022
© Loewe Verlag

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Prison Healer: Die Schattenheilerin - Lynette Noni

Worum geht's?

Die junge Kiva ist als Kind zusammen mit Ihrem Vater ins zentrale Gefängnis Zalindov gekommen - ein Ort ohne Wiederkehr. Dort herrschen die grausigsten Bedingungen, nur wenige überleben länger als ein paar Wochen.

Kiva hat Glück im Unglück - Sie ist die Heilerin des Gefängnisses und somit halbwegs geschützt. Doch als der Gefangene Jaren eingeliefert wird, ändert sich ihr ganzes Leben - er hat etwas an sich, dass sie nicht kalt lässt. Doch andere Ereignisse fordern ihre Aufmerksamkeit - die berüchtigte Rebellenkönigin wird schwer verletzt eingeliefert, und Kivas Überleben hängt von ihrem Wohlergehen ab.

Kiva muss sich unmöglichen Prüfungen unterziehen, die noch nie jemand überlebt hat.


Beurteilung

Lynette Noni kennen sicherlich einige Leser von Jugendbüchern schon von der dystopischen - sehr gelungenen - Projekt Jane-Dilogie. Mit "Prison Healer" betreten wir eine von ihr konstruierte High Fantasy Welt.

Allein das Buch als Hardcover ist schon ein Augenschmaus- Wunderschönes Coverdesign mit Reliefprint und Ausstattung mit Lesebändchen. So macht Lesen einfach gleich mehr Spaß. 

Für mich ist es ganz wichtig, dass ich mich nicht erst über mehrere Dutzend Seiten in eine Geschichte einlesen muss. Das ist Lynette Noni gelungen - ein sehr kurzer Prolog gibt bereits einen Einblick in eine Schlüsselszene aus der Vergangenheit, danach geht Prison Healer sofort in die Vollen. Wir landen mitten in einer Szene in Kivas Haupttätigkeit und die Autorin hat es geschafft, mich a) sofort mit Ihrem Erzählstil in den Bann zu ziehen und b) innerhalb von 5 Seiten meine absolute Sympathie für Kiva zu wecken und ab da absolut immer auf ihrer Seite zu sein.

Die Blase des Lesers bleibt in dieser High Fantasy Welt sehr klein - zum Glück. Fast alles spielt sich innerhalb der Mauern von Zalindov ab, und mit wenigen klaren Beschreibungen schafft die Autorin ein sehr eindrückliches und gut vorstellbares Bild von den Menschen, den Zuständen, den Abläufen und der örtlichen Gestaltung. Kopfkino garantiert. Vom übrigen Weltenbau erfahren wir nur wenig, in groben Zügen wird das herrschende Machtgefüge und Konflikte zwischen den Ländern erklärt, aber wirklich nur so viel wie nötig ist, um die Handlung nachvollziehen zu können.

Die Autorin schafft die richtige Mischung bei der Charakterisierung Ihrer Personen - auch hier mit wohltuend wenigen, aber dennoch absolut pointierten Beschreibungen sowohl optisch als auch vom Handeln und Denken her hat man von jeder Person recht rasch ein Bild, und jede einzelne wirkt authentisch, hat Schwächen, Stärken und Zweifel und bringt seinen ganz individuellen Charakter zum Vorschein. Man sieht sie beim Lesen vor sich, hört sie, und sie sind so unterschiedlich, dass ganz natürlich Situationen und Dialoge entstehen, die echt wirken und sowohl die Emotionen als auch die Atmosphäre ganz natürlich übermitteln.

Sämtliche Interaktionen, Dialoge und Handlungszüge sind authentisch und glaubhaft und genau auf den Punkt. Den Protagonisten wird genug "Grauzone" gelassen, um den Leser an den richtigen Stellen im Unklaren zu lassen, Vermutungen Raum zu lassen, und gleichzeitig kann man der Handlung sehr gut folgen.

Lynette Noni schreibt süchtig machend, die Handlung geht sehr zügig voran und ist schlau eingeteilt: Nachdem es relativ steil losgeht, wir Kiva und ihre Tätigkeit und ihr Umfeld kennengelernt haben, geht die Haupthandlung los und die Prüfungen, die sie zu bestehen hat, werden immer von einigen Tagen "Gefängnisalltag" unterbrochen, in dem aber auch genug los ist und sich die Situationen an mehreren Stellen zwischen den Prüfungen immer weiter zuspitzen. 

Der Spannungsbogen ist also perfekt, und es gibt einige Überraschungen und Wendungen, mit denen einfach nicht zu rechnen ist. Man kann als Leser einfach nicht voraussagen, was passiert, so dass die Sucht endlich mehr zu erfahren und ein Ende präsentiert zu bekommen, auch durch die immer weiter steigende Spannung über die Prüfungen hinweg, auf ein unerträgliches Maß steigt.

Zum Ende sage ich nur soviel: Ich will so schnell wie möglich den zweiten Teil haben! Prison Healer ist ein sehr gelungenes Werk und hat 5/5 Sterne verdient.

 

Klappentext

Seit ihrer Kindheit lebt die siebzehnjährige Kiva in Zalindov, dem brutalsten Gefängnis von Wenderall. Als Heilerin kümmert sie sich um alle Insassen. Doch um die Rebellenkönigin zu retten, muss Kiva nicht nur herausfinden, woran Tilda erkrankt ist, sondern sich auch an ihrer Stelle dem Elementarurteil unterziehen: vier Prüfungen, die Tildas Schuld oder Unschuld beweisen sollen. Besteht Kiva, sind beide frei. Sollte sie scheitern, wird nicht nur die Rebellenkönigin sterben …


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