Donnerstag, 31. Mai 2018

Rezension: "Die Feuerdiebin" von Arthur Philipp

Titel: Die Feuerdiebin
Autor: Arthur Philipp
Verlag und Info: Blanvalet Verlag
TB, 576 Seiten
Preis: 15,00 €
Genre: Fantasy
Reihe: Ja, Band 2

Die Feuerdiebin - Arthur Philipp


Inhalt 

Feja hat den Orden der grauen Magier nach der Katastrophe verlassen. Eigentlich will sie nach Hause zurück, doch dort findet sie den Hof ihrer Eltern von Fremden besetzt vor. 

Unschlüssig, was sie nun mit sich anfangen soll, wird sie ohne ihr Zutun auf einmal zum Bösewicht des ganzen Reichs, und nicht nur die grauen Magier, sondern auch die Heere des Königs selbst sind hinter ihr her, da ihr der Schuld am Tod eines Prinzen gegeben wird und sie auch gleich noch als Auslöserin eines jahrhundertealten Fluchs angesehen wird.

Ihr Weg führt sie zu einer alten Naturmagierin hoch im Gebirge, doch auf dem Weg dorthin drohen ihr allerlei Gefahren und sie weiß auch noch gar nicht, ob sie dort Willkommen ist. Gerade als sie hofft, ihren Weg zu finden, kommt sie einer Intrige
zwischen den Magierorden auf die Spur, die nicht nur ihr Leben, sondern das aller Menschen und die Magie auf der ganzen Welt beeinflussen und im schlimmsten Fall zerstören kann.

So muss Feja versuchen, sich selbst von den üblen Nachreden reinzuwaschen und die nächste Katastrophe zu verhindern. Doch auch ihre eigene Magie und was sie in Zukunft mit ihr anfangen soll, muss sie erst noch wirklich finden.  


Beurteilung 

Diese Reihe ist momentan die einzige im Bereich High Fantasy, die ich weiter verfolge, obwohl ich vom Genre so langsam abkomme.

Arthur Philipp schreibt wirklich sehr gut und schafft es trotz der Tatsache, dass die Handlung relativ langsam voranschreitet und alles sehr genau beschrieben wird, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Die Erzählung verläuft in parallelen Handlungssträngen - die Geschichte von Feja, die Geschichte vom Orden und die Geschichte des Königs und seiner Getreuen - die sich erst sehr spät vollständig verweben und zusammenfinden.

Fejas Geschichte habe ich natürlich immer am liebsten gelesen, weil mir höfische Intrigen und politisches Gerangel schnell auf die Nerven gehen und ich bei zu viel Komplexität nicht mehr durchblicke. Das schafft man bei dieser Geschichte gerade noch so, obwohl ich manchmal vor lauter Intrige in der Intrige auch ein bisschen den Faden verloren habe.

Feja aber ist eine sehr liebenswerte Prota, die trotz der vielen Steine auf ihrem Weg nie endgültig aufgibt, aber auch nicht die übertoughe Superheldin ist, sondern bei der auch mal was schiefläuft.

Ich kann mir vorstellen dass es einige Leser gibt, denen die Story zu langatmig ist, aber ich persönlich fand es sehr gut zu lesen, und trotz der Tatsache, dass es auch hier ein königliches Heer gibt, bleiben die in der High Fantasy so beliebten epischen Schlachten aus, worüber ich überhaupt nicht traurig bin.

Mein Lieblingsprota war bzw. ist übrigens der "verrückte" Krötensammler, der so viele Geister der Ahnen in sich trägt, dass er immer massig Gesprächspartner dabei hat, auch wenn er alleine ist :-)

Die Magie, die in dieser Reihe recht klassische Anwendung findet, spielt in der ganzen Handlung eigentlich eine eher untergeordnete Rolle, auch wenn sich die Handlung um sie dreht, konzentriert sich die eigentliche Geschichte doch auf Fejas persönliche Entwicklung, wie ich finde. Ich finde das aber überhaupt nicht schlimm. Ich habe die Feuerdiebin sehr gern und sehr zügig gelesen, dennoch bringt mich auch dieses Buch nicht davon ab, mich künftig eher auf Fantasy mit modernen Elementen zu konzentrieren, weil ich diese Mischung einfach geiler finde. 

Trotzdem bekommt diese Fortsetzung von mir 5 Sternchen, weil ich sie rundum einfach gelungen finde.

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