Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension: "Chosen - die Bestimmte" von Rena Fischer

Titel: Chosen - die Bestimmte 
Autor: Rena Fischer
Verlag und Info: Planet!
HC, 461 Seiten
Preis: 16,99 €
Genre: Urban Fantasy
Reihe: Ja, Band 1 

Chosen - Die Bestimmte    -    Rena Fischer 


Inhalt
Nachdem Emmas Mutter bei einem Autounfall stirbt, taucht auf einmal ihr
Vater auf und beansprucht das Sorgerecht für sich. Und so muss Emma aus
Deutschland nach Irland übersiedeln und wird dort von ihrem Vater auf
die Sensus Corvi Schule geschickt.

Jedoch handelt es sich nicht um eine normale Schule - denn alle Schüler
auf der Sensus Corvi haben eine besondere Gabe. Bei Emma ist es das
Emotionentauchen - sie kann in andere Personen hineintauchen und
feststellen, was diese fühlen.

Eigentlich dachte Emma, das niemand außer ihrer Mutter von dieser Gabe
wüsste - sie weiß nur,

niemand darf davon erfahren, sonst ist ihr Leben
in Gefahr. Als ihr der Schulleiter Fion Farran erklärt, wie viele
unterschiedliche Begabungen und Ränge es innerhalb von Sensus Corvi
gibt, wird ihr langsam klar, in welche Mammutorganisation sie da
hineingeraten ist.

Fion Farran erkennt enormes Potential in Emma und will sie fördern -
genau wie ihr Vater Jacob und sein Protegé Aidan, der bislang bei ihm
gewohnt hat.

Doch Sensus Corvi hat auch Feinde - und je weiter Emma ihr Potential
entwickelt, desto erbitterter scheinen sich die Fronten zu bekämpfen,
bis es auf einmal um Leben und Tod geht.


Beurteilung

Allein schon der Titel hat mich neugierig gemacht. Als ich den
Klappentext gelesen habe, war ich gleich hin und weg - Schulen für
Jugendliche mit besonderen Gaben haben ja immer das Potential, ein gutes
Buch zu werden :-)

Emma hatte mich als Charakter gleich in der Tasche. Sie ist einfach ein
nettes Mädchen, das - bis auf die Kleinigkeit ihrer besonderen Gabe -
die ganz normalen Probleme und das ganz normale Leben einer Jugendlichen
hat. Was mich an ihr allerdings ein klein wenig genervt hat war, dass
ihr gleich mal jeder neue Junge in ihrem Alter, dem sie begegnet, einen
Flirt anhängt, dem sie nicht abgeneigt zu sein scheint - gleich drei
innerhalb kürzester Zeit, die natürlich alle blendend aussehen.

Was mir an Chosen gut gefällt ist, das relativ schnell klar wird, das
es nicht nur schwarz und weiß gibt. Es ist lange nicht klar - und
eigentlich auch zum Ende von Band eins nur einseitig klar - welche Seite
jetzt eigentlich die "Guten" und welche die "Bösen" sind - ich bin sehr
gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Fest steht, dass es dem Buch an Spannung nicht fehlt - trotz des
Umfangs des Buchs schreitet die Handlung sehr schnell vorwärts und
passiert ständig etwas Neues - teilweise so schnell, das ich
ehrlicherweise stellenweise gar nicht mehr mitgekommen bin, wer denn
jetzt gerade auf welcher Seite steht und welche Rolle sie/er genau in
den vergangenen Geschehnissen gespielt hat. Da muss man sich beim Lesen
wirklich etwas konzentrieren, damit man nicht durcheinander gerät.

Das sind aber wirklich Quengeleien auf hohem Niveau, das Buch ist super
einfach geschrieben und hat einen sehr mitreißenden Schreibstil - man
kann es auch nach 10 Stunden Büro mit müdem Kopf noch hervorragend
lesen.

Die verschiedenen Fähigkeiten, die den Menschen hier angedichtet sind,
sind angenehm abweichend vom Klischee und nicht immer so eindeutig wie
die "üblichen" magischen Begabungen in Fantasyromanen.

Insgesamt hab ich Chosen - die Bestimmte mit großem Vergnügen gelesen,
kann eigentlich keine größeren Kritikpunkte erkennen und muss jetzt
unbedingt die Fortsetzung lesen, da man bei Band 1 nicht wirklich von
einem Happy End sprechen kann.

Chosen bekommt von mir 5 von 5 Rezisternchen.

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