Sonntag, 25. Februar 2018

Rezension: "Nevermoor - Fluch und Wunder" von Jessica Townsend

Titel: Nevermoor -  Fluch und Wunder
Autor: Jessica Townsend 
Verlag und Info: Oetinger Verlag
HC, 432 Seiten
Preis: 19,00 €
Genre: Jugendfantasy
Reihe: Ja, Band 1

Nevermoor - Fluch und Wunder  -  Jessica Townsend


Inhalt 

In Ihrer Heimat Jackalfax ist Morrigan Crow eine Ausgestoßende: Sie trägt durch ihre Geburt in der Abendzeit einen Fluch - egal was sie tut oder nicht, es scheint anderen Menschen Unglück zu bringen.

Daher muss Morrigan, die Tochter eines angesehenen Politikers von Jackalfax, an ihrem 11. Geburtstag sterben - doch dann wird sie quasi von ihrer eigenen Totenfeier weg entführt und in das Reich Nevermoor entführt - von niemand geringerem als Jupiter North, einem ehrenwerten Mitglied der Wundersamen Gesellschaft. Doch um dauerhaft im Reich Nevermoor bleiben zu dürfen
, muss sie erst selbst die Aufnahmeprüfungen zur Mitgliedschaft in die Gesellschaft bestehen, um nicht wieder abgeschoben zu werden.

Und diese Prüfungen sind anders als alles, was Morrigan sich je vorstellen konnte. Sprechende Katzen, Drachen, Einhörner, nachwachsende Kristallleuchter mit eigenem Willen und vieles mehr gibt es in Nevermoor zu bestaunen, doch die Stadt hat durchaus auch ihre Schattenseiten.

Ihre einzige Verbindung zur alten Heimat ist der geheimnisvolle Mr. Jones, dem sie immer wieder begegnet. Was verbindet die Beiden? Morrigan und ihr neuer Freund Hawthorne kommen der Lösung des Rätsels irgendwie einfach nicht näher....


Beurteilung 

Auch bei diesem Buch haben mich sowohl das Cover als auch der Titel sofort angesprungen - ich musste das Buch einfach lesen. Es ist absolut auch für Erwachsene geeignet! 

In dem Buch geht es um das Schicksal der kleinen Morrigan, die eine sehr einsame Kindheit hat und die von niemandem geliebt wird, nicht mal von der eigenen Familie. Und sie lebt in dem Glauben, dass sie tatsächlich an allen negativen Ereignissen in ihrem näheren und weiterem Umfeld durch ihren Fluch die Schuld trägt. 

Wenn man die Geschichte durch die Augen Morrigans verfolgt, bekommt man tatsächlich einfach nur Wut auf die Menschen, die sie umgeben. 
Das Buch hält uns aber, wenn wir etwas abstrakter denken, tatsächlich einen unschönen Spiegel vor - neigen wir nicht oft dazu, Menschen und Dinge vorschnell zu verurteilen und in Schubladen zu stecken, die uns gerade passen?

Trotz der Tatsache, dass es sich um einen Unterhaltungsroman handelt, soll die Geschichte glaube ich auch zum Nachdenken anregen, und das tut sie - aber wunderbar leicht und bunt und mit vielen wundervollen und positiven Momenten.

Morrigan muss erleben, wie sie in ihrer eigenen Welt zu Grabe getragen wird, wird gejagt, entführt und muss in Nevermoor damit klarkommen, dass ihr die Abschiebung droht, wenn sie nicht den Prüfungsparcours der wundersamen Gesellschaft besteht und unter die besten 9 von 500 Kandidaten kommt.

Der Grusel kommt ebenso nicht zu kurz: Körperlose Welten, Friedhöfe, Hexenzirkel, Horrorlegenden
, Schreckensprüfungen - alles dabei. Jessica Townsend jagt uns in Nevermoor von einem fantastischen Ideenkonstrukt ins Nächste, ihre Kreativität kennt keine Grenzen. Zwischen klassischem Märchen und Steampunk findet hier alles in einer wundervollen Mischung zusammen.

Nevermoor ist sehr einfach und unkompliziert zu lesen, macht dem Leser die Visualisierung des Gelesenen sehr leicht und punktet mit extrem liebenswerten Hauptfiguren, auf deren weitere Geschichte man gespannt sein darf.
Nevermoor bekommt daher von mir 5 von 5 Rezisternchen.

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