Montag, 24. Februar 2020

Rezension: "Tara und Tahnee - Verloren im Tal des Goldes" von Patrick Hertweck

Titel: Tara und Tahnee - Verloren im Tal des Goldes 
Autor: Patrick Hertweck 
Wertung: 5/5 Sterne 
HC, 300 Seiten
Preis: 15 €
Genre: Kinder-/Jugendbuch
Reihe: Ja, Band 1
VÖ: 2020
© Thienemann-Esslinger Verlag 

Werbung - Dieses Buch wurde mir vom Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Tara und Tahnee: Verloren im Tal des Goldes - Patrick Hertweck


Inhalt 

Tahnees Welt bricht zusammen. Sie lebt ziemlich einsiedlerisch mit ihrem Vater in der rauhen Einsamkeit eines Amerikas zur Goldgräberzeit, doch als ihr Vater auf einmal als Bandit von Kopfgeldjägern verschleppt wird, beschließt sie, ihm zu folgen und ihn zu retten. Und so muss sie sich als kleines Mädchen allein durch die Welt schlagen.

Währenddessen lebt Tara in San Francisco ein behütetes Leben bei ihrem Großvater, doch nach einer Krankheit entdeckt sie durch Zufall, dass ihr Opa und ihr Kindermädchen anscheinend doch einiges verheimlichen, was ihre Vergangenheit angeht. Sie beschließt der Sache auf den Grund zu gehen.

Beurteilung 

Auch wenn es eigentlich nicht mein Genre ist, weil es weder dystopisch noch fantasylastig ist, hat mich irgendwie dieses Cover einfach so angesprochen - zum Verlieben. Und solche Abenteuergeschichten mag ich ja einfach, vor allem wenn es um junge mutige Mädchen geht.

Und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Sowohl Tara als auch Tahnee, deren Geschichten wir unabhängig voneinander verfolgen, haben sich als Charaktere sofort in mein Herz geschlichen und meine Sympathien erobert. 

Es ist doch sehr spannend, zu verfolgen, wie sich die Handlungsstränge langsam aufeinander zu bewegen. Interessant ist auch der Schachzug des Autors, die Erlebnisse von Tahnee normal zu erzählen, während wir Taras Geschichte in Form von Briefen an ihre Mutter verfolgen und sich so erst ganz langsam eine Ahnung davon aufbaut, worauf das hinauslaufen könnte - was ich selbstverständlich an dieser Stelle für mich behalte.

Für mich war es unglaublich faszinierend, mich in dieses Setting zu begeben - die Goldgräberzeit in Amerika muss wirklich abenteuerlich gewesen sein, und auch das Leben von einzelnen Familien und Personen damals. Irgendwie schien alles möglich, das Buch ist einerseits von einer aufregenden Stimmung geprägt, andererseits werden wir als Leser auch mit ernsten Themen wie Rassismus gegen Ureinwohner und generell Andersfarbige in Berührung gebracht, der Behandlung der ursprünglichen Einwohner Amerikas und den Umgang mit afroamerikanischen ehemaligen Sklaven, mit dem nicht sehr gerechten Gesetz des Stärkeren bzw. des Reicheren. 

Gerade wenn ich an die Zielgruppe dieses Buches denke, finde ich es sehr gelungen, wie mit einer mitreissenden Abenteuergeschichte leicht und spielerisch auch solche Themen vermittelt werden, die zum Nachdenken anregen und vielleicht auch außerhalb des Buchs für spannende Diskussionen mit den Eltern sorgen.

Das habe ich hinter mir und eine klare Meinung dazu - in erster Linie aber unterhält der Autor hier natürlich hervorragend, für mich war das Buch auch als erwachsene Leserin von Anfang bis Ende total spannend und vor allem auch nicht absehbar, wie es tatsächlich ausgeht. Dazu das Setting, das wirklich aus vielen anderen Geschichten raussticht, weil ich wirklich glaube das nicht viele Autoren ein Jugendbuch in diese Zeit und diese Lebensumstände versetzen, bringt das doch mal frischen Wind ins Bücherregal. 

Dazu die geniale Art zu erzählen und der sehr gut verständliche Sprachstil, das sorgt für einen perfekten Leseflow und ehe man sichs versieht muss man schon wieder auf eine Fortsetzung warten.

An dieser Story habe ich nichts vermisst und würde mich freuen wenn es bald weitergeht - daher gibt es von mir eine eindeutige Leseempfehlung und 5/5 Sterne!  


offizieller Klappentext

Spannender historischer Abenteuerschmöker für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Sierra Nevada, 1856. Mühsam kämpft sich Tahnee durch die Wildnis. Sie muss ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Immerzu denkt sie an das Versprechen, das sie ihm gegeben hat: Sie muss es schaffen, nach San Francisco zu kommen! Noch ahnt sie nicht, dass dort in einem herrschaftlichen Anwesen Tara lebt, mit der sie ein besonderes Schicksal verbindet …

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