Montag, 1. April 2019

Interview: Mit den Autorinnen des Buchs "Paradies der Verlorenen"

Paradies der Verlorenen 

Interview mit den Autorinnen

Alexis Snow und Beatrice Jacoby 

 

Wie würdest Du reagieren, wenn Du erfahren würdest, dass es den Garten Eden wirklich gibt?

 

Kurze Zusammenfassung des Inhalts:

Das fragile Gleichgewicht zwischen der Menschenwelt und dem Garten Eden wurde zerstört. Eine dunkle Bedrohung könnte sowohl die Welt, wie wir sie kennen, als auch den ewigen Garten Eden in den Untergang ziehen. Nur wenn beide Seiten zusammenarbeiten und die richtigen Menschen zusammenfinden, kann die Gefahr abgewendet werden.

Gwendolyn hat keine Ahnung von all dem, als sie in Ihrer Studentenbude auf einmal meint verrückt zu werden, weil die Schatten sich merkwürdig bewegen und auf einmal mit ihr zu sprechen scheinen.... 

 

Ich durfte den Autorinnen nach der Lektüre einige Fragen stellen:

 

     Wie kam es zu dem gemeinsamen Buchprojekt?

 

    Alexis: Eigentlich ganz einfach: ich schrieb Bea an, die sich damals als Testleserin für meine Elemente gemeldet hatte, und fragte sie, ob sie nicht Lust hätte, gemeinsam etwas zu schreiben. Innerhalb einer Woche hatten wir den Plot ausgefeilt und losgelegt.

Beatrice: Das ging wirklich schneller als bei meinen bisherigen Projekten, weil ich gerne viel und vor allem gemütlich plotte. Durch Alex spontan ins kalte Wasser zu hüpfen, war eine erfrischende Abwechslung.


     Eine Verbindung zwischen Garten Eden und der Menschwelt zu schaffen – eine für mich neue Idee, ein Setting, das ich so noch nicht gesehen habe.  Gibt es einen bestimmten Auslöser, was hat Euch darauf gebracht?
 

      Alexis: Das ursprüngliche Konzept basierte auf eine Parallelwelt. Auf dem Weg zur LBM 2018 haben Bea und ich uns mit dem Verlag zusammengesetzt, weil wir mit dem Konzept nicht zufrieden waren. Im Zuge eines Brainstormings kamen wir dann zum Garten Eden, weil sich der Tempel der Priester sowieso unter dem Baum des Lebens befand. Demnach haben wir nach 60 Seiten das Setting einmal komplett umgeworfen.

Beatrice: Darum mussten wir bei der Überarbeitung am Anfang besonders genau hinschauen, aber das war es wert. Für uns war außerdem der Kontrast zwischen Licht und Schatten von Anfang an sehr wichtig für die Geschichte. Paradies und Hölle als symbolische Gegensätze zu verwenden, um diese Thematik zu unterstreichen, hat darum alle beim Brainstorming begeistert.


     War der Plot von Anfang an klar oder habt ihr öfter mal einen Handlungsstrang oder ein mögliches Ende verworfen?



Alexis: Böse Frage *lach* ich bin viel zu spontan, sodass unser Plot eher mehr eine grobe Richtlinie war. Dank eines spontanen, dramatischen Einfalls mussten wir unser geplantes Ende komplett umwerfen. Bea bekam dann abends eine Nachricht, so nach dem Motto: Duhu? Ich hab da was getan … Wir müssen wohl alles umwerfen *lach* Aber generell haben wir den Plot als Skelett genommen und alles dazwischen dann so eingebaut, wie es zur Geschichte gepasst hat.

Beatrice: Hihi, und da sagt sie immer, ich sei die Böse :D Solche Momente gab es tatsächlich öfter, was mitunter den Reiz an so einem Gemeinschaftsprojekt ausmacht, finde ich. Einmal war Alex auf dem Weg zu Freunden und ich vorm Theater und wir haben fix telefoniert, um ein Element spontan abzusprechen, das nun eines meiner Lieblingsdetails ist. Wer Spaß an sowas hat, kann beim Lesen die Augen nach Schmuckstücken offen halten ;)
Das Kapitel der jeweils anderen zu lesen, bevor man sein eigenes geschrieben hat, hat uns auch oft auf kurzfristige Änderungen gebracht.
https://www.amazon.de/Paradies-Verlorenen-Alexis-Snow-ebook/dp/B07P9B5V37
     
   
Wenn die Frage nicht zu persönlich ist – glaubt ihr selbst an eine „andere Seite“, in welcher Form auch immer (es muss ja nicht unbedingt der Garten Eden / die Hölle sein)? 





