Mittwoch, 3. April 2019

Rezension: "Pro und Contra - Mein Licht in deiner Dunkelheit" von Sabine Schulter

Titel: Pro und Contra - Mein Licht in Deiner Dunkelheit
Autorin: Sabine Schulter
Verlag und Info: Carlsen Verlag
Softcover, 336 Seiten
VÖ: 2019
Genre: Dystopie 
Reihe: Wenn, dann Band 1

Pro und Contra - Mein Licht in Deiner Dunkelheit  -  Sabine Schulter 

Inhalt

In einer Welt, in der es keine Elektrizität mehr gibt, sind die Pros und Contras die wichtigsten Personen: Die Pros haben die Fähigkeit, in ihrem Körper Strom zu erzeugen - die Contras aber werden gebraucht, um den Strom auch nutzbar zu machen.

Der Haken: Die Regierung kassiert alle Pros und Contras ein, diese leben unter Aufsicht der Regierung, damit diese die Kontrolle über den Strom hat.

Summer, eine Pro, und Kayden, ein Contra, versuchen beide ihr Möglichstes, um der Regierung zu entgehen und frei zu bleiben. Beide leben in sehr unterschiedlichen Verhältnissen. Doch das Schicksal scheint etwas gegen sie zu haben und ihre Wege kreuzen sich immer wieder. 

Doch der wahre Feind ist nicht der Strompartner, sondern etwas viel Größeres....
 

Beurteilung 

Das Thema hat mich fasziniert. Eine Gesellschaft, die mit Elektrizität lebt, die von den Menschen selbst erzeugt wird. 
Zu meinem Leidwesen wurde in dem Buch nicht darauf eingegangen, wie das genau vonstatten geht. 

Dennoch hat mir die Umsetzung gut gefallen. Sabine Schulter hat auf jeden Fall Talent zum Geschichten schreiben, das beweist sie auch in "Pro und Contra" erneut. Ihr Erzählstil ist fesselnd und gut verständlich, die Protagonisten gut beschrieben. MEINE beste Freundin würde Summer allerdings garantiert nicht werden, sie hat mir zu wenig Ecken und Kanten.

Die Handlung entwickelt sich schnell und es wird nicht langweilig. Es gibt allerdings einen kleinen Störfaktor, (ich hoffe man versteht was ich meine), der mir allerdings erst ab der Hälfte des Buches bis zum Ende hin immer mehr aufgefallen ist, bis dahin hatte ich nichts davon gemerkt: Summer und Kayden sind so erschreckend naiv, was ihr eigenes Gefühlsleben angeht. Sorry, aber auch wenn man noch keine Beziehung hatte, kann mir keiner erzählen, dass mir selbst nicht auffällt, ob ich für jemanden etwas empfinde und vor allem, was. Es ist doch ein Unterschied, ob man für jemand freunschaftliche Gefühle hegt oder verknallt ist. 

Und auch wenn jemand ein guter oder sogar der beste Freund ist - die Charaktere sind in allen zwischenmenschlichen Belangen so oft einfach zu sehr die perfekten Menschen. Diese Verhältnisse sind für meine Begriffe etwas idealisiert dargestellt, so denkt und redet meines Erachtens niemand im wirklichen Leben, vor allem am Ende wird es mir auch etwas zu pathetisch.

Einem anderen Leser wird das wahrscheinlich gar nicht so auffallen, aber ich achte auf so etwas extrem. Davon abgesehen, habe ich mich von der Geschichte wirklich sehr gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich mir etwas mehr Hintergrundinformationen über Schauplatz und das Gesamtsetting gewünscht hätte.  Es sind teilweise echt überraschende Wendungen in der Geschichte, die der Handlung immer mal wieder einen Kick geben.

Insgesamt würde ich "Pro und Contra" insgesamt 4/5 Sternen geben - 5 Sterne für den Unterhaltungswert und die Idee, 3 Sterne für die Ausarbeitung, macht insgesamt 4 ;:)

 

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