Mittwoch, 21. April 2021

Rezension: "Simulation" von Matthias Clostermann



Titel: Simulation
Autor: Matthias Clostermann
Verlag und Info: BOD Verlag
Bewertung: 5/5 Sterne
TB, 300 Seiten
Preis: 11,99 €
Reihe: nein
VÖ: 2020
Genre: High Tech Thriller
© Matthias Clostermann / BOD

Werbung - Das Buch wurde mir vom Autor als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Simulation - Matthias Clostermann

Inhalt 

Der Softwareentwickler Alex hat es geschafft: Aus einem in ein Kellerbüro verbanntes Projekt, das keiner richtig ernst genommen hat, ist ein Prototyp für die neue Welt des virtuellen Erlebens geworden, das den Weltmarkt verändern kann.

Alex bekommt richtig Druck von seinem Chef, seine Erfindung zur Marktreife zu bringen. Doch bald merken er und sein technischer Support, dass sich ihre künstliche Intelligenz irgendwie falsch und nicht der Programmierung entsprechend verhält - sie verlieren die Kontrolle und können ihre Erfindung nicht mehr stoppen.

Zudem scheint Alex Erinnerungslücken zu haben, denn als er versucht, dem Softwarefehler auf die Spur zu kommen, entdeckt er Dinge aus seiner Vergangenheit, die ihm vollkommen unbekannt sind.

Zunehmend scheint ihn alles zu überrollen und nicht nur ihn, sondern die ganze Welt in den Abgrund zu reißen.

Beurteilung 

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Geschichte für den Autor lesen durfte, denn ich liebe solche Geschichten, die sich um die technische Weiterentwicklung und Möglichkeiten drehen.

Die schlanke Story mit ihren 300 Seiten liest sich einfach so weg. Davon, dass es ein Debut ist, merkt man überhaupt nichts - es ist durchweg sehr durchdacht aufgebaut, flüssig und verständlich geschrieben, bleibt trotz des sehr technischen Themas auf einem Niveau, das jeder versteht, und alles wird gut und nachvollziehbar erklärt.

Sicherlich hat "Simulation" nicht den Anspruch, eine wissenschaftlich sorgsamst recherchierte und fundierte Geschichte zu sein, denn die hier angesprochenen Möglichkeiten und Entwicklungen sind sicherlich reine Fantasie, aber wenn man sich anschaut, was heute schon möglich ist und wo die Trends hingehen, sicherlich nicht ganz so weit hergeholt. 

Zumindest traue ich der Forschung zu, Bemühungen in solche Richtungen zu unternehmen - ob es rein biologisch/technisch von Erfolg gekrönt sein kann, kann ich nicht beurteilen. Ist mir aber auch egal, denn auch davon abgesehen hat mich "Simulation" vollständig mitgenommen.

Es ist stellenweise richtig gruselig, welches Szenario Matthias Clostermann hier für eine mögliche Zukunft entwickelt. Wenn man sich allerdings heute schon anschaut, wie sich die Menschen zu bestimmten Releases vor gewissen Stores mit bestimmten apfelförmigen oder ähnlichen Logos gebärden, ist auch das aus der Realität gegriffen.

Was mir besonders imponiert hat war, dass man absolut nicht absehen kann, wo die Geschichte hinführt - gerade zum Ende hin hat mich der Autor hier mit zwei besonderen Schlüsselszenen sehr überrascht. Wenn man beim Lesen, vor allem als Vielleser wie ich, beim Verfolgen einer Handlung noch so richtig tiefempfundene "Oh Nein" /"das hat er jetzt nicht geschrieben" - Momente hat, dann wurde auf jeden Fall vom Erzähler etwas richtig gemacht! 

Gerade die Tatsache, dass "Simulation" nicht zu sehr in die Tiefe geht und sich nicht in weitschweifende Versuche versteigt, alles bis ins kleinste Detail wissenschaftlich authentisch wirken lassen zu wollen, kann man beim Lesen beim Kern der Handlung bleiben und über das große Ganze nachdenken.

Eine sehr packende Erzählung mit einem geschlossenen, aber trotzdem etwas rätselhaftem Ende, das mir auch sehr gut gefallen hat, wenn es auch ziemlich schockierend war. Ich würde mich freuen, bald Neues vom Autor lesen zu können - ich denke, da kann noch einiges Gutes kommen! Von mir gibts hierfür die vollen 5/5 Sterne.


Klappentext

Für den Computerspiele Entwickler Alex Stein geht ein Traum in Erfüllung. Sein gewagtes Projekt, mittels künstlicher Intelligenz und der Steuerung des menschlichen Nervensystems die virtuelle Realität zu revolutionieren, scheint tatsächlich zu funktionieren. Sein Prototyp erzeugt Simulationen für alle Sinne, die von realem Leben kaum zu unterscheiden sind. Alex Karriere in der Londoner Computerspiele Firma Realmind Systems entwickelt sich rasant. Doch während er in immer perfektere Simulationen eintaucht, beginnt sein reales Leben auseinanderzufallen. Viel zu spät bemerkt er, dass seine Erfindung weit mehr als ein Spiel ist. Sie ist eine tödliche Droge und wird zur Bedrohung für die gesamte Menschheit.
Auf der Suche nach der Wahrheit hinter der künstlichen Welt muss er sich der eigenen, bitteren Realität stellen - einer Realität, der er mit aller Macht entfliehen wollte.

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