Alexis: An eine andere Seite glaube ich weniger. Aber ich bin mir sicher, dass der Tod nicht das Ende ist. Kennst du diese Situationen, wenn du durch Straßen in fremden Städten/Ländern gehst und das Gefühl hast, du warst schonmal dort? Ganz extrem war es bei mir, als ich das erste Mal hinter einem Steuer saß. Ich hatte das Gefühl, dass ich das mein Leben lang gemacht habe. Deswegen glaube ich irgendwie an so etwas, wie eine Wiedergeburt nach dem Tod.

Beatrice: Ich sehe das ähnlich wie Alex, auch aus meiner Sicht ist der Tod nicht das Ende. An Himmel und Hölle im klassischen Sinn glaube ich nicht, aber durchaus daran, dass nach dem irdischen Leben noch etwas anderes kommt. 

 

 
         Was wäre für dich die passende Hintergrundmusik, wenn man 
„Das Paradies der Verlorenen“ verfilmen würde? 


   Alexis: Bea hat da eine ganze Liste mit Titeln bekommen, die alle passend wären. Ich glaube Marsh out ofthe Darkness von Papa Roach passt ganz gut.

Beatrice: Das ist sogar das erste Lied in besagter Liste :D Sonst ist das ja nicht so meine Musikrichtung, aber für die Szenen des Antagonisten Leyon habe ich oft „Satans Fall“ und „Mauern aus Angst“ von Saltatio Mortis in Dauerschleife gehört. Koautoren erweitern eben nicht nur den Schreib-Horizont *lach*


     Ist „Das Paradies der Verlorenen“ als abgeschlossener Roman geplant oder können wir damit rechnen, von Aurora und Gwen nochmal zu hören? Es gibt ja schon ein paar Punkte, an denen man nochmal anknüpfen könnte…. 


Alexis: Vorerst ist es ein Einzelband. Eine Fortsetzung ist natürlich möglich und nicht ausgeschlossen 😉


     Gibt es schon ein neues Projekt und wollt Ihr den Lesern vielleicht einen klitzekleinen Hinweis geben, worum es gehen könnte?

Alexis: Tatsächlich haben wir schon einen Teil von einer weiteren Geschichte geplottet.

Beatrice: Es wird eine Adaption einer Kindergeschichte, die wir für das New Adult-Genre aufarbeiten und die uns beide schon eine Weile begleitet – mehr verraten wir aber erstmal nicht ;)


     Die „Klischee – Frage“ :-) um herauszufinden, was für ein Mensch da hinter dem Buch steckt: Welche 3 Dinge würdet ihr mitnehmen, wenn ihr den Rest Eures Lebens auf einer einsamen Insel  verbringen müsstet?

Alexis: Meine wichtigsten Menschen, meine Katzen und was zu Lesen.

Beatrice: Meinen Laptop samt Solarpanel mit ganz vielen ebooks darauf und natürlich zum schreiben. Herzensmenschen (hoffe, das ist nicht geschummelt ;) ). Und ein Teepflänzchen – keine Ahnung, wie ich die Blätter verarbeiten oder kochen werde, aber es findet sich schon ein Weg.Ohne Tee geht nichts.

Gibt es noch etwas, das ihr Euren Lesern mit auf den Weg geben wollt?


      Alexis: Ihr seid toll <3 danke für all eure Unterstützung, denn ohne euch würde das Schreiben zwar Spaß machen, aber nicht so viel Sinn ergeben.

Beatrice: Dem ist nichts hinzuzufügen :-) Merci auch von mir!


Vielen Dank, Beatrice und Alexis, dass ihr Euch die Zeit genommen habt und wir ein bisschen hinter die Kulissen schauen durften.

Hier  findet ihr übrigens den vollständigen Tourplan zu weiteren spannenden Artikeln rund um "Das Paradies der Verlorenen"!

Weiter geht es morgen bei Wiebi!

 

Eure Buchfeen

 

 



1 Kommentar:

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