Freitag, 12. April 2019

Rezension: "Illuminae - Die Illuminae-Akten 01" von Amie Kaufman und Jay Kristoff

Titel: Illuminae - Die Illuminae Akten_01
Autoren: Amie Kaufman und Jay Kristoff
Verlag und Info: dtv Verlag
HC,  608 Seiten
Preis: 19,95 
Reihe: Band 1
Genre: Jugendbuch / Fantasy
VÖ: Oktober 2017
© dtv Verlag

Illuminae (Die Illuminae-Akten_01) - Amie Kaufman und Jay Kristoff


Inhalt 

Kady und Ezra sind zwei frisch getrennte Jugendliche, die auf einem Planet mit einer Bergbau-Kolonie leben, die einen seltenen Rohstoff abbaut. Auf einmal wird dieser von einem feindlichen Raumschiff angegriffen und komplett zerstört. 

Zum Glück konnte das Kampfschiff Alexander, das gerade in der Nähe war, sehr viele der Kolonisten retten. Die Flüchtlinge werden auf mehrere Raumschiffe der Flotte verteilt. 
Die Flotte wird jedoch von dem feindlichen Kreuzer verfolgt und wie sich rausstellt, wurde auch noch ein heimtückischer Virus auf die Flüchtlinge übertragen.

Als wäre das nicht genug, fängt die künstliche Intelligenz Aidan, die das Kampfschiff Alexander steuert, auch noch an, sich sehr ungewöhnlich zu verhalten.

Kadie und Ezra sind nun auf verschiedenen Raumschiffen unterwegs die versuchen, die viele Monate entfernte Station Heimdall zu erreichen, auf der Kadies Vater Dienst hat. 

Nun müssen sich die Flüchtlinge gegen eine sich verselbständigende KI, einen furchtbaren Virus und ein sie verfolgendes feindliches Schiff zur Wehr setzen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt für alle Überlebenden.


Beurteilung

Protagonisten der Illuminae-Akten sind Kady, eine rotzfreche Jugendliche mit einer großen Begabung fürs Hacken, und Ezra, ihr (Ex-Freund), der als Kampfjet-Pilot versucht, die Raumflotte vor dem Feind zu schützen.

Was zuerst wie einer von tausenden Science-Fiction-Thrillern klingt, ist tatsächlich etwas völlig anderes: Eine Erzählung, die nicht einem der üblichen Erzählstils folgt, sondern in Form einer Aktensammlung erzählt wird. 

Nachdem also die Ereignisse des Buchs eigentlich schon vorbei sind, wird ein nicht näher bekannter Adressat über eine Aktensammlung, die aus Kamera- und Tonaufnahmen sowie Protokollen und Tagebüchern der verschiedenen Schiffe und Besatzungsmitglieder und Flüchtlingen zusammengetragen wurde, den Verlauf der Ereignisse zu rekonstruieren.

Unterstützt wird dies noch durch die Darstellung im Buch, die über verschiedene Schriftarten, Anmerkungen der Auswertungen, unterschiedliche Seitenfarben, Dialogen, Protokollen, Tagebucheinträgen, Chats etc. dargestellt wird. Das macht das Buch zu einem einzigen atemberaubenden Schauspiel, die Innengestaltung des Buchs an sich ist schon einen zweiten und dritten Blick wert. Man hat tatsächlich das Gefühl mehr einem Kinofilm als einem Buch zu folgen.

Ich mochte Kady total, sie ist eine gewitzte, sehr (selbst-)ironische und trotzdem gefühlvolle junge Frau, die das Herz am rechten Fleck hat. Ihre Dialoge mit Ezra, Aidan und anderen Personen zeigen, dass sie stets versucht, eine harte Schale an den Tag zu legen, aber eigentlich einen total weichen Kern hat. 

Die Sache mit dem Virus, das aus den Menschen kannibalistisch veranlagte Halbzombies macht, fand ich ein wenig albern, aber stellenweise auch gruselig. Auch dass die KI auf einmal anfängt menschliche Gefühle und Gedanken zu hegen, nachdem sie mit Kady in Kontakt tritt, war wenig glaubwürdig. 

Macht aber insgesamt nichts - es hat natürlich noch zu der absurden Wahnwitzigkeit des kompletten Plots beigetragen. Erhöht wird die Spannung auch noch durch den alle paar Dutzend seiten "eingeblendeten" Countddown, der anzeigt, wie weit der Feind noch entfernt ist und wie viele Schiffsinsassen jeweils schon vom Virus befallen sind. Der Ausgang des Verlaufs ist bis zum Ende nicht absehbar und die Geschichte hat ein paar wirklich überraschende Twists, auf die man im Leben nicht gekommen wäre. 

Mein Fazit: So etwas habe ich wirklich noch nie gelesen. Eigentlich stört es mich eher, wenn in einem Buch die rein illustratorische Gestaltung soviel Aufmerksamkeit einnimmt, weil es mich im Lesefluss unterbricht, aber bei dieser Geschichte war es absolut stimmig. Die Handlung ist hochspannend und die Protagonisten haben mich beim Lesen absolut mitgenommen. Daher kann ich Illuminae 5/5 Sternen geben und bin megagespannt, wie es in den Gemina-Akten weitergeht!

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