Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension: "The Cage - Gejagt" von Megan Shepherd


Titel: The Cage - Gejagt
Autor: Megan Shepherd
Verlag und Info: Heyne fliegt
TB, 432 Seiten
Preis: 12,99 €
Genre: Jugendbuch/Dystopie 
Reihe: Ja, Band 2 

 The Cage - Gejagt   -   Megan Shepherd

Inhalt

Nachdem es der Gruppe um Cora gelungen ist aus dem "Gehege" zu fliehen,
werden sie recht schnell von den Kindred abgefangen und auf deren
Station in verschiedene "Menagerien" verschleppt, wo sie in Simulationen
verschiedener Umgebungen der Erde (z.B. einer Bar) wie Schauspieler
verschiedene Aufgaben bewältigen müssen - Tag für Tag aufs neue.

Leon gelingt es, innerhalb der Station unentdeckt zu bleiben und nach
und nach seine Freunde zu lokalisieren.

Hochriskant schmieden sie einen Plan, wie sie

von der Raumstation
verschwinden und einen Weg zurück zur Erde zurückfinden können - denn:
So hoch wie ihnen angegeben wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, das es
den Planeten nicht mehr gibt, anscheinend gar nicht.

Die Kindred scheinen die Jugendlichen absichtlich angelogen zu haben -
aber warum, wenn sie doch die Menschheit eigentlich vor ihrer
Vernichtung bewahren dürfen? Und auf welcher Seite steht eigentlich
Cassian, ihr Hüter, für den Cora seltsame Gefühle zu entwickeln beginnt?


Cora wird, kurz bevor sie daran sind, wirklich aufzugeben, vor eine
Alternative gestellt: Anscheinend kann sie bei einem Test teilnehmen,
der allen intelligenten Rassen beweisen soll, dass die Menschheit es
wert ist, unter ihnen aufgenommen zu werden. Doch sie traut dem Frieden
nicht.....

Beurteilung

Wir wechseln im zweiten Band "Gejagt" den Schauplatz - wie oben schon
beschrieben, wurde das "Gehege", das für die sechsköpfige Gruppe
entworfen wurde, aufgegeben, und alle befinden sich nun auf der Station
der Kindred.

Die wenigen Beschreibungen, die wir von der Technik und der Örtlichkeit
bekommen, sind leider nicht sehr genau, so dass man sich, bis auf wenige
Ausnahmen, leider kein allzu genaues Bild machen kann.

Trotzdem ist es sehr spannend, faszinierend fand ich vor allem den
Ideenreichtum, den die Autorin beim Entwurf der verschiedenen Menagerien
entworfen hat. So etwas habe ich wirklich noch nie gelesen - tolle Idee,
die zwar eigentlich sehr makaber und menschenunwürdig ist (hoffentlich
müssen wir so etwas nie erleben), aber total spannend zu lesen.

Die Handlung hat sich für mein Gefühl sehr viel rasanter entwickelt als
im ersten Band, und dadurch, das die Jugendlichen getrennt wurden und in
verschiedenen Ausgangssituationen weitermachen, wird das ganze auch noch
ein Stück komplexer, da die verschiedenen Handlungsstränge parallel
laufen und erst nach und nach wieder verknüpft werden.

Vom Schreibstil und Erzählfluss her bleibt sich die Autorin treu, man
fliegt sehr leicht hindurch und es ist sehr ausgewogen zwischen "zu
oberflächlich" und "zu verschachtelt" - sagen wir mal, leicht verdaulich
:-) Und auf jeden Fall eben auch auf jüngeres Lesepublikum
zugeschnitten.

Wir bleiben auch hier von Romantik verschont (dieser Hinweis für alle
Anti-Liebesgeschichten-Gesinnten) - eine angenehme Abwechslung innerhalb
des Genre, auch wenn auch hier einige nicht ganz keusche Szenen nicht
ausbleiben, aber die sind wirklich sehr rar gestreut.

Die Protagonisten sind weitgehend die gleichen, bis auf wenige
Nebencharaktere, die noch dazukommen, aber keine allzu großen Rollen
spielen, also treffen wir hier hauptsächlich auf Bekannte aus dem ersten
Band, so dass wir niemand mehr neu vorstellen müssen.

Fazit: Das Niveau aus Band 1 konnte gehalten und sogar gesteigert
werden - auch "Gejagt" bekommt daher von mir 5 von 5 Rezisternchen. 


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