Samstag, 13. April 2019

Rezension: "Deathland Dogs" von Kevin Brooks

Titel: Deathland Dogs
Autor: Kevin Brooks
Verlag und Info: dtv Verlag
HC, 544 Seiten
Preis: 18,95 €
VÖ: 2019
Genre: Dystopie
Reihe: Nein
© dtv Verlag

Deathland Dogs - Kevin Brooks


Inhalt 

Das Land ist weitestgehend unbewohnbar. Wasser gibt es nur noch sehr wenig. Jeet lebt in einer aletn Stadt zusammen mit ein paar 100 anderen Seelen - gefangen zwischen dem Meer und den Feinden, den Dau, die sie belagern und nur darauf warten, dass ihnen das Trinkwasser ausgeht. 

Doch in Jeet schlagen zwei Herzen: Ein menschliches - und eins für die Deathland Dogs, bei denen er nach einem Überfall auf seine Familie während des langen Marschs für mehrere Jahre lebte, bis er resozialisiert wurde.

Kurz nachdem er vom Anführer Ihrer Gemeinschaft eine wichtige Aufgabe bekommt, lernt er Chola Se kennen - eines der ganz wenigen anderen Kinder, die auch bei den Deathland Dogs aufgewachsen ist. Menschen wie Jeet und Chola Se werden von den anderen ausgegrenzt. 

Sie müssen sich also nicht nur mit den anderen darauf vorbereiten, den Dau entgegenzutreten, sondern sich auch innerhalb Ihrer Stadt gegen ihre Feinde wehren - und die tauchen da auf, wo sie es eigentlich gar nicht erwartet hatten - und hegen perfidere Pläne, als sich die Hundskinder jemals ausdenken könnten.... 




Beurteilung 

Man benötigt bei diesem Buch ganz sicher eine "Einlesephase". Wie im Vorwort beschrieben wird, bedient sich das Buch im Original einer einfachen Sprache, um das Niveau des Denkens des Hundskinds Jeet, aus dessen Sicht erzählt wird, darzustellen.

Im Deutschen soll das dadurch errreicht werden, dass die Kommasetzung weggelassen wird. Man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran, allerdings finde ich jetzt nicht, dass es eine andere Art des Denkes verdeutlicht. 

Es fällt mir ein bisschen schwer zu beschreiben wie mich dieses Buch mitgenommen hat. Ich fand es auf jeden Fall stellenweise ziemlich brutal. Da werden sehr ungeschönt Szenerien beschrieben, bei denen ich zum einen sehr traurig und wütend geworden bin und die mir, wenn ich ein Bild dazu gehabt hätte, wahrscheinlich noch gehörig den Magen umgedreht hätten. 

Brutal ist auch die Denkweise, die sich die Menschen in dieser Zukunftsvision zwangsläufig angewöhnen müssen - der Stärkere überlebt, umgeben von Feinden, Monstern, in dauernder Ermangelung an genügend Essen und Wasser, kurz vor der Ausrottung. Ob es allerdings überall auf der Welt so aussieht wie an unserem Schauplatz in den Deathlands und wo diese genau sind, erfahren wir nicht. Es ist ein sehr isoliertes Setting, dass sich auf wenige Quadratkilometer irgendwo zwischen einem Meer und Bergen befindet.

Jeet ist ein Charakter, den man nach anfänglichem Befremden lieb gewinnt. Er hat mein Herz gewonnen, weil er so geradeheraus ist, seiner Mutter treu ist, sehr loyal und hinter die Fassade der Menschen blickt und nachdenkt. 
Ich fand seine Fähigkeiten in der nonverbalen Kommunikation mit den anderen Hunden auch sehr faszinierend. 

An Spannung ist "Deathland Dogs" kaum zu überbieten. Es liest sich als wäre man live dabei, als würde man mit Jeet mitlaufen und mitschauen, und vor allem als er Richtung Dau-Lager loszieht habe ich fast nicht geatmet vor lauter Anspannung.

Die Highlights für mich sind auf jeden Fall die Szenen mit den Deathland Dogs - ich finde es so toll, diese Verbundenheit und die Treue, die Intelligenz und die Tapferkeit des Rudels, da bin ich jedesmal dahingeschmolzen.

Zu guter Letzt hat mir das Ende wirklich sehr, sehr gut gefallen. Zusammenfassend lässt sich sagen - das Buch sollte unbedingt gelesen werden, jedoch sollte man dem Buch so 50-80 Seiten Zeit geben, denn es dauert etwas bis man richtig "drin" ist. Verdiente 5/5 Sterne.

1 Kommentar:

  1. Hey du,
    danke für deine Meinung. Ich habe das Buch auch schon hier und bin nun noch neugieriger auf die Geschichte!
    Liebe Grüße, Petra

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