Sonntag, 14. Januar 2018

Rezension: "Constellation - Gegen alle Sterne" von Claudia Gray

Titel: Constellation - Gegen alle Sterne
Autor: Claudia Gray
Verlag und Info: CBJ & CBT Verlage
HC, 512 Seiten
Preis: 18,00 €
Genre: Dystopie/Jugendbuch
Reihe: Nein

Constellation - Gegen alle Sterne  -   Claudia Gray


Inhalt 

Die Erde steht kurz vor dem Aus. Lebensraum und Rohstoffe sind Mangelware. Zum Glück ist es der Erde vor langer Zeit gelungen, andere Planeten zu besiedeln. Die Reise zwischen den Planeten kann mittels Sternentoren in relativ kurzer Zeit bewältigt werden.

Doch leider leben nicht alle Planeten friedlich nebeneinander her: Genesis hat sich abgeschottet, weil sie mit der Art und Weise, wie die Erde Raubbau mit den anderen bewohnten Planeten betreibt, nicht einverstanden ist.
Und so führt Genesis Krieg gegen die Erde - und eine der jungen Freiwilligen, die in einem Letztschlag die Raumschiffe von der Erde von Genesis fernhalten wollen, ist Noemi. 

Bei einer Übung wird sie allerdings von ihrer Staffel getrennt und muss
in einem aufgegebenen Raumschiff Nothalt machen - und trifft dort ausgerechnet auf einen Mech, eine künstliche Intelligenz, die ihr seit Kindesbeinen als ärgster Feind eingetrichtert wurde.

Doch nur mit dem Mech Abel kann sie es schaffen, zu überleben. Es stellt sich heraus, dass er ein ganz besonderes Mech Modell ist, und Noemi merkt schnell, dass er anders ist, als ihr die Mechs immer beschrieben wurden. 

Noemi und Abel werden Weggefährten wider Willen und begeben sich auf einen Weg, dessen Ende sie selbst nicht kennen. 


Beurteilung 

Die ersten Seiten dieses Buchs haben mich zugegebenermaßen so überhaupt nicht angesprochen. Es beginnt gleich in einer äußerst kriegerischen und militärischen Situation, und ich dachte mir nur "hoffentlich wird das jetzt keine Space Opera, in der sich nur Raumschiffe gegenseitig abschießen". 

Und ich kann jetzt sagen: Nein, ist es zum Glück nicht! Man muss Noemi und dem Mech Abel ein paar Seiten Zeit lassen und stellt dann auf einmal fest, dass man sie irgendwie gut findet und die Geschichte doch recht spannend ist. 

Was ich an Constellation sehr interessant finde ist, dass wir hier gleich mehrere Zukunftsvisionen in einer Geschichte haben: Mehrere besiedelte Planeten, deren Bewohner und Atmosphäre sich aber völlig unterschiedlich entwickelt haben und die doch miteinander koexistieren und im Zusammenhang stehen. 

Die Autorin gibt aber zum Glück den Personen und der Handlung Vorrang vor dem Hintergrund der Planetenreisen, die Technik und die wissenschaftlichen Hintergründe werden wirklich nur soweit angesprochen, wie es für das Verständnis der Story und den Aufbau der Atmosphäre notwendig ist, und hält den Lesefluss nicht auf. 

Viele verschiedene Charaktere, die sich aufgrund der unterschiedlichen Lebenshintergründe auch sehr verschieden darstellen und die trotzdem alle etwas liebenswertes haben - Sogar und vor allem Abel, die künstliche Intelligenz, die über sich selbst hinauswächst, machen die Geschichte bunt und Abwechslungsreich.
Gerade die Nebendarsteller, die immer wieder für kurze Zeit Wegbegleiter von Noemi und Abel werden, sind toll und ich fand es immer schade, wenn sie nach kurzer Zeit erstmal wieder abgetaucht sind, zum Beispiel die Razer-Gruppe oder die beiden Vagabunden, oder auch die Rebellin Riko.

Ganz wunderbar finde ich den allmählichen Sinneswandel, den Noemi und Abel im Verlauf ihrer Geschichte machen, ein bisschen hat mich das alles ja an I,Robot erinnert, falls jemand den Film kennt - aber nur ein bisschen.
In "Constellation" kommt auch ein bisschen Romantik vor, aber auch hier ist sie wieder nur "Sidestory" und gehört nur am Rande zur eigentlichen Geschichte. 

Das Ende fand ich überraschend, aber irgendwie nicht befriedigend - das hätte ich mir irgendwie größer und anders gewünscht. 

Trotzdem war Constellation für mich ein reines Lesevergnügen ohne Einschränkungen und bekommt daher von mir 5 von 5 Sternen. 



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