Mittwoch, 24. Januar 2018

Rezension: "Die Grimm Chroniken I - die Apfelprinzessin" von Maya Shepherd

Titel: Die Apfelprinzessin
Autor: Maya Shepherd
Verlag und Info: Sternensand Verlag
TB, 140 Seiten
Preis: 7,60 €
Genre: Märchenadaption
Reihe: Ja, Band 1 

Die Grimm Chroniken I - Die Apfelprinzessin  -  Maya Shepherd 


Inhalt 

Will, Joe und dessen Schwester Maggy leben zusammen in einer betreuten Wohngruppe, da sie alle ohne ihre Eltern großwerden mussten.

Wills Vater lebt schon seit langem in einer geschlossenen Psychiatrie. Wider Willen besucht ihn Will ab und an, da sein Vater immer nur wieder die gleichen verrückten Geschichten erzählt.

Das aktuelle Jahr 2012 scheint für ihn eine besondere Bedeutung zu haben, doch Will hört seinen Geschichten nicht zu. Erst als er geheimnisvollen Besuch bekommt, der ihm einen Brief von "Königin Mary" überreicht,
der ihn auf eine seltsame Reise schickt, muss er immer wieder an die Geschichten seines Vaters denken.

Vor allem Maggy fallen immer mehr Parallelen zu den von ihr so geliebten klassischen Märchen auf - nur das die Zeichen eher düsterer als märchenhafter Natur sind.  Für die drei Freunde, die den Dingen auf den Grund gehen wollen, beginnt ein seltsames Abenteuer. 

Beurteilung 

Oh. Mein. Gott. 
1. An die Autorin: Wie kannst Du es wagen, uns Leser mit DIESEM Ende einfach so hängen zu lassen? 
2. Wie kann man gleich mehrere Märchen deartig gut in eine moderne Geschichte verpacken? 
3. Wie soll ich denn da jetzt noch eine objektive Bewertung schreiben??

Ich glaube ich habe etwas mehr als eine Stunde gebraucht um die Apfelprinzessin zu verschlingen. 
Ohnehin bin ich ein totaler Fan von Märchenadaptionen. Noch mehr Fan bin ich, wenn diese komplett neu aufgearbeitet werden (Stichwort "dunkle Märchen" und noch allervielmehr wenn dann noch eine Erzählperspektive gewählt wird, die man normalerweise nicht zu lesen bekommt. 

Die Geschichte ist ziemlich raffiniert über zwei Zeitebenen erzählt - einmal im Jahr 2012 mit Will, Maggy und Joe, und ein Zeitstrahl im 16. Jahrhundert, als alles seinen Ursprung nahm. Langsam werden die Geschichten aufeinander zugeführt - aber da es sich ja um eine Buchserie handeln wird, könnt ihr Euch denken, das wir in "die Apfelprinzessin" mit einem ziemlich bösen Cliffhanger allein gelassen werden. Nur gut, dass die Bücher monatlich erscheinen sollen.

Wer schon einmal etwas von Maya Shepherd gelesen hat, z.B. die Radioactive-Reihe, kennt ihren einnehmenden Schreibstil - wenn man einmal von ihr etwas angefangen hat, kann man es nicht mehr aus der Hand legen, weil sie quasi die Hand aus dem Buch streckt, Dich als Leser am Kragen packt und quer durch die Seiten zieht - ich hoffe, das verdeutlicht etwas, wie spannend ich die Apfelprinzessin fand.

Maya Shepherd hat hier mega- gelungen einige Märchen und Figuren in die Geschichte einfließen lassen - vor allem die kurze Begegnung im Krankenhausflur hat mir ein begeistertes Schmunzeln entlockt. 

Ich glaube, ich muss jetzt auch schon wieder aufhören mit meiner Rezension, wenn ich nicht zuviel spoilern will - zusammenfassend gebe ich der Apfelprinzessin 6 von 5 Rezisternchen und fiebere schon jetzt Band 2 entgegen. 

Wer das nicht liest, ist selber schuld.

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