Dienstag, 28. Mai 2019

Titel: "The Extinction Cyle - Verpestet" von Nicholas Sansbury Smith

Titel: The Extinction Cycle - Verpestet
Autor: Nicholas Sansbury Smith
Verlag und Info: Festa Verlag
TB, 439 Seiten
Preis: 13,95 €
Genre: Dystopie
Reihe: Ja, Band 1
VÖ: 2016
© Festa Verlag

Werbung - dieses Buch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

The Extinction Cycle - Verpestet   -  Nicholas Sansbury Smith


Inhalt

Nachdem militärische Experimente mit einem biochemischen Stoff und Ebola-Viren schief gingen, grassiert eine furchtbare Pandemie, die sich über den ganzen Erdball ausbreitet. Was eigentlich aus Militärs Supersoldaten machen sollte, erschafft einen Planeten voller kanibalistischer Ebolainfizierter, die hochagressiv sind und fast unkaputtbar.

Die Regierung, das Militär und die Spitze von dem, was die Wissenschaft zu bieten hat, sollen jetzt schnellstmöglich ein Heilmittel finden und den Schaden begrenzen.

Doch das Ausmaß dessen, was da angerichtet wurde, sprengt jede Vorstellungskraft.




Beurteilung 

Wahnsinn, das Buch hat mich mal so richtig gepackt. Auf der Rückseite des Buchs steht als Überschrift zum Klappentext "Action, Action und noch mehr Action" - und das ist tatsächlich Programm.

Aber keine negative Action im Sinne von hirnloser und testosterongesteuertem "Wer hat den Längsten", sondern es hat einfach eine spannende und vor allem sehr rasante Handlung, bei der man zwischendurch auch mal das Atmen vergessen kann. Und by the way: Dieses Buch kommt (fast) ohne Love Story aus! Das muss erwähnt werden, weil Seltenheitswert.

The Extinction Cycle ist eine längere Reihe. In "Verpestet" wird das Entstehen der globalen Katastrophe beschrieben.

Wichtig zu wissen: Zumindest dieser Band ist sehr militärisch geprägt. Die meiste Zeit wird es aus aus dem Blickwinkel des Anführers einer Gruppe von Elitesoldaten erzählt, die aufgrund Ihrer Aufträge stets im Zentrum des Geschehens stehen - teilweise aber ohne es zu wissen.

Trotzdem gelingt es dem Autor, die Atmosphäre nicht irgendwie unpersönlich, kalt oder brutal werden zu lassen. Ja, es ist schon brutal, die Szenen die da teilweise beschrieben werden verbrauchen Hektoliterweise Blut und die Beschreibungen sind stellenweise echt eklig anschaulich, dennoch hat es Nicholas Sansbury Smith geschafft, dass ich beim Lesen einen Bezug zu Beckham, dem Protagonisten, herstellen konnte, und er hat ihn und sein Team einfach menschlich gemacht.

Für mich am brutalsten waren eigentlich die Tierversuche, die die Wissenschaftler durchgeführt haben, und die Beschreibung wie die Patienten selbst an sich den Ausbruch des Virus bemerken. Ebola ist eine der wirklich, wirklich schrecklichsten Erkrankungen auf dieser Welt, doch da es gefühlt immer so weit weg ist, habe ich mich ja nie wirklich damit beschäftigt, was das eigentlich ist. Jetzt hab ich eine bessere Vorstellung, auch wenn ich gut hätte drauf verzichten können.

Zurück zum Buch. Was ist noch wichtig? Schauplatz ist Amerika, aber was ich sehr gut finde am Buch ist, dass die Welt nicht nur gefühlt aus Amerika besteht wie in so vielen anderen Romanen, sondern hier zumindest ansatzweise auch der Rest der Welt mit einbezogen wird.

Ich finde es auch gut, dass hier nicht ausschließlich aus militärischer Sicht erzählt wird, sondern vor allem zum Ende hin zunehmend auch immer wieder ein Switch zu den Wissenschaftlern stattfindet. Die wissenschaftliche Seite ist bei solchen Szenarien immer das, was mich persönlich am meisten fasziniert. 

Und alles ist gut und verständlich beschrieben. Smith verzichtet auf unnötige Details, wo sie keiner braucht, und konzentriert sich auf Handlung und sehr bildhafte Beschreibungen, er hat einfach eine tolle Art zu erzählen, weshalb ich ihn total gern lese.

Kommen wir zum Fazit: 

Schwache Nerven oder einen zu empfindlichen Magen darf manwohl nicht haben, wenn man mit der Reihe beginnen will, aber das ist bei dem Verlag ja Programm und ich bin zum Glück robust. Ich fand es zwar krass, aber nicht störend brutal oder anstößig. 
Ich kann nur von mir ausgehen - für mich gehört die Reihe schon jetzt zu einer festen Größe im Genre Dystopie und ich werde sie definitiv weiterlesen. Ich muss wissen wie das ausgeht. 
Mich hat es total überzeugt - daher gibts 5/5 Sternchen.



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