Sonntag, 7. April 2019

Rezension: "Die Buchspringer" von Mechthild Gläser

© Cover, Bild: Loewe Verlag

Titel: Die Buchspringer
Autorin: Mechthild Gläser 
Verlag und Info: Loewe Verlag
TB, 384 Seiten
Preis: 17,95 €
Genre: Fantasy
Reihe: Nein
VÖ: 2019

Die Buchspringerin - Mechthild Gläser 

Werbung: Dieses Rezensionsexemplar wurde mir vom Loewe Verlag zur Verfügung gestellt. 


Inhalt 

Amy und ihre Mutter reisen nach deren Trennung zu ihrer Familie nach Schottland. Auf der fast verlassenen Insel findet Amy heraus, dass sie eine Buchspringerin ist: Zusammen mit den Sprösslingen der einzigen anderen Familie auf der Insel, kann sie in Bücher reisen und die Geschichten dort direkt miterleben. 
Zwischen den Familien herrscht nach dem Verlust eines wertvollen Manuskripts ein mühsamer Frieden.
Doch es gibt Regeln beim Buchspringen: In den Verlauf der Geschichte darf nicht eingegriffen werden. Und es dürfen keine Romanfiguren mit in die Realität gebracht werden. 

Als dem jungen Will jedoch auf einmal Sherlock Holmes abhanden kommt, beginnen die seltsamen Ereignisse: Die Geschichten beginnen sich zu verändern, und auf der Insel scheint es einige tief vergrabene Geheimnisse zu geben, über die aber niemand reden will. 

So machen sich Amy und Will alleine auf die Suche nach der Wahrheit. 


 Beurteilung

Das dieses Buch gelesen werden musste, steht außer Frage. Ich kann mir als passionierte Leserin nichts Schöneres vorstellen als Geschichten über Bücher!

Und Geschichten, in denen durch eine Idee wie das Buchspringen eine Welt geschaffen wird, in der die Romane, Märchen, Erzählungen und Sagen auf fantastische Art miteinander verbunden werden, sind dann das Nonplusultra für mich.

Mechthild Gläser ist das auf meisterhafte Art gelungen. Zunächst ist das Setting natürlich extrem gelungen gewählt: Eine ursprüngliche Umgebung auf einer Insel in Schottland, einem Land, dass ohnehin sehr naturnah und sagenumwoben ist, und aufgrund des rauhen Wetters eine ganz eigene Atmosphäre herrscht. Man stellt sich rauhe Klippen, grüne Flächen, dunkle Wolken und altehrwürdige Schlösser schon ganz ohne Beschreibung vor. 

Die Protagonisten dieser Geschichte bringen das Leben in dieses düstere Gesamtbild, und sie sind allesamt sehr gelungen dargestellt: Amy und ihre Mutter Alexis kommenen aus der "modernen" Welt auf die Insel, wo mit der Mutter von Alexis und den Eltern von Will Weltanschauungen aufeinanderprallen. Ich kann gar nicht genau sagen wie es passiert ist, aber Amy und auch Will waren mir von Anfang an total nah und sympathisch - wahrscheinlich deswegen, weil sie ebensolche Leseratten sind wie ich und trotz ihrer Jugend noch ihren Lieblingskinderbüchern treu geblieben sind.

Was mir an  der Idee für "die Buchspringer" besonders gefällt: Zum einen, dass die Romanfiguren sich durchaus der Tatsache bewusst sind, dass Leser in ihrer Geschichte umherspazieren, und sie sich, wenn es ihre Handlung gerade erlaubt, quasi im "Niemandsland" zwischen ihren Büchern herumtreiben. Und das man innerhalb der Buchwelt blättern und die Bücher wechseln kann, und sowohl als Leser als auch als Romanfigur von einer Erzählung in die andere springt. Man stelle sich die Möglichkeiten vor... 

Bei den Romanen, die in diesem Buch vorkommen, begegnen wir sehr vielen Klassikern wieder, von denen auch mir selbst viele bekannt sind, weshalb es um so mehr Spaß macht, die Handlung zu verfolgen: Von Alice im Wunderland, Dschungelbuch, der kleine Prinz, Peter Pan, Stolz und Vorurteil, der Zauberer von Oz.... und noch einige mehr. 

Weiterhin ist die Geschichte sehr vielschichtig, weil es neben der Haupthandlung noch einige Nebenhandlungen gibt, die jede für sich eigentlich eine eigene Geschichte wert wären: Die Familiengeschichte von Alexis und Amy, die Geschichte des verlorenen Manuskripts, die Geschichte von Will und Sherlock Holmes... es gibt so vieles zu entdecken und jede Seite ist spannend und besticht aufs Neue mit überraschenden Wendungen und neuen Fragen.

Bis zum Ende musste ich meine Vermutungen mehr als einmal über den Haufen werfen und wurde von den Wendungen der Geschichte total überrascht. 

Fazit: Magisch, verzaubernd, berührend, spannend, unterhaltend, humorvoll - Die Buchspringer ist für mich ein Meisterwerk der All-Age-Fantasy und gehört in jedes Buchregal. 5/5 Sterne.






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